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Unterstützung für »Faites votre jeu!«

Neuer Förderverein setzt sich für den Erhalt des ehemaligen Polizeigefängnisses im Klapperfeld ein

Frankfurter Neue Presse, 16.12.2011 (download pdf)


Im Keller sind Interviews mit ehemaligen Häftlingen des Polizeigefängnisses zu sehen. Foto: Martin Weis

Der Verein zur »Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung« unterstützt ab sofort die Initiative »Faites votre jeu!«.

Innenstadt. Die Zukunft des ehemaligen Polizeigefängnisses in der Klappergasse ist ungewiss. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass das Gebäude abgerissen und das Areal neu bebaut werden soll, wenn sich ein Investor findet. Das will der neu gegründete Verein zur »Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzungen« verhindern. Die Gründungsmitglieder wollen ihren Zusammenschluss als Förderverein für die Initiative »Faites votre jeu!« verstanden wissen.

Vorsitzender ist der Sozialarbeiter Walter Schmidt. Er habe seit Mitte 2009 mit Interesse die Aktivitäten der Initiative »Faites votre jeu!« verfolgt, die das ehemalige Polizeigefängnis als selbstverwaltetes Zentrum führt und eine Dokumentation zur Geschichte des Klapperfelds in der Zeit des Faschismus erarbeitet hat. Diese wird als Dauerausstellung gezeigt, außerdem werden Konzerte, Lesungen und diverse andere Veranstaltung geboten.

»Die Befragung der letzten noch lebenden Zeitzeugen und die Forschung zu den aus dem Klapperfeld Deportierten in Verbindung mit der Etablierung eines sozialen Raums haben mich davon überzeugt, dass die Mitglieder der Initiative ihr Projekt mit großem Engagement und Potenzial verfolgen«, lobt Schmidt. Sie bearbeiteten einen bisher vernachlässigten Teil der lokalen Geschichte. Darüber hinaus hätten die Mitglieder der Initiative mit der derzeitigen Nutzung einen Raum für Menschen geschaffen, die sich selbstbestimmt treffen, organisieren oder politische und kulturelle Initiativen entwickeln. »Dies mit dem Förderverein zu unterstützen erscheint mir eine sinnvolle und notwendige Aufgabe zu sein«, betont Schmidt.

Ende November haben er und seine Mitstreiter den Verein gegründet. Der Verein will eine möglichst große Zahl von Fördermitgliedern gewinnen, durch Spenden und Beiträge sollen die Ziele des Vereins realisiert werden. Die Anerkennung des gemeinnützigen Charakters des Vereins ist beim Finanzamt Frankfurt beantragt.

Ziele des Vereins sind die Förderung der Forschung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld sowie die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet. Unterstützt werden soll ferner die antifaschistische Erinnerungsarbeit, vor allem zum ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld, die Auseinandersetzung mit Strukturen, die zur Verfolgung und Repression aufgrund von politisch, »rassischen«, religiösen, nationalen oder sonstigen sozialen Gründen oder Zuschreibungen führen und geführt haben. Und natürlich setzt sich der Verein für den Erhalt des ehemaligen Polizeigefängnisses ein.

Maja Koster von »Faites votre jeu!« freut sich über den Förderverein. »Mit dessen Gründung ist ein weiterer Schritt gemacht, um die Arbeit unserer Initiative zu verstetigen und sicherzustellen, dass diese auch in Zukunft unabhängig weitergeführt werden kann.« Die langfristige Nutzung durch die Initative und der damit verbundene Erhalt des Klapperfelds als Ort kritischer historisch-politischer Auseinandersetzung sei einzig durch Abriss- oder Umnutzungspläne bedroht, die immer wieder ins Spiel gebracht würden.

Die Website des Fördervereins ist unter http://www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org erreichbar. Dort gibt es weitere Informationen zum Verein und die Möglichkeit, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. (red)

Freitag, 16.Dezember 2011, 18.30 Uhr // Kundgebung anlässlich des Jahrestages des Auschwitz-Erlasses


Foto: www.foerdervereinromaev.de

Der Förderverein Roma e. V. führt am 16. Dezember 2011, 18.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Stadtgesundheitsamt Ffm., Braubachstraße 18-22, durch.

Am 16.12.42 ordnete »Reichsführer SS« Heinrich Himmler im sogenannten Auschwitz-Erlass die Massendeportation von Roma und Sinti in das Konzentrationslager Auschwitz an. Es soll »Ohne Rücksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager« eingewiesen werden, hieß es in dem Erlass.

Die Vorstufe zur späteren Vernichtung wurde durch die Erfassung aller im deutschen Reich lebenden Roma und Sinti geschaffen. Robert Ritter, Leiter der „Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes Berlin“ und seine enge Mitarbeiter Eva Justin waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Ihre sogenannten »rassenbiologischen« Untersuchungen registrierten minutiös über 20.000 Roma und Sinti. Sie leisteten damit die Voraussetzung für die spätere fabrikmäßige Vernichtung.

Ritter und Justin wurden nach 1945 im Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main als Medizinalrat und Psychologin beschäftigt. Obwohl bekannt war, welche zentrale Funktion beide während der NS-Zeit Inne hatten, bestanden keine Bedenken gegen die Anstellung. Ritter und Justin wurden für ihre Verbrechen nicht verurteilt.

Am 27.1.2000 wurde die durch private Mittel finanzierte Mahntafel am ehemaligen Stadtgesundheitsamt angebracht. Die Behörde ist mittlerweile umgezogen und am Gebäude in der Braubachstraße finden Renovierungsarbeiten statt. Die Tafel befindet sich zurzeit in der Geschäftsstelle des Förderverein Roma e. V. und soll nach Beendigung der Arbeiten wieder an historischem Ort angebracht werden.

Weitere Infos auf: www.foerdervereinromaev.de

Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet. Die Website des Vereins findet ihr unter: www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org
 
 
Logo: Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung
 
 
Hier die Pressemitteilung zur Vereinsgründung:

Presseerklärung: Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet.

Zweck und Ziele des Vereins sind

  • die Förderung der Forschung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main und die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet,
  • die Unterstützung antifaschistischer Erinnerungsarbeit, insbesondere zum ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld,
  • die Auseinandersetzung mit Strukturen, die zur Verfolgung und Repression aufgrund von politisch, »rassischen«, religiösen, nationalen oder sonstigen sozialen Gründen oder Zuschreibungen führen und geführt haben sowie
  • die Verständigung der Menschen jenseits von nationalen, staatlichen oder kulturellen Grenzziehungen und entsprechende Solidaritätsarbeit.

Die Ziele des Vereins sollen verwirklicht werden insbesondere

  • durch den Erhalt des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld und
  • durch die Förderung und Durchführung von Veranstaltungen, Ausstellungen, Forschungstätigkeiten, Publikationen sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Der Verein will eine möglichst große Zahl von Fördermitgliedern gewinnen, durch Spenden und Beiträge sollen die Ziele des Vereins realisiert werden. Die Anerkennung des gemeinnützigen Charakters des Vereins ist beim Finanzamt Frankfurt beantragt.

Als Vorsitzender des Vereins wurde der 63-jährige Sozialarbeiter Walter Schmidt gewählt. Seine Beweggründe: »Ich habe seit Mitte 2009 mit Interesse die Aktivitäten der Initiative ›Faites votre jeu!‹ verfolgt, die das ehemalige Polizeigefängnis als selbstverwaltetes Zentrum führt und interessante Beiträge insbesondere zur Geschichte des Klapperfelds in der Zeit des Faschismus erarbeitet hat. Die Befragung der letzten noch lebenden Zeitzeugen und die Forschung zu den aus dem Klapperfeld Deportierten1 in Verbindung mit der Etablierung eines sozialen Raums haben mich davon überzeugt, dass die Mitglieder der Initiative ihr Projekt mit großem Engagement und Potential verfolgen. Sie bearbeiten einen bisher vernachlässigten Teil der lokalen Geschichte. Darüber hinaus haben sie mit der derzeitigen Nutzung einen Raum für Menschen geschaffen, die sich selbst­bestimmt treffen, organisieren oder politische und kulturelle Initiativen entwickeln. Dies mit dem Förderverein zu unterstützen erscheint mir eine sinnvolle und notwendige Aufgabe zu sein.«

Maja Koster von ›Faites votre jeu!‹ begrüßte die Bildung des Fördervereins und erklärte: »Mit der Gründung des Fördervereins ist ein weiterer Schritt gemacht, um die Arbeit unserer Initiative zu verstetigen und sicher­zustellen, dass diese auch in Zukunft unabhängig weitergeführt werden kann. Die langfristige Nutzung durch ›Faites votre jeu!‹ und der damit verbundene Erhalt des Klapperfelds als sozialer Raum und Ort kritischer historisch-politischer Auseinandersetzung ist einzig durch Abriss- oder Umnutzungspläne bedroht, die immer wieder von Verantwortlichen auf Seiten der Stadt ins Spiel gebracht werden.«

Die Website des Fördervereins ist unter www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org erreichbar. Dort finden sich weitere Informationen zum Verein und die Möglichkeit, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Sobald die Gemeinnützigkeit anerkannt ist, können sich alle, die Interesse an einer Fördermitgliedschaft haben, dort die entsprechenden Unterlagen und einen Antrag auf Fördermitgliedschaft herunterladen.

Presserechtlich verantwortlich: Walter Schmidt
Erreichbar über Telefon (0152 | 37 22 56 12) und E-Mail (vorstand[ät]geschichtspolitischeauseinandersetzung.org)

  1. Siehe hierzu Pressemitteilung der Initiative »Faites votre jeu!« vom 21.07.2011: http://www.klapperfeld.de/de/archiv/pressemitteilungen/165-pressemitteilung--verschollen-geglaubte-deportationslisten-entdeckt-polizeigefaengnis-klapperfeld-hatte-zentrale-funktion-fuer-deportationen-aus-frankfurt.html[zurück]

Pressemitteilung als pdf: download

Programm Dezember 2011

Hier unser Dezember-Programm als pdf. Die Print-Version gibt es im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Donnerstag, 1. Dezember 2011
18.00 Uhr // Café Dreizehn12:
antifaschistisches Jugendcafé mit Kaffee, Kuchen, Workshops und Musik. Jeden ersten Donnerstag im Monat, um 18:00 Uhr, im Klapperfeld. Veranstaltende: Jugendantifa Frankfurt (jugendantifafrankfurt.blogsport.de)
ACHTUNG: Das Café Dreizehn12 hat dieses mal ein Gastspiel im Café ExZess (Leipziger Straße 91, Frankfurt, www.exzess.de.nr) und findet nicht im Klapperfeld statt!

Sonntag, 4. Dezember 2011
14.30 Uhr // »Wem gehört die Stadt?«-Vernetzungstreffen:
Natürlich freuen wir uns immer über weitere Gruppen, Initiativen und natürlich auch Einzelpersonen aus dem Frankfurter Raum, die sich am Netzwerk beteiligen wollen. Also kommt vorbei!

Dienstag, 6. Dezember 2011
22:00 Uhr // »Wer-ist-eigentlich-dieser-Nikolaus« – Fuck-Stiefel!-Party.
Der Barabend für all diejenigen, die keine Lust auf Nüsse und Zitrusfrüchte in den Schuhen haben und auf warme alkoholische Getränke nicht verzichten möchten. (bis 1 Uhr)

Sonntag, 11. Dezember 2011
14.30 Uhr // »Wem gehört die Stadt?«-Vernetzungstreffen:
Natürlich freuen wir uns immer über weitere Gruppen, Initiativen und natürlich auch Einzelpersonen aus dem Frankfurter Raum, die sich am Netzwerk beteiligen wollen. Also kommt vorbei! Weitere Infos: www.wemgehoertdiestadt.net

Dienstag, 13. Dezember 2011
22:00 Uhr // »Kleiner Barabend«
Es wird kalt sein, es wird grau sein – und wir laden euch trotzdem zu einem gemütlichen Barabendambiente ein. Zu gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleinen Speisen. (bis 1 Uhr)

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerstatt.fjv[ät]googlemail.com

Blick über die Mauer

Trotz der winterlichen Kälte gibt es im Dezember einige Termine unter freiem Himmel, auf die wir euch gerne aufmerksam machen:

Proteste gegen die Innenministerkonferenz (IMK) in Wiesbaden
30. November 2011: Kundgebung gegen den Verfassungsschutz!
03. Dezember 2011: Bundesweite Demonstration gegen die IMK
05.-09. Dezember 2011: Aktionstage gegen die IMK
07. Dezember 2011, 17 Uhr, WI-Hbf.: Demo »I love Bleiberecht für Alle!«
Weitere Infos: imkwiesbaden.blogsport.de/termine/

Demonstration zum zweiten Jahrestag der Casino-Räumung
02. Dezember 2011, 18 Uhr, Cafe KoZ (Campus Bockenheim, Frankfurt am Main)
Weitere Infos: wohnraum.blogsport.de

Internationaler Aktionstag »Access all Areas«
17. Dezember 2011: Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung
Weitere Infos: florableibt.blogsport.de & www.wemgehoertdiestadt.net

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de

Besetzung Siesmayerstraße 70 auf dem Biocampus!


Foto: dev null auf flickr.com

Soeben haben wir erfahren, dass ein Gebäude auf dem Biocampus besetzt worden ist. Das Haus befindet sich am Ende der Siesmayerstraße (Hausnummer 70, Gebäude B). Die Besetzer_innen rufen dazu auf vorbei zu kommen! Bringt eure Freund_innen mit!

+++ UPDATE: Soweit wir wissen, ist die Siesmayerstraße 70 leider bereits wieder geräumt worden. +++

Weitere Infos in Kürze!

18. November 2011, 21 Uhr // Soliparty gegen Repression

Live on Stage:
Johnny Mauser
(www.johnnymauser.com) + Marie Curry (HH)

Tunes:
Hip Hop / Rap / Black

Die Einnahmen gehen an GenossInnen die im Zuge der Proteste gegen die Innenministerkonferenz von polizeilicher Repression betroffen sind. Für leckerste Cocktails und nettes Ambiente ist wie immer gesorgt.

Ab gehts in die Rote Hilfe! Solidarität ist eine Waffe!

Davor, um 20:00 wird es noch eine Infoveranstaltung zu den Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz. Hier­bei soll über den der­zei­ti­gen Stand der Mo­bi­li­sie­run­gen gegen die IMK im Win­ter, theo­re­ti­sche Hin­ter­grün­de des Pro­tests sowie den Ver­lauf der De­mons­tra­ti­on am 03. De­zember in Wies­ba­den be­rich­tet wer­den.

Weitere Infos: frankfurt.umsganze.de

… und zum Schluss noch ein kleiner Vorgeschmackt auf das Konzert:

Samstag, 19. November 2011, 14 Uhr // Kundgebung: Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck

Hier der Aufruf der Initiative Christy Schwundeck für eine Kundgebung am 19. November 2011:

Kundgebung:
Samstag, 19. November 2011, 14 Uhr
Frankfurt, Zeil 40-42 (Ecke Klapperfeld)

Wir fordern:
AUFKLÄRUNG UND GERECHTIGKEIT für CHRISTY SCHWUNDECK und all die anderen Opfer rassistischen Polizeiterrors, sowie ein sofortiges Ende rassistischer Angriffe auf die Schwarze/People of Color Community!

Warum wurde Christy Schwundeck getötet?
Wir fordern Aufklärung und Gerechtigkeit!

Am 19. Mai 2011 wurde Christy Schwundeck, eine Schwarze Frau, im Jobcenter Gallus in in Frankfurt/Main von der Polizei erschossen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt behauptete noch am selben Tag vor der Presse, es handele sich eindeutig um Notwehr, da Frau Schwundeck die Polizei mit einem Messer attackiert habe. Das Echo in der Presse stellte sie als drogenabhängige, aggressive und psychisch instabile Person dar, die im Jobcenter randalierte.

Seither sind sechs Monate vergangen und noch immer weiß die Familie, die Öffentlichkeit und somit auch wir, die Initiative Christy Schwundeck, nicht, wie es zu der Erschießung Christy Schwundecks kam.

Wir fragen:

  • Warum sollen wir akzeptieren, dass zwei Polizisten eine schwarze Frau erschießen?
  • Wie kann es sein, das die Medien ein Opfer polizeilichen Terrors verunglimpfen, pathologisieren und beschimpfen?
  • Wie kann es sein, dass niemand die Frage nach dem Verhalten der Polizei und der Kontinuität rassistischen Polizeiterrors stellt?

Soll hier wieder vertuscht werden, wie es zum Tod eines Schwarzen Menschen in Deutschland kam? Wir erinnern uns an andere Opfer polizeilicher Gewalt, deren Tod nie aufgeklärt wurde: Mariame N‘Deye Sarr, Dominique Kumadio und Oury Jalloh.

Wir fragen: Wer ist der/die Nächste? Sollen wir wieder akzeptieren, dass die Erschießung einer Schwarzen Person durch die Polizei verharmlost und vertuscht wird und unaufgeklärt bleibt?

Wir fordern:

  • die lückenlose Aufklärung der Erschießung von Christy Schwundeck
  • ein ordnungsgemäßes und rechtstaatliches Gerichtsverfahren gegen die Polizeibeamten
  • Gerechtigkeit für Christy Schwundeck und all die anderen Opfer rassistischen Polizeiterrors und ein sofortiges Ende der rassistischen Angriffe auf Schwarze/People of Color Community!

Flyer als pdf: download

Für mehr Infos: www.initiative-christy-schwundeck.blogspot.com

Programm November 2011

Hier unser November-Programm als pdf. Die Print-Version gibt es im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

3. November 2011
18.00 // Café Dreizehn12: antifaschistisches Jugendcafé mit Kaffee, Kuchen, Workshops und Musik.
Jeden ersten Donnerstag im Monat, um 18:00 Uhr, im Klapperfeld. Veranstaltende: Jugendantifa Frankfurt (jugendantifafrankfurt.blogsport.de)

12. November 2011
12.00 Uhr // »Subbotnik – Bautag im Klapperfeld«
Liebe Heimwerker_innen, Besetzungs­techniker_innen und alle anderen, die Spaß am Bauen, Malern und Renovieren haben, kommt vorbei und lasst uns die Räume im Klapperfeld gestalten, verschönern und winterfest machen.

13. November 2011
14.30 Uhr // »Wem gehört die Stadt?«-Vernetzungstreffen:
Natürlich freuen wir uns immer über weitere Gruppen, Initiativen und natürlich auch Einzelpersonen aus dem Frankfurter Raum, die sich am Netzwerk beteiligen wollen. Also kommt vorbei! Weitere Infos: www.wemgehoertdiestadt.net

18. November 2011
21.00 Uhr // Live on Stage: Johnny Mauser
(www.johnnymauser.com) + Marie Curry (HH); Tunes: Hip Hop / Rap / Black | Die Einnahmen gehen an Menschen die im Zuge der Proteste gegen die Innenministerkonferenz von polizeilicher Repression betroffen sind. Für leckerste Cocktails und nettes Ambiente ist wie immer gesorgt. Ab geht‘s in die Rote Hilfe! Solidarität ist eine Waffe! Weitere Infos: frankfurt.umsganze.de

22. November 2011
22:00 Uhr // »Kleiner Barabend«
Es wird kalt sein, es wird grau sein – und wir laden euch trotzdem zu einem gemütlichen Barabendambiente ein. Zu gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleinen Speisen. (bis 1 Uhr)

Sonntag, 27. November 2011
14.00 Uhr // Ein Filmnachmittag mit Kaffee, Kuchen und Glühwein:
1968 setzte ein Essayfilm der einer argentinischen Gruppe neue Maßstäbe für das politische Kino: In Bild-Ton-Montagen von bis dato ungekannter Wucht prangert der Film neokoloniale Gewaltverhältnisse an und agitiert für eine revolutionäre Überwindung von Kapitalismus und imperialistischer Ausbeutung. Wir zeigen alle dreiTeile dieses faszinierenden Schlüsselwerks an einem Nachmittag. Nach jedem der (je etwas länger als eine Stunde dauernden) Teile gibt es eine Pause mit Kaffee, Kuchen, Glühwein und Zeit für Gespräche. Der Raum ist beheizt.

6. Dezember 2011
22:00 Uhr // »Wer-ist-eigentlich-dieser-Nikolaus« – Fuck-Stiefel!-Party.
Der Barabend für all diejenigen, die keine Lust auf Nüsse und Zitrusfrüchte in den Schuhen haben und auf warme alkoholische Getränke nicht verzichten möchten. (bis 1 Uhr)

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Schulklassen oder Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Geöffnet ist am ersten und dritten Donnerstag jeden Monats von 17 bis 19 Uhr.

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de