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Pressemitteilung, 25.04.2019: »Faites votre jeu!« beteiligt sich an bundesweiter Kampagne »100 Jahre gegen Abschiebehaft« –Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen im Klapperfeld und anderswo

Seit 100 Jahren werden in Deutschland Menschen inhaftiert, weil sie nicht die »richtigen« Papiere ­besitzen. Ihnen wird die Freiheit entzogen, nur damit sie abgeschoben werden können. Die Kampagne »100 Jahre gegen Abschiebehaft« macht im Jahr 2019 bundesweit auf diese Zustände aufmerksam. Schwerpunkt sind die Aktionstage vom 10.–12. Mai 2019 mit Kundgebungen vor deutschen Abschiebegefängnissen sowie eine Großdemonstration in Büren und Paderborn am 31. August 2019. In Rhein-Main gibt es bereits ab Ende April eine Reihe von Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne.

Auch die Initiative »Faites votre jeu!«, die im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld selbstverwaltetes Zentrum betreibt, beteiligt sich an der Kampagne. Maja Koster von »Faites votre jeu!« erklärte dazu: »Die bittere Notwendigkeit, der Kampagne ›100 Jahre gegen Abschiebehaft‹ zeigt sich unter anderem in den aktuellen Gesetzesverschärfungen des sogenannten Heimatministeriums und der Bundesregierung, die eine massive Ausweitung der Abschiebehaft zur Folge haben werden. Im Klapperfeld selbst, das in den letzten Jahrzehnten seiner Nutzung auch als Abschiebeknast genutzt wurde, sind die Spuren der Gewalt und des Unrechts, welche Menschen in Abschiebehaft angetan werden, noch sicht- und spürbar.«

Am Samstag, den 27. April 2019 wird im Klapperfeld um 18 Uhr der Dokumentarfilm »Möglichst freiwillig« (D 2018) gezeigt, der die Geschichte von Zijush erzählt, der mit seiner Familie im Alter von 13 Jahren »freiwillig« nach Mazedonien zurückkehren muss. Seine Freund*innen in Bremerhaven wollen das nicht akzeptieren. Der Dokumentarfilm thematisiert Fragen von Freundschaft, Schule, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien, Armut und Hoffnung. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Filmemacher*innen und Protagonist*innen.

Am Samstag, den 4. Mai 2019 um 17 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung »Raus von Hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam« im Klapperfeld statt. Die vom Arbeitskreis 2. Stock der Initiative »Faites votre jeu!« erarbeitete Dauerausstellung ist der Öffentlichkeit seit Januar 2015 regelmäßig zugänglich. Im 2. Stock befinden sich 16 Einzel- und 2 ­Sammelzellen, in denen in den letzten Jahrzehnten der Nutzung bis zur Schließung 2002 überwiegend Abschiebegefangene inhaftiert waren. Diese Zellen sind in dem Zustand belassen, in dem sie sich ­befanden, als »Faites votre jeu!« im Jahr 2009 das Gebäude als selbstverwaltetes Zentrum zu nutzen begann: Auf Türen, Wänden, Tischen und Stühlen sind Inschriften in über 30 Sprachen zu entdecken, welche die Inhaftierten in insgesamt fünf Jahrzehnten hinterlassen haben. Den Besucher*innen stehen Broschüren mit über 1.000 Übersetzungen zur Verfügung, die seit Anfang 2013 von zahlreichen Helfer*innen zusammengetragen wurden. Zusätzlich vermitteln die Stimmen der Übersetzer*innen in einer Audioinstallation einen akustischen Zugang zu den Inschriften. Darüber sind Hintergrund­informationen zur Ausstellung und zur Abschiebehaft bereitgestellt.

Neben den beiden Veranstaltungen im Klapperfeld finden im Rhein-Main-Gebiet eine Reihe weiterer Veranstaltungen statt, die dem angehängten Programm zu entnehmen sind.

»Faites votre jeu!« ruft aber auch zu den Kundgebungen und der Großdemonstration in Büren und Paderborn am 31. August 2019 auf. Maja Koster stellte abschließend klar: »Wir schließen uns den ­Forderungen der Kampagne ›100 Jahre gegen Abschiebehaft‹ uneingeschränkt an und fordern gemeinsam mit unseren Freund*innen ein Ende von Sondergesetzen und einer unkontrollierten behördliche Praxis, die ­Abschaffung der Abschiebehaft und die sofortige Schließung aller Abschiebeknäste! Beteiligt euch an den Kundgebungen und der Großdemonstration und organisiert eigene Aktionen.«

Weitere Informationen zur bundesweiten Kampagne »100 Jahre gegen Abschiebehaft« sowie allen Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen gibt es online auf: 100-jahre-abschiebehaft.de
 
 
Anhang:
Veranstaltungsübersicht der Kampagne ›100 Jahre gegen Abschiebehaft‹ im Rhein-Main-Gebiet (PDF)
(Veranstaltungsübersicht auf faitesvotrejeu.blogsport.de)
 
 
Pressemitteilung als PDF: download

»100 Jahre gegen Abschiebehaft« – Veranstaltungen im Klapperfeld & anderswo

Seit 100 Jahren werden in Deutschland Menschen inhaftiert, weil sie nicht die »richtigen« Papiere besitzen! Ihnen wird die Freiheit entzogen, nur damit sie abgeschoben werden können. Die Kampagne »100 Jahre gegen Abschiebehaft« macht im Jahr 2019 bundesweit auf diese Zustände aufmerksam. Schwerpunkt sind die Aktionstage vom 10.-12. Mai 2019 mit Kundgebungen vor deutschen Abschiebegefängnissen sowie eine Großdemonstration in Büren und Paderborn am 31.8.2019.

In Rhein-Main gibt es – unter anderem im Klapperfeld – bereits ab Ende April eine Reihe von Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne, hier eine Übersicht und der Flyer zum Download:


Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Samstag, den 27.04.19, 18:00 Uhr
Dokumentarfilm »Möglichst freiwillig« (D 2018) & Filmgespräch mit den Filmemacher*innen und Protagonist*innen
Ort: ehem. Polizei- und Abschiebegefängnis Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt

Zijush ist 13, als er und seine Familie »freiwillig« aus Deutschland nach Mazedonien zurückkehren müssen. Seine Freund*innen in Bremerhaven wollen das nicht akzeptieren. Ein Dokumentarfilm über Freundschaft, Schule, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien, Armut, Hoffnung.
Ein Film von: Allegra Schneider / Bernd Mathis / Dörthe Boxberg / Jean-Philipp Baeck / Selamet Prizreni
Ein Film mit: Christine Carstens / Rebal / Ali / Shengyül / Zijush … und vielen mehr.
Den Trailer und mehr Infos zum Film gibt’s hier.
Die Ausstellung »Raus von hier« zu den Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld ist vor dem Film von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Veranstaltet vom AK 2. Stock der Initiative »Faites votre jeu!« und dem Hessischen Flüchtlingsrat

Montag, den 29.04.19, 19:00 Uhr
Diskussionsveranstaltung »Politik der Abschiebehaft«
Ort: Osthafenforum im medico-Haus, Lindleystraße 15 (gegenüber Nr. 11), Frankfurt

Wie leben Menschen in Abschiebehaft? Was erwartet sie nach ihrer Abschiebung? Wie können wir Betroffene unterstützen?
Muzaffer Öztürkyilmaz vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. gibt einen Überblick über Abschiebehaft in Deutschland.
Ein*e Aktivist*in von Community for all aus Darmstadt präsentiert Stimmen aus dem Abschiebegefängnis Darmstadt-Eberstadt und berichtet über die dortigen Zustände.
Marcus Balzereit von medico international berichtet über die Situation von Betroffenen in Afghanistan und Westafrika.
Gemeinsam wollen wir Fragen zum Themenkom-plex Abschiebehaft beantworten und diskutieren, wie man die Betroffenen unterstützen kann.

Veranstaltet von medico international, Community for all Darmstadt, Rote Hilfe Frankfurt & AK 2. Stock

Samstag, den 04.05.19, 17:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung »Raus von Hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam«
Ort: Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt

Infos zur Ausstellung gibt’s hier.

Donnerstag, den 09.05.19, 19:00 Uhr
Film »Vol Spécial« (CH 2011, 103 min, franz. OmdU)
Ort: Pupille – Kino in der Uni, Studierendenhaus, Mertonstraße 26-28, Frankfurt

»Die Handschellen sind zu eng. Ich bin kein Verbrecher!« wiederholt Ragip mehrmals, während er von Polizeibeamten zum Flughafen gebracht wird, um nach 20 Jahren in der Schweiz in den Kosovo abgeschoben zu werden. Eine von vielen drastischen Szenen im Dokumentarfilm VOL SPÉCIAL, der über den Zeitraum von acht Monaten im Abschiebegefängnis Frambois bei Genf gedreht wurde. Still beobachtend zeigt der Film intime Portraits der Inhaftierten, ihre Aussichts- und Ratlosigkeit in Anbetracht der bevorstehenden Abschiebung und eine Gefängnisrealität, in der die scheinbare Menschlichkeit der Wärter zu einer Farce verkommt.
HINWEIS: Der Film beinhaltet gewaltvolle Szenen.
Vorfilm »Im Kreis. Afghanistan ist nicht sicher« (Dtl. / Griechl. / Afgh. 2018, 16 min)

veranstaltet vom AK 2. Stock der Initiative »Faites votre jeu!« und Pupille – Kino in der Uni

Samstag, den 11.05.19, ab 13 Uhr
Demonstration gegen den Abschiebeknast in Ingelheim
Auftaktkundgebung: 13 Uhr Schillerplatz Mainz

Für globale Bewegungsfreiheit! Weg mit allen Abschiebeknästen!

veranstaltet von Antira Mainz u.v.a.

Sonntag, den 12.05.19 ab 13:30 Uhr
Demonstration und Kundgebung am Abschiebeknast in Darmstadt-Eberstadt

Treffpunkt 13:30 Uhr in der Marienburgerstr/Ecke Pfungstädterstr. Nähe Bahnhof Darmstadt-Eberstadt
14:00 Uhr Demonstration zum Knast
14:30 Uhr Knastbeben: Musik, Reden und Grüße für die Gefangenen

Seit knapp einem Jahr ist der hessische Abschiebeknast nun in Betrieb. Zur Zeit noch für ca. 20 Gefangene soll der Knast für bis zu 100 Gefangene ausgebaut werden. Gleich im ersten Jahr gab es Hungerstreiks, unrechtmäßige Inhaftierungen, unzureichende medizinische Versorgung, schlechtes Essen, aber auch Ausbrüche und eine Abschiebeblockade. Begleitet wurde die Hungerstreiks von Desinformation, Lächerlichmachen und Verleugnen der Realität durch Polizei, Medien und Politik.
Doch die Proteste gegen den Abschiebknast und die Arbeit zur Unterstützung der Gefangenen gehen weiter. Der Knast ist keine lokale Angelegenheit, aus ganz Hessen werden dort Menschen zur sog. Sicherung der Abschiebung festgehalten und von dort auch abgeschoben.
Kommt zum Knastbeben am 12.05. und sagt nein zum Knast und zu Abschiebungen und schickt Kraft über die Mauer.

veranstaltet von Community for All Darmstadt

Programm April 2019

Di. 02.04.2019

»Faites votre jeu!«-Barabend

21.00 Uhr: Wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente.

Fr. 05.04.2019

Offene Werkstätten im DRCKKMPLX

Ab 17.30 Uhr: Dingdingding! Jeden ersten Freitag im Monat öffnet der DRCKKMPLX die Werkstätten im Klapperfeld-Keller. Ihr euch in der Hochdruckwerkstatt im Linolschnitt- und druck üben, in der Siebdruckwerkstatt nebenan könnt ihr mitgebrachte Textilien mit vorhandenen Motiven bedrucken (lassen). Alles gegen Spende.

Sa. 06.04.2019

Öffentliche Führung

17.00 bis 18.00 Uhr: Öffentliche Führung zum Klapperfeld und seiner Geschichte als Polizei- und Abschiebegefängnis an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Sa. 13.04.2019

Stahlträger-Soliparty

21.00 Uhr: Hallo Freund*Innen. Manchmal ist es gut, Partys zu feiern! Vor allem dann, wenn es eine Bandbreite von guten Dj*anes gibt, die es zu supporten gilt. Wenn dann auch noch Baukosten für kreative Projekte gedeckt werden können, gibt es gar keine Alternative mehr als den Knast zu dekorieren und einen Abend Abriss mit allen zu feiern, die Lust auf HipHop, Balkan und Techno haben. Viel Spaß mit »die Zelle«, »Djane Irinski« und »Sphere«!

So. 14.04.2019

Cobblestone Beach

16.00 Uhr: Es ist wieder soweit: Das Institut de Destabilisation lädt ein, bringt FreundInnen, Instrumente, Synthies, Bongos, Gitarren, Stimmbänder und mehr mit für ein gemeinsames, improvisiertes Wellenbad im Klang. What moves as a body, returns as the movement of thought.

Di. 16.04.2019

Konzert: Salò, Avale + Speedgirls

20.00 Uhr: Dienstagabendrock mit euren Lieblingen von der Olekranonkrew!
Hallo Hallo, hier kommen Salò! Noise Rock Garage Kraut Shit – angeblich vom Melmac, eigentlich aus Frankreich (romanokrangkingofdimensionxmagueule.bandcamp.com/album/sal-cbgcs-demo).
Bambule, Randale, hier kommen Avale! Hierbei handelt es sich um ein 1A Wave Punk Duo aus der französischen, beschaulichen Stadt Metz (avale666.bandcamp.com).
Außerdem am Start: Speedgirls, die RiotGrrrlRakete aus dem Saarland. Na hallihallo!
Kommt rum, des wedd e rundi Sach! Außer ihr seid Arschgeigen, dann bleibt daheim. Wir mögen Anitsemitismus, Rassismus, Sexismus genauso wenig wie LGBT-feindliche Attitüden.

Di. 23.04.2019

Konzert: Evil Cosby + Special Guest

Evil Cosby (evilcosby.bandcamp.com) sludge hardcore from milan italy. »The punks are back« um uns den eigentlich so langweiligen Dienstag zu versüßen.

Fr. 26.04.2019

Konzert: Antenna, Huelse + Symmetry Lover

21.00 Uhr: Taschentücher raus, jetzt wird geflennt! Die Emo-Indie-Pöbeljazz-Punk-Truppe Antenna (antennapunkband.bandcamp.com) aus Dörtchen ist zu Besuch. Und sie haben sogar noch zwei andere tolle Bands mit eingepackt. Nääääämlich:
Huelse (huelse.bandcamp.com) spielen emotionalen PunkPunkPunk aus Dillenburg, der uns an düstere EA80-Zeiten erinnert.
Symmetry Lover (symmetrylover.bandcamp.com, Dortmund) sind neu und gehen steil und schreien uns aus der Seele.
No Antisemitism, No Racism, No Sexism, No LGBT discrimination

Sa. 27.04.2019

Auftaktveranstaltung zu den Aktionstagen »100 Jahre gegen Abschiebehaft«

18.00 Uhr: Filmscreening »Möglichst Freiwillig« samt Gespräch mit Filmemacherin Allegra Schneider und zwei Protagonisten.
Zijush ist 13, als er und seine Familie »freiwillig« aus Deutschland nach Mazedonien zurückkehren müssen. Seine Freund*innen in Bremerhaven wollen das nicht akzeptieren. Ein Dokumentarfilm über Freundschaft, Schule, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien, Armut, Hoffnung.
45 Min., Dokumentarfilm, D 2018, Deutsch, Englisch und Romanes mit dt. Untertiteln | Ein Film von: Allegra Schneider, Bernd Mathis, Dörthe Boxberg, Jean-Philipp Baeck, Selamet Prizreni mit: Christine Carstens, Rebal, Ali, Shengyül, Zijush und vielen mehr.
Vor dem Film ist von 15 bis 18 Uhr die Ausstellung »Raus von hier« zu den Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld geöffnet.
Veranstaltende: AK 2.Stock (zweiterstock.klapperfeld.de) und Hessischer Flüchtlingsrat (fr-hessen.de)
Weitere Infos zu den zu den Aktionstagen: www.100-jahre-abschiebehaft.de
Flyer zu den Aktionstagen Rhein-Main: Flyer

Mo. 29.04.2019

Politik der Abschiebehaft

19.00 Uhr: Wie leben Menschen in Abschiebehaft? Was erwartet sie nach ihrer Abschiebung? Wie können wir Betroffene unterstützen?
Mit: Marcus Balzereit (Medico International), Muzaffer Öztürkyilmaz (Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.), ein*e Aktivist*in von Community for all aus Darmstadt
Gemeinsam wollen wir Fragen zum Themenkomplex Abschiebehaft beantworten und diskutieren, wie man die Betroffenen unterstützen kann.
Achtung nicht im Klapperfeld, Veranstaltungsort: Osthafenforum im medico-Haus, Lindleystraße 15, Frankfurt am Main
 
 

Was macht eigentlich das…?
… Bündnis »100 Jahre Abschiebehaft«!

Wer seid ihr und was macht ihr?

»100 Jahre Abschiebehaft« ist ein bundesweites Bündnis, das sich an alle richtet, die sich für Abschiebehaftgefangene einsetzen (wollen) und von einer Gesellschaft ohne Abschiebehaft träumen. Das Bündnis möchte an die Geschichte dieser inhumanen Praxis erinnern, aber auch heute ein politisches Statement dagegen setzen, dass Menschen in Folge ihres Passes in Gefängnisse gesperrt werden.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Im Jahr 2019 jährt sich die Einführung der Abschiebehaft in Deutschland zum 100. mal. Und auch das Klapperfeld in Frankfurt diente bis 2002 als Abschiebegefängnis. Einzelpersonen und Gruppen in und um »Faites votre jeu!« recherchieren Elemente der Geschichte des Klapperfelds als Polizeigewahrsam und als Abschiebegefängnis, die in Ausstellungen und Veranstaltungen mit Besucher*innen diskutiert werden. Aus diesem Grund gibt es am 4. Mai um 17 Uhr eine öffentliche Führung zum Thema »Klapperfeld als Abschiebegefängnis«. Am 27. April zeigen wir im Klapperfeld den Film »Möglichst Freiwillig!«.

Wie können interessierte euch erreichen?

Vom 10. bis 12. Mai finden bundesweit Aktionstage statt –auch im Rhein-Main-Gebiet! Wir laden alle zum Knastbeben gegen den Abschiebeknast in Darmstadt-Eberstadt ein, der seit letztem Jahr in Betrieb ist. Es ist geplant diesen inhumanen Ort zu erweitern.

Sagt am 12. Mai Nein zum Knast und zu Abschiebungen und schickt Kraft über die Mauer! Treffpunkt 13:30 Uhr – Marienburgerstr/Pfungstädterstr (Nähe Bahnhof Darmstadt-Eberstadt), anschließend Demo zum Knast mit Musik, Reden und Grüße für Gefangene.

Am 31. August findet in Büren eine bundesweite Demo statt, zu der es eine gemeinsame Anreise aus Frankfurt gibt!

100-jahre-abschiebehaft.de
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
Programm als PDF: download

Programm März 2019

Fr. 01.03.2019

Offene Werkstätten im DRCKKMPLX

Ab 17.30 Uhr: Dingdingding! Jeden ersten Freitag im Monat öffnet der DRCKKMPLX die Werkstätten im Klapperfeld-Keller. Nächster Termin ist der 1. Februar. Ihr könnt euch in der Hochdruckwerkstatt im Linolschnitt- und druck üben, in der Siebdruckwerkstatt nebenan könnt ihr mitgebrachte Textilien mit vorhandenen Motiven bedrucken (lassen). Alles gegen Spende. Wir machen so lange, bis wir keine Lust mehr haben oder der Strom ausfällt.

Sa. 02.03.2019

Öffentliche Führung

17.00 bis 18.00 Uhr: Öffentliche Führung zum Klapperfeld und seiner Geschichte als Polizei- und Abschiebegefängnis an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Sa. 09.03.2019

Konzert: Tics + Noseholes

21.00 Uhr: Mit den Tics (tics.bandcamp.com) aus Köln erwartet euch großartiger Post-Punk im weitesten Sinne, schnell und funky, manchmal dirty und noisy.
Noseholes (noseholes.bandcamp.com) aus Hamburg: Ist das Post-Punk, No Wave, Jazz-Punk, New Wave? Alles davon! Saxophon und anderes kommen da zum Einsatz. Mal catchy und funky, mal verstörend, Disco Disco, in der Nase popeln…geil!

So. 10.03.2019

Sonntags-Matinée: Hetze, Willxsmic + Schweigen ist Silber

16.00 Uhr (Einlass) / 17.00 Uhr (Beginn): Das ist ja prima! Endlich mal wieder eine Sonntags-Matinée mit Kaffee und lecki Kuchen!
Hetze (hetze.bandcamp.com) aus Antwerpen fegen euch mit ihrem powerviolencigen HC Punk die Kuchenkrümel aus den Haaren.
Willxsmic aus Straßburg. Drum‘n‘bass HxC Violence. Haltet eure Kaffeetassen fest, sonst werden die euch aus der Hand geballert.
Schweigen ist Silber kommen aus Frankfurt und sind so neu, dass sie weder auf Bandcamp noch auf Facebook gibt. Hier erwarten euch ein paar bekannte Gesichter und postpunkige Töne.

Fr. 15.03.2019

Solibarabend für das Bündnis #15MRZ

19.00 Uhr: Im Anschluss an unsere Aktionen anlässlich des Internationalen Tags gegen Polizeigewalt veranstalten wir einen Barabend und freuen uns über euer kommen!
Mehr auf: 15mrz.org/about/

Konzert: SA YUU (左右) + RONNIE & PETER

20.30 Uhr (Einlass) / 21.30 Uhr (Beginn): Sa Yuu (左右) (JP, sayuu.bandcamp.com) aus Yokohama sind irgendwo zwischen Post Punk und No Wave, Deerhoof und Young Marble Giants, Performance-Kunst und totaler Bescheuertheit anzusiedeln.
Ronnie & Peter (DE): Unsere zwei rollenden Klapperkoffer sind randvoll befüllt mit Geräuschen jeglicher Reste. Zusammengewürfelt aus Eigenbau-Instrumenten, rudimentärer Elektronik, wiederbelebten Objekten und etwas Wind aus Buchsbaum- und Dachlattenrohr.

So. 17.03.2019

Cobblestone Beach

16.00 Uhr: Es ist wieder soweit: Das Institut de Destabilisation lädt ein, bringt FreundInnen, Instrumente, Synthies, Bongos, Gitarren, Stimmbänder und mehr mit für ein gemeinsames, improvisiertes Wellenbad im Klang. What moves as a body, returns as the movement of thought.

Do. 21.03.2019

Konzert: Yacht Communism + Camel Moon

20.00 Uhr: Yacht Communism aus Berlin (yachtcommunism.bandcamp.com) – Dark Yacht Punk mit Leuten von Svffer, Henry Fonda, Dropout Patrol und Trompetenvogel Trondheim.
Camel Moon (camelmoon.bandcamp.com) aus Mannheim – Shoegaze, Psy Folk, Grunge.

Sa. 23.03.2019

Konzert: Sabot Noir, ­About Shelter, Frozen Man Syndrome + Torpid Kid

21.00 Uhr: Geballer im Keller: Sabot Noir (Dark-HC-Crust, München, sabotnoir.bandcamp.com), About Shelter (HC-Punk, Berlin, aboutshelter.bandcamp.com), Frozen Man Syndrome (CrustPunkScreamo, Gießen, frozen-man-­syndrome.bandcamp.com) & Torpid Kid (HC-Punk, Frankfurt, torpidkid.bandcamp.com). Alle vorher auf die Demo gegen Rassismus, Rechtsruck in Staat und Gesellschaft!

Soli-Barabend der Fußball AG des Roten Stern Frankfurt

21.00 Uhr bis 3.00 Uhr: Die Fußball AG des Roten Sterns Frankfurt (roterstern-ffm.de) bietet die Möglichkeit diskriminierungsfrei Fußball zu spielen und benötigt dafür Spenden für Material und Platzmiete. Unterstützt uns mit einem Besuch des Barabends!

Fr. 29.03.2019

Konzert: Molly Punch + Tom at the Farm

21.00 Uhr: Verehrte Mutzels, wir haben mal wieder eine kleine aber feine Grrrl-Punk-Explosion für euch im Angebot.
Molly Punch (mollypunch.bandcamp.com, Köln) kommen grungy cool daher. Das klingt wie eine Mischung aus Distillers, Tilt und L7 und erinnert uns an die glorreichen 90er.
Tom at the Farm (tomatthefarm.bandcamp.com, Gießen) ist ein brandneues Projekt von Menschen der ebenfalls tollen Band Fusel. Die beiden bringen uns halligen Lo-Fi Garage Punk mit.

Sa. 30.03.2019

Szenische Lesung: Wenn die Welt in Stücke fällt

19:30 Uhr: Anhand verschiedener Quellen beleuchten wir Themen wie Faschismus, Widerstand, Krieg und seine Folgen sowie ihre Bezüge zum Hier und Jetzt. Berlin Tegel, im Herbst 1944: Der 37 Jahre alte Jurist Helmuth James von Moltke, Mitglied der Führung des Kreisauer Kreises, wartet auf seinen Prozess vor dem Volksgerichtshof­ und auf seine Hinrichtung. Während seiner Haftzeit schreiben er und seine Frau Freya sich fast täglich Briefe. Der Briefwechsel ist vollständig erhalten. Wir setzen ihn szenisch um und ergänzen ihn um Auszüge aus relevanten zeitgenössischen und modernen Texten. Vi­deosequenzen, Toneinspielungen und kurze Spielszenen machen diese Zeit spürbar.
Dauer: 2 Stunden / Um Spenden wird gebeten / Veranstaltende: Freies Theater­ensemble »Das Moltke-Projekt« (moltkeprojekt.wordpress.com)
 
 

Was macht eigentlich der…?
… Umsonstladen!

Wer bist du und was machst du?

Ich bin der Umsonstladen im Klapperfeld. Ich bin eine umgebaute Zelle im Erdgeschoss und bei mir findet ihr kostenlos schicke Klamotten, manchmal aber auch Bücher und Spiele – je nachdem was Menschen in mir ablegen. Mein Leben ist also ein Geben und Nehmen.

Umsonstläden sind generell eine gute Idee und leider oft unbekannt. Eine befreundete Person, der das Konzept bisher unbekannt war, antwortete mal auf meine Vorstellung: »Ein Umsonstladen?! Das ist ja süß! Aber wird da nicht die ganze Zeit geklaut?!«

Was verbindest du mit dem Klapperfeld?

Neben meiner physischen Verankerung verbinde ich mit dem Klapperfeld die vielen tollen Menschen, die sich um mich kümmern und mich aufräumen (manchmal werde ich sogar gestaubsaugt!). Ganz besonders toll finde ich diejenigen, die Kleidung in meine Regale einsortieren und keine vollen Säcke in den Raum stellen. Vor Demos, nach einem Kälteeinbruch oder wenn es geregnet hat, werde ich im Übrigen besonders gut genutzt. Aber auch sonst bin ich eine Möglichkeit, um nicht immer neue Kleidung kaufen zu müssen und schone damit Umwelt und Geldbeutel.

Wie können interessierte dich erreichen?

Da mir schnell langweilig wird, freue ich mich über jeden Besuch. Am Besten, ihr besucht mich einfach mal im Erdgeschoss – Ihr findet mich auf der linken Seite im hinteren Teil des Flurs. Oder ihr kommt auf das Großplenum und schnappt euch die Monatsaufgabe »Umsonstladen aufräumen«. Mein Freund der Veranstaltungsraum hat mir gesagt, dass ich eine der beliebtesten Aufgaben bin!
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
Programm als PDF: download

Programm Februar 2019

Fr. 01.02.2019

Offene Werkstätten im DRCKKMPLX

Ab 17.30 Uhr: Dingdingding! Jeden ersten Freitag im Monat öffnet der DRCKKMPLX die Werkstätten im Klapperfeld-Keller. Nächster Termin ist der 1. Februar. Ihr könnt euch in der Hochdruckwerkstatt im Linolschnitt- und druck üben, in der Siebdruckwerkstatt nebenan könnt ihr mitgebrachte Textilien mit vorhandenen Motiven bedrucken (lassen). Alles gegen Spende. Wir machen so lange, bis wir keine Lust mehr haben oder der Strom ausfällt.

Sa. 02.02.2019

Öffentliche Führung

17.00 bis 18.00 Uhr: Öffentliche Führung zum Klapperfeld und seiner Geschichte als Polizei- und Abschiebegefängnis an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Konzert: ZAHRADA, I RECOVER + SLON

21.00 Uhr: Zahrada (zahrada.bandcamp.com) aus Nijmegen kommen wieder ins Klapperfeld! Zahrada besteht aus einer Supernova von Leuten, die in Bands wie The Smudjas, Het Brandt und Landverraad Musik machen oder gemacht haben. Wer auf Punk mit poppigen Einflüssen steht, sollte sich unbedingt reinziehen was da entstanden ist. Aber keine Sorge, die vier haben nicht so ein weiteres Poppunk-Ding hochgezogen. Da steckt dann manchmal auch Stoner, Rock und In-die-Fresse-Punk drin.
I Revover (irecoverhc.bandcamp.com) aus Köln waren Anfang des Jahres schonmal zu Besuch. Aber lindert nicht unsere Vorfreunde. Die vier sind definitiv in den 80gern hängengeblieben, finden wir aber ganz sympathisch. Das heißt: Die haben aus ihrem Proberaum eine Emo-hc-bom-be hervorgebracht, die sie bei uns zünden werden. Fett!
Auf den letzten Drücker kommen zu diesem Spektakel noch die tollen Menschen von Slon (slonpunx.bandcamp.com) vorbei! Gebt euch dieses Brett!

So. 03.02.2019

Männer müssen Männer sein!? Ein Workshop über Männlichkeit, Kritik und Handlungsperspektiven

13.00 bis 16.30 Uhr: Die herrschenden Vorstellungen von Geschlecht unterteilen die Menschen in zwei sich ausschließende Kategorien: Männer und Frauen. Dabei schafft diese Aufteilung Schubladen, in denen man sich den damit verbundenen Erwartungen entsprechend zu verhalten hat und die zudem nicht mal für alle gelebten Geschlechter überhaupt einen Platz bieten.
Im Workshop möchten wir uns damit auseinandersetzen, welche Erwartungen und Vorstellungen mit Männlichkeit verbunden sind und was für Auswirkungen dies auf Gesellschaft und Individuen hat. Zentrale Themen für eine kritische Analyse von Männlichkeit sind Gewalt, Homophobie und Frauenfeindlichkeit, untersucht wird aber auch nicht so offensichtliches Dominanz-Verhalten, wie beispielsweise stillschweigendes Nutzen von Privilegien.
Zudem möchten wir über das Konzept kritischer Männlichkeit sprechen und uns die Frage stellen, wie sich Männlichkeitskritik nicht nur theoretisch entwickeln, sondern für den eigenen Alltag und die politische Praxis nutzbar machen lässt.
Der Pädagoge Marc Brandt ist zu dem Thema in der politischen Bildungsarbeit sowie in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Er wird aufzeigen, wie Herrschaftsansprüche, gesellschaftliche Einengungen und Erwartungen an Gender in Frage gestellt werden können. Die eigene Männlichkeit ist veränderbar – und auch die sozialen, ökonomischen und politischen Umstände, unter denen alle leiden.
Der Workshop des Roten Stern FFM e.V. ist kostenlos und offen für alle Genderidentitäten. Meldet euch bitte für den Workshop an: kritischemaennlichkeit[ät]fantasymail[punkt]de
Am Anschluss an den Workshop gibt es Kaffee und Kuchen in der Sushibar.
Der Rote Stern Frankfurt e.V. ist ein emanzipatorisches und selbstorganisiertes Sport- und Kulturprojekt. Weitere Infos findet ihr online unter: roterstern-ffm.de

Sa. 09.02.2019

Regionales Vernetzungs­treffen zur Vorbereitung der Aktionswoche »100 Jahre gegen Abschiebehaft«

14.00 Uhr: 2019 jährt sich die Eröffnung des ersten deutschen Abschiebeknasts zum einhundertsten Mal – dies soll auf keinen Fall unkommentiert geschehen. Deswegen hat sich ein bundesweites Bündnis unter dem Label »100 Jahre gegen Abschiebehaft« gegründet, um sowohl eine bundesweite Aktion (am 31.08. in Büren) zu organisieren, als auch dezentral Aktionen in Rahmen einer Aktionswoche im Mai anzustoßen. Wenn ihr als Einzelpersonen oder Gruppen Lust habt, euch an Aktionen zu beteiligen, oder selbst Ideen für Veranstaltungen habt, kommt vorbei! Solltet ihr Interesse haben, aber nicht kommen können, schreibt an zweiterstock[ät]klapperfeld[punkt]de, dann halten wir euch auf dem Laufenden.
Weitere Infos: 100-jahre-abschiebehaft.de

Fr. 15.02.2019

Konzert: Mala Herba, Velvet Coat + Amigos del Autobus

21.00 Uhr: Mala Herba (malaherba.bandcamp.com, Queer Synthwave Witchcraft aus Wien, ) hynotisiert uns mit ihrer kräftigen Stimme, romantischen Synthiemelodien und starken Beats.
Velvet Coat (velvetcoatmusic.bandcamp.com, New Wave aus Offenbach) erschafft eine düstere atmosphärische Klanglandschaft in der wir tanzen wollen. Eine gute Mischung aus Stimme, Synthies und Gitarre.
Amigos del Autobus (Synthpop aus FFM) sind gerade frisch geschlüpft ! Popig und Fetzen!

So. 17.02.2019

Cobblestone Beach

16.00 Uhr: Es ist wieder soweit: Das Institut de Destabilisation lädt ein, bringt FreundInnen, Instrumente, Synthies, Bongos, Gitarren, Stimmbänder und mehr mit für ein gemeinsames, improvisiertes Wellenbad im Klang. What moves as a body, returns as the movement of thought.
 
 

Was macht eigentlich die…?
… Olekranonkrew!

Wer seid ihr und was macht ihr?

High Kicks, Mackerei und krasses Rumgeschubse finden wir blöd und deswegen haben wir eine DIY-Konzertgruppe gegründet, welche anfänglich zufällig nur aus Frauen bestand. Darauf legen wir mittlerweile ziemlich viel Wert und werden immer größer. Wir wollen ein bisschen Vielfalt in den männerdomierten Konzertbetrieb bringen und versuchen Bands mit Frauen* einzuladen. Bands mit freien Oberkörpern und prolligem Gehabe werdet ihr auf unseren Konzerten nicht finden. Stattdessen Punk, Screamo, Hardcore oder Wave-Bands mit politischer Attitüde und leckere Bowle. Dabei versuchen wir eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und einen Raum, in dem sich Alle wohlfühlen können.

Um Personen zu unterstützen, die von Repression oder Brandschäden betroffen sind, machen wir auf unseren Konzerten auch gerne Soli-Stände.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Wir sind sehr froh, dass wir hier Konzerte veranstalten und dafür die entsprechenden Räumlichkeiten nutzen können. Dabei ist uns das Klapperfeld sehr an unsere Herzen gewachsen. Zum einen weil hier tolle Menschen einen ganz fantastischen Ort schaffen und zum anderen, können wir hier unsere DIY-Attitüde ausleben. Bei jedem Konzert bekommen die Bands eine eigene Führung durch die Ausstellung im Haus, damit sie die Möglichkeit haben sich mit der Geschichte vom Klapperfeld auseinandersetzen zu können. Wir bringen uns in die Gestaltung des Hauses ein und putzen nach jedem Konzert vorbildlich.

Wie können interessierte euch erreichen?

Wir sitzen regelmäßig auf dem Plenum. Ihr findet uns bei facebook oder könnt uns eine Mail schreiben an olekranonkrew[ät]web[punkt]de oder unsere Konzerte besuchen, die ein- bis zweimal im Monat stattfinden. Sprecht uns gerne an!
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
Programm als PDF: download

Programm Januar 2019

Fr. 04.01.2019

DRCKKMPLX öffnet die Werkstätten im Klapperfeldkeller

Ab 17.30 Uhr könnt ihr euch in der Hochdruckwerkstatt im Linolschnitt- und druck üben, in der Siebdruckwerkstatt nebenan könnt ihr mitgebrachte Textilien mit vorhandenen Motiven bedrucken (lassen). Alles gegen Spende. Und es gibt Glühwein. Wir machen so lange, bis wir keine Lust mehr haben oder der Strom ausfällt.

Sa. 12.01.2019

Soliparty: Cats against Repression

22.00 bis 6.00 Uhr: Polizeigewalt und Repression betreffen uns alle. Unter anderem sind finanzielle Folgen ein Mechanismus der Repression, die lange wirkt. Das mindeste, was wir solidarisch tun können ist TANZEN TANZEN TANZEN, und natürlich darauf anstoßen, dass wir aufeinander zählen können.
Mit: Crime Mary (Dancehall / Hip Hop), Fatehma Fatosch (Darkwave / Techno) & City Girls (Female*Hip Hop) (offenbachsolidarisch.blogsport.eu)

Do. 17.01.2019

Konzert: Grind smoke die!

20.00 Uhr: Discomfort of Existence (Two Piece Powerviolence from St. Gallen, doe420.bandcamp.com) & Purulent Cerumen (Two Piece Mincegore/Grind from Krefeld & Offenbach, purulentcerumen.bandcamp.com)

Fr. 18.01.2019

Barabend der Olekranonkrew

21.00 Uhr: Die Olekranonkrew laden an diesem Tag zum Barabend ein. Die Küche im Klapperfeld braucht Unterstützung, also kommt und trinkt mit uns. Es wird Spannendes, Spiel und keine Schokolade (oder vielleicht auch doch?!) geben. Lasst euch überraschen und schaut vorbei. Kitchen for the kitchen!

Sa. 19.01.2019

Soliparty für einen Genossen im Knast

22.00 Uhr: Trash & Techno

So. 20.01.2019

Cobblestone Beach

16.00 Uhr: Endlich ist es wieder soweit: Bringt Freund*innen, Musikinstrumente, Effekte, Synthesizer und elektroakustische Klangskulpturen mit für ein kommunal improvisiertes Wellenbad bei Cobblestone Beach im Keller des Klapperfeld! Kontakt: cobblestonebeach[ät]protonmail[punkt]com

Mo. 21.01.2019

Vorstellung der Anti-Repressions-Gruppen

19.00 Uhr:Es stellen sich die Gruppen vor, die in der Region zum Thema Repression arbeiten. Unter anderem mit der Roten Hilfe (rhffm.blackblogs.org), dem Ermittlungausschuss Frankfurt (EA, www.ea-frankfurt.org).

Di. 03.02.2019

Männer müssen Männer sein!? Ein Workshop über Männlichkeit, Kritik und Handlungsperspektiven

13.00 bis 16.30 Uhr: Die herrschenden Vorstellungen von Geschlecht unterteilen die Menschen in zwei sich ausschließende Kategorien: Männer und Frauen. Dabei schafft diese Aufteilung Schubladen, in denen man sich den damit verbundenen Erwartungen entsprechend zu verhalten hat und die zudem nicht mal für alle gelebten Geschlechter überhaupt einen Platz bieten.
Im Workshop möchten wir uns damit auseinandersetzen, welche Erwartungen und Vorstellungen mit Männlichkeit verbunden sind und was für Auswirkungen dies auf Gesellschaft und Individuen hat. Zentrale Themen für eine kritische Analyse von Männlichkeit sind Gewalt, Homophobie und Frauenfeindlichkeit, untersucht wird aber auch nicht so offensichtliches Dominanz-Verhalten, wie beispielsweise stillschweigendes Nutzen von Privilegien.
Zudem möchten wir über das Konzept kritischer Männlichkeit sprechen und uns die Frage stellen, wie sich Männlichkeitskritik nicht nur theoretisch entwickeln, sondern für den eigenen Alltag und die politische Praxis nutzbar machen lässt.
Der Pädagoge Marc Brandt ist zu dem Thema in der politischen Bildungsarbeit sowie in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Er wird aufzeigen, wie Herrschaftsansprüche, gesellschaftliche Einengungen und Erwartungen an Gender in Frage gestellt werden können. Die eigene Männlichkeit ist veränderbar – und auch die sozialen, ökonomischen und politischen Umstände, unter denen alle leiden.
Der Workshop des Roten Stern FFM e.V. ist kostenlos und offen für alle Genderidentitäten. Meldet euch bitte für den Workshop an: kritischemaennlichkeit[ät]fantasymail[punkt]de
Am Anschluss an den Workshop gibt es Kaffee und Kuchen in der Sushibar.
Der Rote Stern Frankfurt e.V. ist ein emanzipatorisches und selbstorganisiertes Sport- und Kulturprojekt. Weitere Infos findet ihr online unter: roterstern-ffm.de
 
 

In eigener Sache

Ausstellungen im Klapperfeld bleiben am Samstag, den 29.12.2018 und am 05.01.2019 geschlossen

Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« bleiben am Samstag, den 29.12.2018 und am 05.01.2019 geschlossen. Auch die öffentliche Führung im Januar findet nicht statt. Die Ausstellungen sind am Samstag, den 12.01.2019 wieder wie gewohnt geöffnet.

»Faites votre jeu!« erklärt sich ­solidarisch mit den von Brand­anschlägen betroffenen Wohn­projekten und verurteilt die seit Monaten andauernde Hetze gegen linke Projekte und Strukturen

Zwischen September und Dezember diesen Jahres kam es bisher zu nicht weniger als acht Brand­anschlägen auf linke Projekte im Rhein-Main-Gebiet. Die Initiative »Faites votre jeu!« erklärt sich solidarisch mit den von Brandanschlägen betroffenen Wohnprojekten und verurteilt die seit Monaten andauernde Hetze gegen linke Projekte und Strukturen. Unsere Pressemitteilung vom 09.12.2018 dazu findet ihr hier.
 
 

Was macht eigentlich das…?
… Fotolabor!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Vor ca. einem dreiviertel Jahr haben wir uns entschieden, das ziemlich eingestaubte Fotolabor im Klapperfeld zu entstauben und erneut zum Laufen zu bringen. Wir – das sind im engeren Sinne Mateus und Falk. Im weiteren Sinne haben uns aber schon einige andere Menschen besucht, um gemeinsam analoge Bilder zu entwickeln.

Wir begeistern uns beide für die analoge Fotografie und sind froh nun auch einen Ort gefunden zu haben an dem wir Negative entwickeln, Abzüge von diesen machen und uns über unsere Motive und Gedanken zur Fotografie austauschen können.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Das Klapperfeld eröffnet innerhalb Frankfurts einen ziemlich einzigartigen Freiraum für kulturelle Interessen, die keiner kommerziellen Logik folgen. Gleichzeitig ist es ein Ort für kritische Geschichtsarbeit, für politischen Dialog und die Formulierung tiefgreifender Gesellschaftskritik. Diese Anliegen prägen auch unseren Umgang mit Fotografie.

Zur eigenen Produktion von Bildern gehört für uns immer auch eine kritische Reflektion des Mediums Fotografie und der eigenen Rolle als Fotograf*in dazu. Fotografie ist niemals wertfrei oder objektiv, sie eröffnet aber lenkt zeitgleich auch gesellschaftliche Diskurse. Sie konstruiert oder dekonstruiert Meinungen und Stereotype. Was kann sie aufzeigen und wann macht sie taub? Wie können und wollen wir sie somit nutzen und was müssen wir dabei bedenken. Diese Fragen und auch Zweifel am Medium möchten wir im Fotolabor mitdenken und diskutieren.

Wie können interessierte euch erreichen?

Ihr erreicht uns über: fotolabor-klapperfeld[ät]gmx[punkt]de oder auf dem monatlichen Großplenum.
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
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Pressemitteilung, 09.12.2018: »Faites votre jeu!« erklärt sich solidarisch mit den von Brandanschlägen betroffenen Wohnprojekten und verurteilt die seit Monaten andauernde Hetze gegen linke Projekte und Strukturen

Zwischen September und Dezember diesen Jahres kam es zu nicht weniger als fünf Brand­anschlägen auf linke Projekte im Rhein-Main-Gebiet. Dabei brannte im September das Wohn­projekt Knotenpunkt in Schwalbach im Taunus vollständig aus. Von weiteren Brandstiftungen waren im November das seit über 35 Jahren besetzte Haus In der AU und das ebenfalls im Frankfurter Stadtteil Rödelheim gelegene Wohnprojekt Assenland betroffen. Zum bislang letzten Brandanschlag kam es am 3. Dezember in der Schwarzen 79 in Hanau, bei dem ein als Garten­laube genutzter Bauwagen durch ein gelegtes Feuer schwer beschädigt wurde (siehe auch: fr.de/rhein-main/kriminalitaet/anschlaege-in-hessen-brandserie-bei-linken-projekten-a-1632931).

Matthias Schneider von »Faites votre jeu!« zeigt sich in Anbetracht der Anschläge entsetzt: »Wir sind erschrocken und bestürzt über die Brutalität mit der sich die Täter*innen seit September offensichtlich gezielt Wohnprojekte für ihre Anschläge ausgesucht haben. Dabei grenzt es an ein Wunder, dass bisher keine ­Menschen verletzt wurden.«

Bisher konnten keine Täter*innen ermittelt werden. Maja Koster, ebenfalls aktiv bei »Faites ­votre jeu!«, ordnet die Ereignisse ein: »Auch ohne die Täter*innen zu kennen, ist eines nicht zu bestreiten: Alle Anschläge richten sich ganz offensichtlich gegen Wohnprojekte, die Alternativen zum ­kapitalistischen Mietwahnsinn aufzeigen und für eine dezidiert linke Praxis stehen.«

Für die Initiative »Faites votre jeu!« ist es deshalb wichtig, die Brandanschläge in einen sich ­zuspitzenden gesellschaftlichen Rechtsruck einzuordnen. Rechte und ­menschenfeindliche ­Ideologie sind elementarer Bestandteil der sogenannten Mitte geworden. In Frankfurt und ­Hessen lässt eine Koalition aus FPD, CDU und AfD keinen Moment unversucht, linke Projekte und Strukturen zu diffamieren und zu kriminalisieren: Anlässlich der Veröffentlichung des hessischen Verfassungsschutzberichtes 2017 im Juli 2018 forderte der hessische Innenminister Peter Beuth, der zwischen der Stadt Frankfurt und den Klapperfeld-Nutzer*innen geschlossene und seit Jahren gültige Nutzungsvertrag solle »nicht einfach hingenommen werden«. Die Frankfurter AfD machte derweil mobil gegen die AU und forderte die Besetzung »­unverzüglich zu beenden«. Die Frankfurter CDU stimmte in den Kanon ein und rief lautstark dazu auf, den ­angeblich »rechtlosen Zustand« in der AU zu beenden. Auch die FDP und ihre Law-and-Order-­Fachkraft Uwe Schulz – der im Magistrat ganz im Sinne neuer und alter Rechter gerne von sogenannten »Gutmenschen« fabuliert – wollte die Manege nicht anderen Hetzer*innen überlassen. So forderte er unter anderem, dass sowohl »das Mietverhältnis mit den Betreibern des Café Exzess schnellstmöglich gekündigt und zum anderen das ehemalige Polizeigefängnis geräumt wird«. Und während die ­Hessen-FDP im Landtagswahlkampf das »Gesetz des Staats« auf ihren Plakaten beschwor, nahmen Schulz und seine Parteikolleg*innen das Gesetz lieber selbst in die Hand und schritten zur Tat: Am Klapperfeld übermalten sie ein ihnen nicht genehmes polizeikritisches Graffito.

Im Kontext der Kampagne gegen linke Zentren und Strukturen bezieht Maja Koster Stellung zu den Anschlägen: »Uns ist klar, dass Nazis keine Gründe brauchen, um alles, was nicht in ihr Weltbild passt, ­anzugreifen. Trotzdem sind wir uns sicher, dass die jüngsten Anschläge auf linke Wohnprojekte im Rhein-Main-Gebiet nicht vom Himmel fallen. Die Täter*innen, die mit Brandanschlägen auf Wohnprojekte auch den Tod von Menschen billigend in Kauf nehmen, fühlen sich mit Sicherheit davon ermutigt, wenn sie vernehmen, der Vertrag für unser Zentrum solle nicht einfach hingenommen werden‹ oder die Besetzung der AU sei unverzüglich zu beenden‹. Auch die ganz praktische Intervention der FDP ist in diesem Kontext als Handlungsaufforderung an Nachahmer*innen zu verstehen, die vielleicht statt Pinsel eben mal einen Brandsatz zur Hand nehmen. Die Hetzer*innen aus FDP, CDU und AfD machen sich jedenfalls mit den zündelnden Nazis gemein und sind als geistige Brandstifter*innen ebenso verantwortlich für die Taten und ihre Folgen wie die Täter*innen selbst.«

Abschließend stellt Matthias Schneider klar: »Wir erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit allen ­betroffenen Menschen und den angegriffenen linken Projekten. Wir werden uns von rechter Hetze und Gewalt nicht einschüchtern lassen. Alle Menschen, die für eine befreite Gesellschaft kämpfen, rufen wir dazu auf, sich Nazis und ihren – vermeintlich bürgerlichen – Unterstützer*innen aktiv entgegenzustellen.«
 
 
Pressemitteilung als PDF: download

Ausstellungsöffnungszeiten um den Jahreswechsel

BITTE BEACHTEN: Am Samstag, den 5. Januar 2019, bleiben die Dauerausstellungen im Klapperfeld ausnahmsweise geschlossen. Am 22. und 29. Dezember 2018 sind sie regulär von 15 bis 18 Uhr geöffnet und wir freuen uns über zahlreiche Besucher*innen.


PLEASE NOTE: On Saturday, January 5th, 2019, the permanent exhibitions at Klapperfeld will remain closed. On December 22nd as well as December 29th, 2018, they will be open from 3 to 6pm as usual and we will be happy to welcome numerous visitors.