Archiv der Kategorie 'Pressemitteilungen'

Pressemitteilung, 11.02.2013 – Großes Interesse an Gastausstellung »EUropäische Grenzen« – Die Schau ist noch bis zum 15. Februar im ehemaligen Abschiebegefängnis Klapperfeld zu sehen

Am 17. Januar öffnete die Ausstellung »EUropäische Grenzen: : Traces to and through Europe« im Klapperfeld ihre Türen: Seither besuchten über 850 Personen die Ausstellung im ehemaligen Frankfurter Abschiebegefängnis und die begleitend stattfindenden Lesungen, Diskussions­runden und Filmvorführungen.

Die Ausstellung sowie das umfangreiche Begleitprogramm thematisieren die Auswirkungen europäischer Migrationspolitik. Kernstück der Ausstellung ist eine Fotoreihe über die Mittelmeerinsel Lampedusa und deren Schiffsfriedhof, auf dem sich die Boote stapeln, mit denen Menschen nach Europa zu gelangen versuchten. Die Fotoreihe wird ergänzt durch Bilder zur Situation von sogenannten »Illegalen« in Calais, durch die Ausstellung »Traces from Lesvos through Europe« des Netzwerks Welcome to Europe sowie durch Radiofeatures und Kurzfilme. Auch der ehemalige Abschiebetrakt des Gefängnisses, der noch bis vor zehn Jahren genutzt wurde, ist zugänglich und für die meisten BesucherInnen besonders eindrucksvoll.

Nun gehen Ausstellung und Begleitprogramm in die letzte Woche:
Am Dienstag, den 12. Februar findet um 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel »Migration, Arbeit und ­institutionelle Ausgrenzung« statt (ebenfalls im Klapperfeld). Experten berichten dabei von ihrer gewerkschaftlichen Arbeit und die Soziologin Agnieszka Satola geht auf den Zusammenhang von staatsbürgerschaftlichem Status, Geschlecht und Arbeitsbedingungen ein. Am Freitag, 15. Februar schließt die Veranstaltungsreihe um 18 Uhr mit einer Finissage am Ausstellungsort: Der Ethnologe Gilles Reckinger liest aus seinem neuen Buch »Lampedusa. Begegnungen am Rande Europas«.

Die Ausstellung ist noch geöffnet am Mittwoch, 13. Februar von 10 – 13 Uhr sowie am Donnerstag, 14. Februar von 17 – 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Ausstellung »Europäische Grenzen: Traces to and through Europe«, ehemaliges Polizei- und Abschiebegefängnis ­Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt am Main. Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Weitere Informationen finden sich unter: grenzen.klapperfeld.de
Pressekontakt: Katharina Vester | Telefon: 0163 9401683 | E-Mail: grenzen@klapperfeld.de

 
 
Anhang:
Fotografien der Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« zur freien Verwendung im Rahmen der Bericht­erstattung (Quellenangabe: EUropäische Grenzen); Download: grenzen.klapperfeld.de/fotos_ ausstellung.zip
Fotografien des Schiffsfriedhofs auf Lampedusa zur freien Verwendung im Rahmen der Bericht­erstattung (Quellenangabe: ­LOVIS e.V.); Download: grenzen.klapperfeld.de/fotos_ lampedusa.zip
 
 
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17.01. bis 15.02.2013: Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Pressemitteilung, 14.01.2013 – Ausstellungseröffnung und Auftakt zur Veranstaltungsreihe »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« am 17. Januar 2013 um 20.00 Uhr im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Das Projekt »Traces to and through Europe« widmet sich verschiedenen Aspekten von Grenzverläufen in und um Europa. ­Menschen ohne Unionsbürgerschaft stoßen in der EU immer wieder auf Grenzen: Der Weg übers Meer, die Einreise per Flugzeug oder über den Landweg ist oft nur der Auftakt einer langen Reise, auf der Menschen unter prekären Bedingungen und unter beständiger Angst vor Verfolgung, Repression und Ausschluss leben müssen. Immer wieder sind sie mit Grenzen konfrontiert, die (auch) den europäischen Alltag durchziehen.

Eine Ausstellung im ehemaligen Polizei- und Abschiebegefängnis in der Klapperfeldstraße 5 thematisiert diese Grenzverläufe, ihre Auswirkungen und die Bedingungen europäischer Migrationspolitik. Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet die Möglichkeit zur tiefergehenden Auseinandersetzung. Kernstück der Ausstellung ist eine Fotoreihe über die Mittelmeerinsel Lampedusa. Dort gibt es einen Schiffsfriedhof, auf dem sich die Boote stapeln, mit denen Menschen nach Europa zu gelangen versuchten. Die Fotoreihe wird ergänzt durch Fotos zur Situation von Illegalisierten in Calais, durch die Ausstellung »Traces from Lesvos through Europe« des Netzwerks Welcome to Europe sowie durch Radiofeatures und Kurzfilme. Auch der ehemalige ­Abschiebetrakt des Gefängnisses, der noch bis vor 10 Jahren genutzt wurde, wird zugänglich sein.

Begleitet wird die Ausstellung von einer Reihe aus zwölf Veranstaltungen: An verschiedenen Orten der Stadt finden Diskussions­runden, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen statt. »Damit möchten wir über die Ausstellung hinaus die Hintergründe und Zusammenhänge europäischer Grenz- und Migrationspolitik thematisieren und das überaus komplexe Thema von verschiedenen Seiten angehen«, meint Goetz Herrmann, einer der Intitator_innen des Projekts. »Deshalb haben wir ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt und Geflüchtete, Aktivist_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus verschiedensten Orten eingeladen.«

So auch die Regisseurin Alexandra D‘Onofrio und den Journalisten Gabriele Del Grande: Beide reisen zur Eröffnungsveranstaltung am 17. Januar extra aus Mailand an, um ihre drei Kurzfilme zu präsentieren. Die Filme erzählen die Geschichten von Abschiebe­häftlingen und ihren Angehörigen – vom Alltag im Abschiebegefängnis, von der Abschiebung selbst und von Widerstands­versuchen. Eine Woche später folgt eine Lesung mit Zekarias Kebraeb, der aus seinem Buch »Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn« liest, in dem er von seiner Flucht aus Eritrea berichtet. In den anschließenden drei Wochen folgen mehrere Veranstaltungen, bei denen das Themenspektrum von der europäischen Internierungs- und Abschiebepraxis bis hin zur Bedeutung von illegalisierten Menschen für die europäische Wirtschaft reicht. Auch auf die konkrete Situation in Frankfurt soll eingegangen werden: So gibt etwa ein Stadtrundgang entlang symbolischer Orte Einblicke in die Lebensumstände von Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus. Über mehrere Stationen im Zentrum Frankfurts können Teilnehmende erfahren, wie verankert und dennoch oft unsichtbar institutionelle Diskriminierung von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist.

Maja Koster von der Initiative Faites votre jeu!, die das Klapperfeld seit 2009 als selbstverwaltetes Zentrum nutzt, freut sich über das Projekt: »Wir hoffen, dass durch die Ausstellung und das begleitende Programm eine breitere Öffentlichkeit für diesen ­Themenkomplex geschaffen wird. In den Zellen des noch bis 2003 als Abschiebeknast genutzten Klapperfelds wird sichtbar, unter welch miserabelsten ­Bedingungen Menschen auch mitten in Europa leben müssen. Die Ausstellung und das Begleitprogramm machen zudem deutlich, was sich an den sogenannten Außengrenzen und darüber hinaus abspielt.«

Weitere Informationen sowie das gesamte Begleitprogramm findet sich unter: grenzen.klapperfeld.de
Pressekontakt: Katharina Vester | Telefon: 0163 9401683 | E-Mail: grenzen[ät]klapperfeld.de

 
 
Öffnungszeiten der Ausstellung

17. Januar bis zum 15. Februar 2013
Samstag & Sonntag: 15 – 18 Uhr

Außerdem an folgenden Tagen:
Do., 17. Januar: 17 – 20 Uhr (Ausstellungeröffnung, um 20 Uhr Auftaktveranstaltung)
Di., 22. Januar: 17 – 20 Uhr | Do., 24. Januar: 10 – 13 Uhr | Di., 29. Januar: 17 – 20 Uhr | Mi., 30. Januar: 10 – 13 Uhr | Mo., 4. Februar: 17 – 20 Uhr | Do., 7. Februar: 10 – 13 Uhr | Mi., 13. Februar: 10 – 13 Uhr | Do., 14. Februar: 17 – 20 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht!
 
 
Anhang:
Flyer zur Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe«
Fotografien des Schiffsfriedhofs auf Lampedusa zur freien Verwendung im Rahmen der Bericht­erstattung (Quellenangabe: LOVIS e.V.); Download: grenzen.klapperfeld.de/fotos_ lampedusa.zip
 
 
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17.01. bis 15.02.2013: Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Pressemitteilung 27.09.2012: »Im Land der Frühaufsteher« – Lesung und Ausstellungseröffnung am 10. Oktober 2012 im Klapperfeld

Die Comic-Reportage »Im Land der Frühaufsteher« der Berliner Künstlerin Paula Bulling erzählt in einprägsamen und kunstvollen Bildern über die Lebenswirklichkeit von Flüchtlingen in Deutschland. Am Mittwoch, den 10. Oktober um 19 Uhr wird Paula Bulling im Rahmen der GegenBuchMasse ihr Comicdebüt in einer bebilderten Lesung gemeinsam mit dem Filmemacher Maman Salissou Oumarou vorstellen. Oumarou ist sowohl Protagonist des Buches als auch kritischer Begleiter seiner Entstehung gewesen. Im Anschluss an die Lesung wird die neue Sonderausstellung im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld eröffnet, die bis zum 28. Oktober die Original-Zeichnungen aus im »Land der Frühaufsteher« zeigt.

»Im Land der Frühaufsteher« ist eines der meist beachteten deutschen Graphic-Novel-Debüts des Jahres 2012. Paula Bulling hat im Laufe mehrerer Jahre die Flüchtlingspolitik in Sachsen-Anhalt in etlichen Gesprächen und ­Begegnungen mit Asyl­bewerber_innen in Halle, Halberstadt und Möhlau (Wittenberg) dokumentiert. In sieben Kapiteln erzählt sie vom Leben in Asylbewerber_innenheimen, alltäglichem Rassismus, dem Tod eines Flüchtlings und auch von der Suche nach einer ­angemessenen erzählerischen Haltung als weiße Künstlerin. Um bewusst mit der Sprache der Geflüchteten umzugehen, überarbeitete sie den gesprochenen Text im Buch gemeinsam mit Noel Kaboré, der selbst als Figur vorkommt.

Zu ihrem Interesse befragt, sich mit Flüchtlingspolitik auseinanderzusetzen und dies in einem Comic umzusetzen sagte Paula Bulling: »Mich interessiert das Naheliegende. Flüchtlingspolitik wird direkt vor unserer Tür gemacht und gleichzeitig zeigt sich darin die ganze Verstricktheit und Brutalität der globalisierten Welt. Ich bin durch eine Reise nach Syrien und den Kontakt zu syrischen Menschen­rechtsaktivist_innen, die in Deutschland Asyl suchen, mit dem Thema in Berührung gekommen. Das erste Flüchtlingsheim, das ich durch eine Initiative von The Voice Refugee Forum besucht habe, war Katzhütte in Thüringen. Die Zustände dort sind erschreckend, danach hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Dass aus der Beschäftigung damit ein Comic wird, hat sich erst nach und nach herauskristallisiert.«

Neben den Originalen werden in der Ausstellung einige von Paula Bullings Zeichnungen als großformatige Projektionen zu sehen sein. Darüber hinaus informieren Texttafeln über Hintergründe und die Künstlerin. Maja Koster von der Initiative »Faites votre jeu!«, die das Klapperfeld seit 2009 als selbstverwaltetes Zentrum betreibt, äußerte sich erfreut über die kommende Ausstellung mit Paula Bulling: »Wir freuen uns, dass die Originale aus ›Im Land der Frühaufsteher‹ im Klapperfeld erstmals öffentlich ausgestellt werden. Paulas Arbeit gibt einen ebenso eindrücklichen wie bedrückenden Einblick in die Lebenswirklichkeit von Asylbewerber_innen.«

Ergänzend zur Sonderausstellung haben die Besucher_innen außerdem die Möglichkeit, sich im zweiten Stock des Klapperfelds ein Bild von einem weiteren Aspekt der deutschen Asylpolitik zu machen: Das Klapperfeld wurde ab den 1980er Jahren bis zur Schließung 2003 auch als Abschiebeknast genutzt. Dazu Maja Koster: »Die durch den Staat illegalisierten Menschen waren jedoch – im Gegensatz zur sonstigen Nutzung als Gewahrsam in den letzten Jahrzehnten – nicht nur mehrere Stunden oder wenige Tage im Klapperfeld inhaftiert, sondern mitunter wesentlich länger. Sie mussten ihre Zeit unter miserablen Bedingungen in den viel zu kleinen und dunklen Zellen verbringen. Für die Betroffenen bedeutet die Abschiebung in der Regel den Weg in Armut, Verfolgung, Folter, Krieg oder gar den Tod.«

Sie warnte jedoch davor, die Zustände im Klapperfeld für einen Einzelfall zu halten: »In Flüchtlingslagern und Abschiebeknästen herrschen nach wie vor miserabelste Bedingungen. Diskriminierung, Illegalisierung, Kriminalisierung und Arbeitsverbote, die Ein­schränkung der Bewegungsfreiheit und die damit verbundene Isolation und nicht zuletzt die unmenschliche Abschiebepraxis sorgen in Deutschland für die systematische und konsequente Ausgrenzung der Flüchtlinge aus allen Lebensbereichen.«

Öffnungszeiten der Ausstellung »Im Land der Frühaufsteher:

11. bis 15. Oktober 2012 (während der Buchmesse)
täglich von 17 bis 20 Uhr

17. bis 28. Oktober 2012
Di.: 17 – 20 Uhr | Mi.: 10 – 13 Uhr | Sa. & So.: 15 – 18 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Weitere Informationen zur Lesung und zur Ausstellung:
landderfruehaufsteher.klapperfeld.de

Weitere Informationen zum Comic:
www.avant-verlag.de/comic/im_land_der_fruehaufsteher

Kontakt: 0163 9401683 | faitesvotrejeu@yahoo.com

Anhang:

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10.10. bis 28.10.2012: Ausstellung & Lesung »Im Land der Frühaufsteher« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Pressemitteilung, 08.08.2012 – Initiative »Faites votre jeu!« feiert vierjähriges Bestehen mit großem Sommerfest am Samstag, den 11. August 2012

Am 2. August 2008 besetzen Aktivist_innen der Initiative »Faites votre jeu!« das ehemalige Jugendzentrum in Bockenheim und richteten dort ein selbstverwaltetes Zentrum ein. Allerdings hatte die Stadt Frankfurt andere Pläne für das Gebäude. Nach Räumungsdrohungen und Strafanzeigen kam es nach zähen Verhandlungen zum Angebot eines Ersatzobjekts: dem ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld. Maja Koster, aktiv bei »Faites votre jeu!«, erinnert sich: »Während die Stadt ihr Angebot feierte und die regionale Presse bereits vermeldete ›Hausbesetzer müssen in den Knast‹, begannen innerhalb unserer Initiative nächtelange Diskussionen. Für uns stellte sich die Frage, ob man ein selbstverwaltetes Zentrum und unseren damit verbundenen Anspruch an eine emanzipatorische Politik und Kultur an einem Ort fortführen kann, der über 100 Jahre ein Ort der Repression war.«

Im Klapperfeld wurden von 1886 bis 2003 Menschen inhaftiert. Auch die Gestapo nutzte diesen Ort zwischen 1933 und 1945. Das Klapperfeld bedeutete für viele Menschen lange Zeit Unterdrückung, Folter und Mord. Koster ergänzt: »Ernst genommen wurden wir mit unseren Bedenken damals nur von Wenigen. Während unsere Zweifel in der Presse auf ein ›Hausbesetzern ist Gefängnis zu klein‹ herunter gespielt wurden, erklärten die Vertreter_innen der Stadt, kein Verständnis für derartige Bedenken zu haben. Letztendlich einigten wir uns auf den Umzug. Für uns jedoch war klar, dass wir unser Projekt nur fortsetzen können, wenn wir uns mit der Geschichte des Hauses auseinandersetzen.«

Seit dem Umzug ist das Klapperfeld für viele Menschen zu einem wichtigen Zentrum geworden. Die Räume werden für kritische, politische, künstlerische und kulturelle Arbeit genutzt. Selbstverwaltet und unkommerziell organisiert wurde eine Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes eingerichtet und es finden verschiedenste Veranstaltungen statt: von Zeitzeug_innengesprächen, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen über Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen bis hin zu Barabenden und Konzerten.

Um das nunmehr vierjährige Bestehen von »Faites votre jeu!« gebührend zu feiern, lädt die Initiative alle Freund_innen, Unterstützer_innen und Interessierte am kommenden Samstag ab 16 Uhr zu ihrem Sommerfest ein. Im Hof wird es verschiedene Essenstände mit Gegrilltem, Salat, Waffeln, Kuchen und Getränken geben. Bei der Tombola können ebenso tolle wie außer­gewöhnliche Preise gewonnen werden. Außerdem wird #4 (Frankfurt, facebook.com/nmbr4) ein Unplugged-Konzert unter freiem Himmel geben. Um 17, 18 und 19 Uhr können Interessierte an Führungen durch die Dauerausstellung und das Gebäude teilnehmen und sich über die Geschichte des Klapperfelds und die Arbeit von »Faites votre jeu!« informieren. In den Ausstellungsräumen in den oberen Stockwerken kann außerdem von 17 bis 20 Uhr die Ausstellung »Aus Resten eine Welt« besucht werden, die das Lebenswerk von Stephan Kaczor (19.05.1954 – 17.04.2009) zeigt. Später am Abend, gegen 22 Uhr, werden dann im Keller des Gebäudes die Bands DiskoCrunch (Hamburg, myspace.com/diskocrunch) und The Stars’ Tennisballs (Frankfurt, myspace.com/thestarstennisballs) ein Konzert geben.

Weitere Infos zum Sommerfest und der Initiative »Faites votre jeu!« finden Sie unter faitesvotrejeu.blogsport.de.

Anhang:
Flyer zum »Faites votre jeu!«-Sommerfest

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Pressemitteilung 29.04.2012 ­– Erfolgreiche Eröffnung der Sonderausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«

Am Samstag, den 28. April um 15 Uhr eröffnete die Initiative »Faites votre jeu!« gemeinsam mit dem Kölner Künstler Matthias Schmeier die Ausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«. Diese ist noch bis zum 19. Mai zu sehen.

Trotz des sommerlichen und warmen Wetters besuchten mehr als hundert Menschen das Klapperfeld, um sich in den Ausstellungs­räumen im ersten Stock die von Matthias Schmeier geschaffenen Dioramen anzusehen und sich auf Texttafeln über die Hintergründe der dargestellten Szenen zu informieren. Die insgesamt zehn ausgestellten Modellbauwelten im Maßstab 1:35 entstanden zwischen 1988 und 2012 und zeigen unter anderem München zur Zeit der Räterepublik, Szenen aus dem Spanischen Bürgerkrieg, den Prager Frühling, Szenen aus dem Vietnamkrieg, die Belagerung Sarajevos und eine Frankfurter Autonomen­demo nach dem Tode Günter Sares.

In seiner Eröffnungsansprache zeigte sich Matthias Schmeier über das große Interesse an seinen Dioramen überwältig: »Es freut mich wirklich sehr, dass so viele Menschen hier sind, um sich meine Arbeiten anzusehen. Mit meinen Dioramen möchte ich zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen und einen Beitrag zur Erinnerung an die Menschen hinter den dargestellten historischen Ereignissen leisten. Menschen, die von Leid, Krieg und Armut betroffen waren aber auch Menschen, die sich mit ihren jeweiligen Situationen nicht abfinden wollten und gegen die bestehenden Verhältnisse zur Wehr setzten.«

Maja Koster von »Faites votre jeu!« ergänzte: »Die von Matthias Schmeier geschaffenen Modellbauwelten ermöglichen einen einmaligen Blick auf die dargestellten historischen Ereignisse. Dadurch eröffnen sie den Betrachter_innen einen neuen Zugang zur historisch-politischen Auseinandersetzung.«

Die Sonderausstellung kann noch bis zum 19. Mai zu den folgenden Öffnungszeiten besucht werden: Dienstag: 17 – 20 Uhr, Mittwoch: 10 – 13 Uhr, Samstag: 15 – 18 Uhr, Sonntag: 15 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht!

Während der Öffnungszeiten kann auch die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren (0163 9401683 oder info[ät]klapperfeld.de).

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Begleitprogramm unter: http://asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de

Fotografien zur freien Verwendung
Unter http://asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de/fotos_presse_eroeffnung.zip (Quelle: »Faites votre jeu!«) können Presseverterter_innen Fotografien der Ausstellungseröffnung und unter http://asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de/fotos_presse.zip (Quelle: Matthias Schmeier) Fotografien der Modelle von Matthias Schmeier herunterladen. Die Bilder dürfen im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung frei verwendet werden. Wenn möglich, bitte die jeweilige Bildquelle nennen.

Anhang:
Flyer zur Ausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«

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Pressemitteilung 24.04.2012 ­– Sonderausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35« vom 28. April bis zum 19. Mai im Klapperfeld

Am 28. April um 15 Uhr eröffnet die Initiative »Faites votre jeu!« gemeinsam mit dem Kölner Künstler Matthias Schmeier die Ausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«.

Während dieser dreiwöchigen Sonderausstellung in den Ausstellungsräumen des Klapperfelds bekommen die Besucher_innen die Möglichkeit, die von Matthias Schmeier geschaffenen Dioramen zu sehen. In den zwischen 1988 und 2012 entstandenen Modellbauwelten im Maßstab 1:35 bildet der Künstler historische Ereignisse detailbegeistert und realitätsnah nach. Die aus­gestellten Nachbauten zeigen unter anderem München zur Zeit der Räterepublik, Szenen aus dem Spanischen Bürgerkrieg, den Prager Frühling, Szenen aus dem Vietnamkrieg und die Belagerung Sarajevos. Darüber hinaus informieren Tafeln über die Hintergründe der dargestellten Szenen.

Bisher waren die Werke von Matthias Schmeier erst zweimal öffentlich ausgestellt worden – im Juni 2011 beim Popdesignfestival in Köln-Ehrenfeld und im September 2011 in einer Düsseldorfer Buchhandlung. Umso erfreuter zeigte sich Maja Koster von »Faites votre jeu!« über die gemeinsam mit Matthias Schmeier organisierte Ausstellung: »Wir freuen uns, die Dioramen von Matthias Schmeier ausstellen zu dürfen. Die von ihm geschaffenen Modellbauwelten ermöglichen einen einmaligen Blick auf die dargestellten historischen Ereignisse. Dadurch eröffnen sie den Betrachter_innen einen neuen Zugang zur historisch-politischen Auseinandersetzung.«

Matthias Schmeier zeigte sich ebenfalls erfreut, dass seine Dioramen jetzt in Frankfurt zu sehen sind: »Es ist toll, dass die Initiative ›Faites votre jeu!‹ meine Dioramen im Klapperfeld ausstellt. Das ehemalige Polizeigefängnis als historischer Ort und seine jetzige Nutzung als selbstverwaltetes Zentrum in dem sich kritisch mit Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt wird, scheint mir ein besonders gut geeigneter Ort für meine Dioramen zu sein. Zumal mein zuletzt fertiggestelltes Diorama einer Frankfurter Autonomen­demo nach dem Tode Günter Sares‘1 in einem direkten Zusammenhang zur Geschichte des Klapperfelds steht. Denn dort wurden auch die Menschen in Gewahrsam genommen, die nach Günter Sares Tod ihren Protest auf die Straße getragen hatten.«

Begleitend zur Ausstellung organisiert die Initiative »Faites votre jeu!« Veranstaltungen zum Thema Repression und Polizeigewalt. So werden am Donnerstag, den 3. Mai Zeugen des damaligen Geschehens über den Tod Günter Sares‘ und die nachfolgenden Ereignisse berichten. Am Mittwoch, den 9. Mai wird der an der Frankfurter Goethe-Universität lehrende Dr. Daniel Loick einen Vortrag zum Thema »But who protects us from you? Zur Kritik der Polizei« halten. Beide Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr Weitere Veranstaltungen sind in Planung und werden auf der Website asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de veröffentlicht.

Die Sonderausstellung kann vom 28. April bis 19. Mai 2012 zu den folgenden Öffnungszeiten besucht werden:
Dienstag: 17 – 20 Uhr | Mittwoch: 10 – 13 Uhr | Samstag: 15 – 18 Uhr | Sonntag: 15 – 18 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Während der Öffnungszeiten kann auch die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren (0163 9401683 oder info[ät]klapperfeld.de).

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Begleitprogramm unter: http://asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de

Fotografien zur freien Verwendung
Unter http://asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de/fotos_presse.zip können Presseverterter_innen Fotografien der Modelle von Matthias Schmier herunterladen. Die Bilder dürfen im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung frei verwendet werden. Wenn möglich, bitte folgende Bildquelle nennen: © Matthias Schmeier

Anhang:
Flyer zur Ausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«

  1. Eine ausführliche Dokumentation zum Tode Günter Sares‘ und den nachfolgenden Ereignissen gibt es auf http://www.antifa-frankfurt.org/Sare/Doku/titel.html [zurück]

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Pressemitteilung 26.01.2012 ­– Ausstellung »Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.« vom 29. Januar bis zum 11. Februar 2012 im Klapperfeld zu Gast

Die Initiative »Faites votre jeu!« präsentiert vom 29. Januar bis zum 11. Februar 2012 die Ausstellung »Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.«. Im Klapperfeld wird sie erstmals in deutscher Übersetzung zu sehen sein. Ihren Auftakt hatte die Ausstellung im Oktober 2011 im spanischen Burgos, um anlässlich des 75. Jahres­tages der Eröffnung des Konzentrationslagers1 San Pedro de Cardeña den Gefangenen und ihrem Kampf gegen den Faschismus ein Denkmal zu setzen.

Das Konzentrationslager San Pedro de Cardeña war von Ende 1936 bis Anfang 1940 in Betrieb. In dem zum Lager umfunktionierten Kloster waren tausende Antifaschisten eingekerkert, die vor allem im Norden des Landes gefangen genommen worden waren. Viele von ihnen wurden in die siebzehn Zwangsarbeiter-Bataillone gezwungen, die das Lager verließen. Ab April 1938 wurden Gefangene aus den Internationalen Brigaden hauptsächlich nach San Pedro de Cardeña verlegt: Insgesamt etwa tausend internationale Gefangene mit mehr als vierzig verschiedenen Nationalitäten. Einige von ihnen, vor allem Briten, konnten gegen faschistische Gefangene ausgetauscht werden, der größte Teil jedoch wurde in das Zwangsarbeiterbataillon Nr. 75, das nur für Ausländer vorgesehen war, eingegliedert. Andere wurden von den Faschisten hingerichtet, einige endeten im Konzentrations­lager von Miranda de Ebro und viele Deutsche wurden an die Gestapo übergeben.

Mit zum Teil unveröffentlichten Fotos und Dokumenten stellt die Ausstellung Biographien und Erfahrungen von inhaftierten Interbrigadisten dar und thematisiert so die Geschichte des Konzentrationslagers.

Bereits im letzten Jahr waren die Ausstellung »Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus« und die Fotoausstellung »Carabanchel: Ein franquistisches Gefängnis« im Klapperfeld zu sehen2. Maja Koster von »Faites votre jeu!« sagte in Bezug darauf: »Mit der aktuellen Gastausstellung möchten wir an die Doppelausstellung anknüpfen, die wir anlässlich des 75. Jahrestages des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs gezeigt hatten. Damit wollen wir dazu beitragen, die Erinnerung an den Kampf der Internationalen Brigaden gegen den Faschismus wach zu halten.«

Bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 29. Januar 2012 um 14 Uhr wird Nacho García, einer der Initiator_innen der Ausstellung und Verfasser des Blogs »The Jaily News« (http://thejailynews.blogspot.com/) zu Gast sein und im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung um 15 Uhr einen Vortrag zu San Pedro de Cardeña halten. Dabei wird er einen Schwerpunkt auf die deutschen Inhaftierten legen. Zur Motivation die Ausstellung zu konzipieren und umzusetzen sagte er: »Die Ausstellung soll eine der Geschichten ans Licht bringen, die sonst nicht erzählt werden. Die Geschichte von hunderten Kämpfern unterschiedlicher Herkunft, die dem Ruf zum Kampf für Freiheit und gegen Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg gefolgt sind und im letzten Abschnitt ihres Kampfes die Erfahrung des Konzentrationslagers machen mussten. Erinnern soll die Ausstellung aber auch daran, das viele ihren Kampf sowohl im Lager selbst – die Gefangenen organisierten unter anderem eine klandestine Universität – als auch nach ihrer Haftzeit, zum Beispiel in der französischen Résistance, fortsetzen.«

Die Ausstellung ist bis zum 11. Februar an folgenden Tagen geöffnet:
Mittwoch von 10-13 Uhr; Freitag von 15-18 Uhr; Samstag von 15-18 Uhr

Während der Öffnungszeiten kann auch die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren (0163 9401683 oder info[ät]klapperfeld.de). Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Weitere Informationen und Materialen finden Sie unter: http://www.klapperfeld.de/gefaengnisundwiderstand/

  1. In Spanien gibt es auf politischer und historischer Ebene eine Kontroverse, ob San Pedro de Cardeña als Gefängnis oder Konzentrationslager einzuordnen sei. Aufgrund der Haftbedingungen und des politischen Hintergrunds haben sich die Austellungsmacher_innen entschieden, San Pedro de Cardeña als Konzentrationslager einzuordnen. [zurück]
  2. http://www.klapperfeld.de/de/archiv/pressemitteilungen/166-pressemitteilung--ausstellung-rumkaempfte-vergangenheit-die-erinnerung-an-den-spanischen-buergerkrieg-und-den-franquismusl-und-fotoausstellung-rcarabanchel-ein-franquistisches-gefaengnisl-vom-18-september-bis-zum-6-oktober-im-klapperfeld.html [zurück]

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Ausstellung im Klapperfeld: Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.

Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet. Die Website des Vereins findet ihr unter: www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org
 
 
Logo: Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung
 
 
Hier die Pressemitteilung zur Vereinsgründung:

Presseerklärung: Förderverein zur Unterstützung der Initiative ›Faites votre jeu!‹ und dem Erhalt des Klapperfelds gegründet

Ende November haben Unterstützer_innen der Initiative ›Faites votre jeu!‹ in den Räumen des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main den ›Verein zur Förderung geschichtspolitischer Auseinandersetzung‹ gegründet.

Zweck und Ziele des Vereins sind

  • die Förderung der Forschung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld in Frankfurt am Main und die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung mit diesem Themengebiet,
  • die Unterstützung antifaschistischer Erinnerungsarbeit, insbesondere zum ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld,
  • die Auseinandersetzung mit Strukturen, die zur Verfolgung und Repression aufgrund von politisch, »rassischen«, religiösen, nationalen oder sonstigen sozialen Gründen oder Zuschreibungen führen und geführt haben sowie
  • die Verständigung der Menschen jenseits von nationalen, staatlichen oder kulturellen Grenzziehungen und entsprechende Solidaritätsarbeit.

Die Ziele des Vereins sollen verwirklicht werden insbesondere

  • durch den Erhalt des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld und
  • durch die Förderung und Durchführung von Veranstaltungen, Ausstellungen, Forschungstätigkeiten, Publikationen sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Der Verein will eine möglichst große Zahl von Fördermitgliedern gewinnen, durch Spenden und Beiträge sollen die Ziele des Vereins realisiert werden. Die Anerkennung des gemeinnützigen Charakters des Vereins ist beim Finanzamt Frankfurt beantragt.

Als Vorsitzender des Vereins wurde der 63-jährige Sozialarbeiter Walter Schmidt gewählt. Seine Beweggründe: »Ich habe seit Mitte 2009 mit Interesse die Aktivitäten der Initiative ›Faites votre jeu!‹ verfolgt, die das ehemalige Polizeigefängnis als selbstverwaltetes Zentrum führt und interessante Beiträge insbesondere zur Geschichte des Klapperfelds in der Zeit des Faschismus erarbeitet hat. Die Befragung der letzten noch lebenden Zeitzeugen und die Forschung zu den aus dem Klapperfeld Deportierten1 in Verbindung mit der Etablierung eines sozialen Raums haben mich davon überzeugt, dass die Mitglieder der Initiative ihr Projekt mit großem Engagement und Potential verfolgen. Sie bearbeiten einen bisher vernachlässigten Teil der lokalen Geschichte. Darüber hinaus haben sie mit der derzeitigen Nutzung einen Raum für Menschen geschaffen, die sich selbst­bestimmt treffen, organisieren oder politische und kulturelle Initiativen entwickeln. Dies mit dem Förderverein zu unterstützen erscheint mir eine sinnvolle und notwendige Aufgabe zu sein.«

Maja Koster von ›Faites votre jeu!‹ begrüßte die Bildung des Fördervereins und erklärte: »Mit der Gründung des Fördervereins ist ein weiterer Schritt gemacht, um die Arbeit unserer Initiative zu verstetigen und sicher­zustellen, dass diese auch in Zukunft unabhängig weitergeführt werden kann. Die langfristige Nutzung durch ›Faites votre jeu!‹ und der damit verbundene Erhalt des Klapperfelds als sozialer Raum und Ort kritischer historisch-politischer Auseinandersetzung ist einzig durch Abriss- oder Umnutzungspläne bedroht, die immer wieder von Verantwortlichen auf Seiten der Stadt ins Spiel gebracht werden.«

Die Website des Fördervereins ist unter www.geschichtspolitischeauseinandersetzung.org erreichbar. Dort finden sich weitere Informationen zum Verein und die Möglichkeit, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Sobald die Gemeinnützigkeit anerkannt ist, können sich alle, die Interesse an einer Fördermitgliedschaft haben, dort die entsprechenden Unterlagen und einen Antrag auf Fördermitgliedschaft herunterladen.

Presserechtlich verantwortlich: Walter Schmidt
Erreichbar über Telefon (0152 | 37 22 56 12) und E-Mail (vorstand[ät]geschichtspolitischeauseinandersetzung.org)

  1. Siehe hierzu Pressemitteilung der Initiative »Faites votre jeu!« vom 21.07.2011: http://www.klapperfeld.de/de/archiv/pressemitteilungen/165-pressemitteilung--verschollen-geglaubte-deportationslisten-entdeckt-polizeigefaengnis-klapperfeld-hatte-zentrale-funktion-fuer-deportationen-aus-frankfurt.html[zurück]

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