Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Programm Januar 2019

Fr. 04.01.2019

DRCKKMPLX öffnet die Werkstätten im Klapperfeldkeller

Ab 17.30 Uhr könnt ihr euch in der Hochdruckwerkstatt im Linolschnitt- und druck üben, in der Siebdruckwerkstatt nebenan könnt ihr mitgebrachte Textilien mit vorhandenen Motiven bedrucken (lassen). Alles gegen Spende. Und es gibt Glühwein. Wir machen so lange, bis wir keine Lust mehr haben oder der Strom ausfällt.

Sa. 12.01.2019

Soliparty: Cats against Repression

22.00 bis 6.00 Uhr: Polizeigewalt und Repression betreffen uns alle. Unter anderem sind finanzielle Folgen ein Mechanismus der Repression, die lange wirkt. Das mindeste, was wir solidarisch tun können ist TANZEN TANZEN TANZEN, und natürlich darauf anstoßen, dass wir aufeinander zählen können.
Mit: Crime Mary (Dancehall / Hip Hop), Fatehma Fatosch (Darkwave / Techno) & City Girls (Female*Hip Hop) (offenbachsolidarisch.blogsport.eu)

Do. 17.01.2019

Konzert: Grind smoke die!

20.00 Uhr: Discomfort of Existence (Two Piece Powerviolence from St. Gallen, doe420.bandcamp.com) & Purulent Cerumen (Two Piece Mincegore/Grind from Krefeld & Offenbach, purulentcerumen.bandcamp.com)

Fr. 18.01.2019

Barabend der Olekranonkrew

21.00 Uhr: Die Olekranonkrew laden an diesem Tag zum Barabend ein. Die Küche im Klapperfeld braucht Unterstützung, also kommt und trinkt mit uns. Es wird Spannendes, Spiel und keine Schokolade (oder vielleicht auch doch?!) geben. Lasst euch überraschen und schaut vorbei. Kitchen for the kitchen!

Sa. 19.01.2019

Soliparty für einen Genossen im Knast

22.00 Uhr: Trash & Techno

So. 20.01.2019

Cobblestone Beach

16.00 Uhr: Endlich ist es wieder soweit: Bringt Freund*innen, Musikinstrumente, Effekte, Synthesizer und elektroakustische Klangskulpturen mit für ein kommunal improvisiertes Wellenbad bei Cobblestone Beach im Keller des Klapperfeld! Kontakt: cobblestonebeach[ät]protonmail[punkt]com

Mo. 21.01.2019

Vorstellung der Anti-Repressions-Gruppen

19.00 Uhr:Es stellen sich die Gruppen vor, die in der Region zum Thema Repression arbeiten. Unter anderem mit der Roten Hilfe (rhffm.blackblogs.org), dem Ermittlungausschuss Frankfurt (EA, www.ea-frankfurt.org).

Di. 03.02.2019

Männer müssen Männer sein!? Ein Workshop über Männlichkeit, Kritik und Handlungsperspektiven

13.00 bis 16.30 Uhr: Die herrschenden Vorstellungen von Geschlecht unterteilen die Menschen in zwei sich ausschließende Kategorien: Männer und Frauen. Dabei schafft diese Aufteilung Schubladen, in denen man sich den damit verbundenen Erwartungen entsprechend zu verhalten hat und die zudem nicht mal für alle gelebten Geschlechter überhaupt einen Platz bieten.
Im Workshop möchten wir uns damit auseinandersetzen, welche Erwartungen und Vorstellungen mit Männlichkeit verbunden sind und was für Auswirkungen dies auf Gesellschaft und Individuen hat. Zentrale Themen für eine kritische Analyse von Männlichkeit sind Gewalt, Homophobie und Frauenfeindlichkeit, untersucht wird aber auch nicht so offensichtliches Dominanz-Verhalten, wie beispielsweise stillschweigendes Nutzen von Privilegien.
Zudem möchten wir über das Konzept kritischer Männlichkeit sprechen und uns die Frage stellen, wie sich Männlichkeitskritik nicht nur theoretisch entwickeln, sondern für den eigenen Alltag und die politische Praxis nutzbar machen lässt.
Der Pädagoge Marc Brandt ist zu dem Thema in der politischen Bildungsarbeit sowie in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Er wird aufzeigen, wie Herrschaftsansprüche, gesellschaftliche Einengungen und Erwartungen an Gender in Frage gestellt werden können. Die eigene Männlichkeit ist veränderbar – und auch die sozialen, ökonomischen und politischen Umstände, unter denen alle leiden.
Der Workshop des Roten Stern FFM e.V. ist kostenlos und offen für alle Genderidentitäten. Meldet euch bitte für den Workshop an: kritischemaennlichkeit[ät]fantasymail[punkt]de
Am Anschluss an den Workshop gibt es Kaffee und Kuchen in der Sushibar.
Der Rote Stern Frankfurt e.V. ist ein emanzipatorisches und selbstorganisiertes Sport- und Kulturprojekt. Weitere Infos findet ihr online unter: roterstern-ffm.de
 
 

In eigener Sache

Ausstellungen im Klapperfeld bleiben am Samstag, den 29.12.2018 und am 05.01.2019 geschlossen

Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« bleiben am Samstag, den 29.12.2018 und am 05.01.2019 geschlossen. Auch die öffentliche Führung im Januar findet nicht statt. Die Ausstellungen sind am Samstag, den 12.01.2019 wieder wie gewohnt geöffnet.

»Faites votre jeu!« erklärt sich ­solidarisch mit den von Brand­anschlägen betroffenen Wohn­projekten und verurteilt die seit Monaten andauernde Hetze gegen linke Projekte und Strukturen

Zwischen September und Dezember diesen Jahres kam es bisher zu nicht weniger als acht Brand­anschlägen auf linke Projekte im Rhein-Main-Gebiet. Die Initiative »Faites votre jeu!« erklärt sich solidarisch mit den von Brandanschlägen betroffenen Wohnprojekten und verurteilt die seit Monaten andauernde Hetze gegen linke Projekte und Strukturen. Unsere Pressemitteilung vom 09.12.2018 dazu findet ihr hier.
 
 

Was macht eigentlich das…?
… Fotolabor!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Vor ca. einem dreiviertel Jahr haben wir uns entschieden, das ziemlich eingestaubte Fotolabor im Klapperfeld zu entstauben und erneut zum Laufen zu bringen. Wir – das sind im engeren Sinne Mateus und Falk. Im weiteren Sinne haben uns aber schon einige andere Menschen besucht, um gemeinsam analoge Bilder zu entwickeln.

Wir begeistern uns beide für die analoge Fotografie und sind froh nun auch einen Ort gefunden zu haben an dem wir Negative entwickeln, Abzüge von diesen machen und uns über unsere Motive und Gedanken zur Fotografie austauschen können.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Das Klapperfeld eröffnet innerhalb Frankfurts einen ziemlich einzigartigen Freiraum für kulturelle Interessen, die keiner kommerziellen Logik folgen. Gleichzeitig ist es ein Ort für kritische Geschichtsarbeit, für politischen Dialog und die Formulierung tiefgreifender Gesellschaftskritik. Diese Anliegen prägen auch unseren Umgang mit Fotografie.

Zur eigenen Produktion von Bildern gehört für uns immer auch eine kritische Reflektion des Mediums Fotografie und der eigenen Rolle als Fotograf*in dazu. Fotografie ist niemals wertfrei oder objektiv, sie eröffnet aber lenkt zeitgleich auch gesellschaftliche Diskurse. Sie konstruiert oder dekonstruiert Meinungen und Stereotype. Was kann sie aufzeigen und wann macht sie taub? Wie können und wollen wir sie somit nutzen und was müssen wir dabei bedenken. Diese Fragen und auch Zweifel am Medium möchten wir im Fotolabor mitdenken und diskutieren.

Wie können interessierte euch erreichen?

Ihr erreicht uns über: fotolabor-klapperfeld[ät]gmx[punkt]de oder auf dem monatlichen Großplenum.
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
Programm als PDF: download

Ausstellungsöffnungszeiten um den Jahreswechsel

BITTE BEACHTEN: Am Samstag, den 5. Januar 2019, bleiben die Dauerausstellungen im Klapperfeld ausnahmsweise geschlossen. Am 22. und 29. Dezember 2018 sind sie regulär von 15 bis 18 Uhr geöffnet und wir freuen uns über zahlreiche Besucher*innen.


PLEASE NOTE: On Saturday, January 5th, 2019, the permanent exhibitions at Klapperfeld will remain closed. On December 22nd as well as December 29th, 2018, they will be open from 3 to 6pm as usual and we will be happy to welcome numerous visitors.

Programm Dezember 2018

Sa. 01.12.2018

Translation work in progress

15.00 bis 18.00 Uhr: Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im ­Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr ­besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den ­Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de

Öffentliche Führung

17.00 bis 18.00 Uhr: Öffentliche Führung zum Klapperfeld und seiner Geschichte als Polizei- und Abschiebegefängnis an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Di. 04.12.2018

»Politischer Jahres­rückblick« – Barabend der IL Frankfurt

21.00 Uhr: Gemeinsam wollen wir das Jahr 2018 Re­vue passieren und ausklingen lassen, um viel Energie für ein kämpferisches 2019 zu sammeln! In Erinnerung bleiben uns ganz unterschiedliche Ereignisse und Mobilisierungen: Die gemeinsame Anreise zum AfD Parteitag nach Hannover mit Blockadeversuchen, der Sommer der Solidarität – auch auf den Straßen Frankfurts – mit den Manifestationen von Seebrücke und We’ll Come United, die Mietenkämpfe für eine »Stadt für Alle«, eine starke 8. März Demo, Soli-Aktionen für das freie Rojava und Blockaden und Camp gegen den Rüstungsexporteur Rheinmetall in Unterlüß und natürlich die Aktionen in und um den Hambacher Forst mit gemeinsamer Mobi und Anfahrt der Frankfurter Klima VV.
Bei Bier und Limo lassen wir Bilder und Videos aus 2018 laufen und freuen uns gemeinsam auf das Jahr zurückzublicken und an der ein oder anderen Stellen auch anzustoßen… (frankfurt.radikallinks.org)

Fr. 07.12.2018

Hochdruck & Siebdruck – offene Werkstatt

17.30 Uhr: Jeden 1. Freitag im Monat laden die beiden Druckwerkstätten im Klapperfeld zur offenen Werkstatt. Kommt gerne vorbei! Kontakt zur Siebdruck-Werkstatt bekommt ihr außerdem via Mail: siebdruck[ät]klapperfeld[punkt]de

Soli-Party: Frankfurt für Frauen*Rechte

23.00 Uhr: DJ*anes: Sarah Merkava, Alisha, ­Fatemah Fatosch und Jenne. Weitere Infos zum Bündnis Frankfurt für Frauen*Rechte: frauenrechteffm.de | bit.ly/2qV39VH

Fr. 14.12.2018

Konzert: Belt Roses, From 7 to 7 + Light & Rain

20.00 Uhr: Riotfolk Konzert mit den Belt Roses (riot folk /country aus Freiburg), From 7 to 7 (Acoustic Kitchen Rock‘N‘Roll aus Ffm) und Light & Rain (postpunk-singersongwriter aus Gießen). Drei wundervolle Acts spielen zum Tanz auf. Mundharmonika und Banjo inklusive. Yehaaaaa!
Die Belt Roses können auch mal traurig sein ohne gleich das Karohemd anzuziehen und über die letzte Affäre rumzuheulen. Mit einer freundlichen Banjo-Gitarren-Folk-Attacke wird geschrabbelt um Geschichten zu erzählen, die von schlimmen, seltsamen und annehmbaren Sachen handeln. From 7 to 7 – ein Punkrockschlagzeuger, ein Ska-Kontrabassist, und ein Rock and Roll Sänger teilen eine gemeinsame Leidenschaft… Folk und Country Musik! Und was dabei heraus kommt, wenn diese drei Charaktere gemeinsam auf traditionellen Instrumenten wie Cajon, Banjo, Mandoline, Irish Zouk, Westerngitarre und Mundharmonika loslegen, nennt sich Acoustic Kitchen Sound! Light & Rain bewegt sich irgendwo zwischen Folk-Punk und melancholischen Songwriting. Gitarre, Gesang, Mundharmonika und ein Schellenkranz bilden einen breiten Klangteppich auf dem man sich zu gerne ausbreiten möchte. Es erwartet euch eine bunte Mischung aus Eigenkompositionen und Coversongs.

Sa. 15.12.2018

Konzert: Endlich ist es soweit!

20.00 Uhr: F zu dem K hat neue Songs im Petto. Jetzt ist es für uns an der Zeit, diese so lang vor dem Publikum versteckten Perlen zu offenbaren. Wir freuen uns auf einen Extasiven Abend mit vielen Freundinnen und Freunden und großartigen Special-Guests. (fellawskingdom.de)

Di. 18.12.2018

Soli-Barabend »United we stand«

19.00 bis 1.00 Uhr: Heute ist Prozessauftakt gegen Genoss*innen aus Frankfurt und Offenbach in Hamburg wegen der Proteste gegen den G20-Gipfel. Bei Barabend bequatschen wir den Prozessauftakt und wie wir unsere Freund*innen weiterhin unterstützen. Dazu gibt es Drinks und was auf die Ohren. Weitere Infos auf rhffm.blackblogs.org
 
 

Was macht eigentlich die…?
… Autonome Rehagruppe!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind die Autonome Rehagruppe. Wir sind eine heterogene Gruppe, mehr oder minder sportbegeisterter Menschen, die sich in unterschiedlichen linken Projekten in Frankfurt organisieren. Für unsere sportliche Aktivitäten haben wir uns die beliebteste Zeit rausgesucht: Sonntag – früher Mittag. Die ein oder Andere bekämpft dann mit einem belebenden Zirkeltraining ihren Kater.

Nach dem Aufwärmen, wo wir regelmäßig das politische Zeitgeschehen sportlich bearbeiten (Bayernwahl, Karneval etc.), vollziehen wir die »härteste Übung der Welt« und einen Zirkel. Danach entspannen wir bei einer Runde Planken und lesen uns Witze aus einem sehr schlechten Witzebuch vor.

Die Übungen entscheiden wir spontan und im Kollektiv. Jede kann die Übungen ausführen, wie es ihr selbst gut tut. Über Körper wird sich bei uns nicht lustig gemacht.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Grundsätzlich versuchen wir auch im Sport einen Raum schaffen, der frei von Hierarchien und Ausgrenzung ist und sehen im Klapperfeld den richtigen Ort dafür.

Große Berühmtheit haben wir dadurch erlangt, dass wir Videos für das Klapperfeld-Sommerfest produziert haben. Ihr seid vielleicht bei der Premiere auf der Toilette dabei gewesen. Dieses Jahr haben wir ausgesetzt – Nur um nächstes Jahr noch kreativer, noch autonomer und noch rehagiger zurück zu kommen.

Wie können interessierte euch erreichen?

Wenn ihr unfassbar gute Musik aus dem Sportraum hört, sind das aller Wahrscheinlichkeit nach wir. Von Scooter, DJ Bobo oder House-Remixes von Pop-Klassikern der 80er Jahre ist bei uns alles zu hören. Ansonsten sind wir auch meistens auf den Plena zu gegen und dort könnt ihr uns natürlich gerne ansprechen.
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an oder schreibt uns eine E-Mail.

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

RoR Frankfurt ist Teil eines ­transnationalen Netzwerks und nutzt Samba und andere Rhythmen als kreative, laute und politische Ausdrucksform. Wir unterstützen Demonstrationen, Aktionen, Blockaden und Kundgebungen. Wenn ihr einen Termin für eine offene Probe vereinbaren wollt, schreibt uns einfach (ror_ffm[ät]riseup[punkt]net).
 
 
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Programm November 2018

Do. 01.11.2018

Konzert: Litige + Nervöus

21.00 Uhr: Im Fall von Litige (Lyon) und Nervöus (Berlin) treffen zwei sehr unterschiedliche Musikrichtungen aufeinander, aber seid euch gewiss: beide sind hothothot, dafür stehen wir mit unserem guten Namen. Litige (litigelyon.bandcamp.com) machen Grrrl-Punk mit französischen Lyrics. Nervöus (wearenervous.bandcamp.com) spielen krassgeilen Hardcore.

Fr. 02.11.2018

Konzert: Yacøpsæ, Captain ­Caveman, Eastwood + ­Depravation

19.00 Uhr: Weil‘s im Winter ja eh Frostig wird, gibts im November direkt ein Knüppelpackage mit der Hamburger Kulttruppe Yacøpsæ (­www.­yacoepsae.de). Die Band hat in gewissen Kreisen Kultstatus und wird uns mit ihrem Highspeed Gekloppe die Ohren freiblasen. Dazu kommen die Trierer Captain Caveman (­captaincaveman.bandcamp.com) mit ihrer herrlich dreckigen Caveviolence, die Grinder von Eastwood (eastwoodgrind.bandcamp.com, Mainz) und damit es noch etwas musikalische Abwechslung gibt, verwöhnen uns Depravation (depravation.bandcamp.com) aus Gießen mit ihrem Mix aus Hardcore, Death Metal und Black Metal. Dieses großartige Package sollte sich niemand entgehen lassen!

Sa. 03.11.2018

Translation work in progress

15.00 bis 18.00 Uhr: Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im ­Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr ­besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den ­Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de

Sa. 10.11.2018

Konzert: Finkbass + Tildaflipers

21.00 Uhr: Dass Basst*innenwitze dummes Klichee sind, beweist die Solo-Bassistin Finkbass (finkbass.com). Ausgerüstet mit Loopstation, Drum­-pad und grandioser Stimme performed sie Songs mit groovigen Bass-Lines, starken Melodien und krassen Beats irgendwo zwischen Funk, Pop und Elektro und zeigt damit, was mensch alles mit fünf Saiten anstellen kann. Es ist ein wahres Fest und macht Lust zum Tanzen.
Tildaflipers [­spanisch vermutlich von tildar: mit Akkzent versehen, mit Tilda versehen, durchstreichen; fliper: Flipperautomat] (tildaflipers.bandcamp.com) sind ein Kollektiv aus Buenos Aires und machen Musik irgendwo zwischen Minimal Wave, Neofolk, Giallo-Soundtracks, krautiger Elektronik und Dub. Der Name ist Programm.

Sa. 17.11.2018

Konzert: Youth Avoiders, Stalled Minds + Pisshit

20.00 Uhr: Die großartigen Youth Avoiders (youthavoiders.bandcamp.com) kommen zu uns! Punk aus Paris – Spitzenklasse. Mit dabei ihr neues Album Relentless. Lasst euch von den Socken hauen! Fast, clean, catchy und wütend – Hardcore Punk wie er sein sollte.
Stalled Minds (stalledminds.bandcamp.com) kombinieren stabilen Punk mit Garage-Tönen und leicht surfigen Elementen. Die Band besteht u.a. aus zwei Youth Avoidern, leicht durchgewürfelt, die einen fetten Sound abliefern.
Als besonderes Schmankerl haben wir euch noch die Newcomer*innen Pissshit (pissshit.bandcamp.com) aus Ludwigsburg eingeladen. Sicherlich auch für eventuell anwesende Punk-Kenner*innen mit Ox- und Trust-Abo eine willkommene und freshe Abwechslung im Programm. Das ist PunkPunkPunk, der seinem Namen alle Ehre macht.

Sa. 24.11.2018

Soli Barabend des Roten Stern Frankfurt

20.00 Uhr: Soli Barabend der Fußball AG des Roten Stern Frankfurt Weitere Infos zum Roten Stern: roterstern-ffm.de
 
 

Was macht eigentlich die…?
… Siebdruckwerkstatt!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Unten im Keller versteckt sich die Siebdruckwerkstatt. Wenn wir nicht gerade im Dunkeln tappen, weil wir Siebe mit lichtempfindlicher Fotoemulsion eingeschmiert haben, hängen wir stundenlang über der Badewanne und waschen diese Emulsion oder Farbe wieder aus. Am liebsten bedrucken wir Klamotten mit feministischen und politischen Motiven und probieren Farbkombis aus. Besonders stolz sind wir auf gold, donutpink und silber. Wenn Gruppen oder Bands ihre Logos und Sprüche auf Kleidung, Beuteln und ähnlichen haben wollen, so drucken wir das gerne mit ihnen gemeinsam. Hin und wieder sind wir auch mit einem Stand auf Parties anzutreffen.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Unsere Motive! Von der Taubengang über die Klapperfeldratten bis zum Simpsonsbullen haben wir viele Motive auf unseren Sieben, die wir gerne für Klapperfeld-Merch nutzen. Die letzten Jahre haben wir auf dem Sommerfest und dem Kids in the Backyard einen Stand gemacht. Unsere Werkstatt! Wir sind sehr froh, diesen Raum hier nutzen zu können und Platz für alle Sachen zu haben. Es ist nicht leicht, in Frankfurt einen Raum wie diesen zu haben mit ausreichend Platz für Belichtungstisch, Trockenschrank und Badewanne. Apropos Badewanne: An der können wir am nächsten Morgen sehen, wie die Party oder das Konzert war. Direkt unter dem Klo gelegen, kommt da so einiges durch das Loch.

Wie können interessierte euch erreichen?

Ihr könnt uns eine Mail an siebdruck[ät]klapperfeld[punkt]de schicken oder ihr kommt zu unseren offenen Treffen am ersten Freitag im Monat um 17.30Uhr. Wir zeigen euch in Workshops wie Siebdruck funktioniert oder bedrucken eure Lieblingsklamotten. Neue Motivideen sind gerne willkommen. Und über Verstärkung freuen wir uns auch!
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0177 3982718) oder schreibt uns (info[ät]klapperfeld[punkt]de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

Mo., 18.30 Uhr: RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform.
 
 
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10.10.2018 Techno Revolte in Tiflis? Diskussionsveranstaltung

Mittwoch, 10.10.2018, 20h Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, Frankfurt

veranstaltet von Faites Votre Jeu! & Jungle World

Die Party wird politisch: Nach einer großangelegten Polizeirazzia im queeren Club „Bassiani“ im Mai dieses Jahres kam es in Tiflis zu heftigen Protesten. Was steckt hinter der „Techno Revolte“? Welche sozialen und politischen Konflikte brachen auf und wie geht es weiter?

Mit:
Zaal Andronikashvili (Literaturwissenschaftler)
Carl Melchers (Jungle World)
Irene Eidinger (Jungle World)

Moderation: Julia Hoffmann (Jungle World)

11.10. Lesung »Die Suchenden« von und mit Rodrigue Péguy Takou Ndie

*Version française ci-dessous*

Donnerstag, 11.10.2018, 19.30h im Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, Frankfurt

Lesung von „Die Suchenden“ mit dem Autor Rodrigue Péguy Takou Ndie und Chris Herrwig

veranstaltet vom Ak 2. Stock im Rahmen der Gegenbuchmasse

Sprache: deutsch und französisch

Im Roman werden die traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus am Beispiel der Hauptperson eindrücklich dargestellt.

*Ausführliche Ankündigung:*

Vor ihm Ungewissheit, hinter ihm Leiden, in ihm Verzweiflung. Ein Zurück gibt es für den Suchenden nicht, denn »wer als Verlierer zurückkehrt, legt sich eine Kreuzotter um den Hals«. Aber er will auch nicht als ›Leidender‹ enden wie sein Onkel Djo Ngo’o: zerrieben zwischen den eigenen Idealen und einem Umfeld, das Idealisten nicht duldet.

Inspiriert durch eigene Erfahrungen stellt Rodrigue Péguy Takou Ndie in seinem dritten Roman existentielle Fragen: Wie lassen sich Menschlichkeit und Hoffnung bewahren, wenn ›Überleben‹ bedeutet, nicht zurückblicken und mitfühlen zu dürfen – mit denen, die von Schleppern in der Wüste ausgesetzt verdursteten oder erschlagen wurden von marokkanischen Polizisten? Wenn hinter jedem Hindernis ein weiterer Traum zerplatzt, hinter den messerscharfen Zäunen von Melilla immer nur weitere Zäune warten? Wenn der einzige Freund und Ratgeber seit bald zwei Jahrzehnten in einem Lager irgendwo in Deutschland dahinvegetiert und auf seine Abschiebung wartet?

»Die Suchenden« ist ein schonungsloser Roman. Schonungslos gegenüber zerstörten Herkunftsgesellschaften, brutalen Verhältnissen in Nordafrika und Europa, Profiteuren und Ignoranten – schonungslos aber auch gegen den Suchenden selbst.

Die scharfe Analyse der traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus geht einher mit einer bildreichen Sprache, mit eindringlich dichten Beschreibungen und einem wunderbaren Sinn fürs Absurde.

*Zum Autor:*

Rodrigue Péguy Takou Ndie wurde im Dezember 1981 in Bafoussam / Kamerun geboren und verbrachte hier seine Kindheit und Jugend. An der Universität Yaoundé studierte er Wirtschaftswissenschaften, arbeitete dann aber als Autor und Schriftsteller. Aus politischen Gründen musste Péguy Takou Ndie im Jahr 2013 aus Kamerun fliehen. Mittlerweile lebt er in Deutschland, wo er sich u.a. bei dem Netzwerk Afrique-Europe-Interact engagiert.
In Frankreich sind bereits zwei Romane (»Les Retrouvailles« und »Le Fardeau de nos pères«) von Péguy Takou Ndie erschienen, außerdem ein Gedichtband (»Les complaintes de l‘exilé«) und eine Sammlung von Liebesgedichten (»Les 90 Graines de l‘Amour«). Der Roman »Die Suchenden« erscheint in Deutschland im Unrast-Verlag.

Afrique-Europe-Interact ist ein kleines, transnational organisiertes Netzwerk von Basisaktivist*innen vor allem in Mali, Togo, Burkina Faso, Guinea, Marokko, Deutschland, Österreich und den Niederlanden – unter ihnen zahlreiche selbstorganisierte Geflüchtete, Migrant*innen und Abgeschobene. Diese unterstützt das Netzwerk in ihren Kämpfen um Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte. Darüber hinaus beteiligt es sich an sozialen Auseinandersetzungen um gerechte und selbstbestimmte Entwicklung – zum Beispiel gegen Landgrabbing in Mali und Burkina Faso. Hier geht’s zur Webseite des Netzwerks.

*Zum Veranstaltungsort:*

Seit Ende 2009 bespielt die Initiative Faites votre jeu! das ehemalige Gefängnis in der Klapperfeldstr. 5 als selbstverwaltetes Zentrum.

Das bis 2002 als Polizeigefängnis genutzte Gebäude hat eine über 100jährige Geschichte der Repression hinter sich. Im Nationalsozialismus nutzte die Gestapo diesen Ort für Deportationen, Haft und Folter. Neben der Gewahrsamnahme wurden in den Jahrzehnten vor seiner Schließung vor allem auch Menschen in Abschiebungshaft im Klapperfeld inhaftiert.

Der Ak 2. Stock beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Inschriften, die Menschen in Abschiebehaft in den Zellen des ehemaligen Polizeigefängnisses hinterlassen haben, dokumentiert und übersetzt diese mithilfe von zahlreichen anderen Menschen. In einer Dauerausstellung, die jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist, sind die Räumlichkeiten und die Inschriften der Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus organisiert die Gruppe immer wieder Veranstaltung zu den Themen Migration, Abschiebung und Haft.

*Version française*

11 octobre 2018

présentation du roman « Die Suchenden» (« Les chercheurs d’avenir ») avec l’auteur Rodrigue Péguy Takou Ndie et Chris Herrwig

19h30 au Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, Frankfurt

organisé par Ak 2. Stock

langues : allemand et français

Le roman décrit les effets traumatisant du néocolonialisme, du régime européen des frontières, du système d’asyl allemand et du racisme quotidien à l’exemple du personnage principal.

*l’auteur:*

Rodrigue Péguy Takou Ndie, né en decembre 1981 à Bafoussam / Cameroun, a étudié les sciences économiques, mais a commencé de travailler comme auteur et écrivain. Pour des raisons politiques, il fallait que Péguy Takou Ndie fuit du Cameroun en 2013. Aujourd‘hui, il vit en Allemagne, où il s‘engage entre outre pour le réseau Afrique-Europe-Interact.

En France les romans «Les Retrouvailles» et «Le Fardeau de nos pères» ont déjà été publiés de l‘auteur, de plus les receuils de poèmes «Les complaintes de l‘exilé» et «Les 90 Graines de l‘Amour».

*le lieu:*

depuis 2009 l’initiative Faites votre jeu! utilise l’ancien prison dans la Klapperfeldstr. 5 comme centre autonome. Le bâtiment a une histoire de plus de cent ans de répression policière. La police des Nazi, Gestapo, s’en a servi pour déporter, emprisonner et torturer. Non seulement pour la détention policière, la police et la région de la Hesse, ont utilisé le bâtiment pour la détention afin d’expulser dans les décennies avant sa fermeture.

Le groupe Ak 2. Stock se penche sur les inscriptions laissées dans les cellules par des hommes emprisonné.e.s au Klapperfeld en détention afin d’être expulsé. En plus de la documentation et traduction de ces inscriptions, les cellules dans leur condition originale sont à visiter tous les samedis de 15 à 18 heures. Par ailleurs, le groupe organise de temps en temps des soirées et expositions autour des thèmes de migration, expulsion et détention avec des invité.e.s.

Programm September 2018

Sa. 01.09.2018

Eröffnung der Dokumentationsausstellung zum 30. Jahrestag der Massen­hinrichtungen von politischen Gefangenen im Jahr 1988 im Iran

15.00 bis 18.00 Uhr: Während sich ein Großteil der Iraner*innen von der Revolution 1979 Aussicht auf politische Selbstbestimmung erhoffte, zeigte sich bald eine andere Realität. Eine frühzeitige Enttäuschung in Teilen der Bevölkerung über die neue Regierung führte zu wachsenden Protesten, die von den Machthabern mit immer härteren Mitteln bekämpft wurden.

In Folge dieser Repression kam es im Sommer 1981 zu einer Zäsur. Verfolgung, Folter und Hinrichtungen von Andersdenkenden wurden zur Tagesordnung. Amnesty International berichtete von 2.500 Hinrichtungsfällen im Iran alleine im Zeitraum Juni bis September 1981.

In diesem Zusammenhang ist das Jahr 1988 bekannt geworden als das Jahr der Barbarei und der Massenmorde, deren genaue Dimensionen bis heute noch nicht erfasst sind. Im Geheimen wurden Abertausende politischer Gefangener ohne Prozess hingerichtet. Ihre leblosen Körper wurden in anonymen Massengräbern verscharrt.

Diese Ausstellung widmet sich den Opfern dieser politischen Morde und den Familien und Müttern (»Mütter von Khavaran«), die bis heute für Aufklärung und Gerechtigkeit kämpfen.
Khavaran ist der Name eines verbotenen Friedhofs am Rande von Teheran, in dem sich ein Teil dieser Massengräber befindet.

Weitere Termine: 08.09., 15.09., 22.09., 29.09. (Samstags, jeweils 15.00 bis 18.00 Uhr)

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Sa. 29.09.2018

Abschluss der Ausstellung

Ab 19.00 Uhr: Mit Lesung aus Gefängnisliteratur und Filmvorführung: »Omid ist mein Name – und der steht für Hoffnung« von Jaška Kocke

Di. 04.09.2018

Monatlicher Barabend in der Sushi-Bar

19.30 bis 1.00 Uhr: Wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken. Diesmal veranstaltet von der IL Frankfurt (frankfurt.radikallinks.org).

Do. 06.09.2018

Barabend: »Katzen brauchen furchtbar viel Musik«

21.00 Uhr: Unter dem Motto »Katzen brauchen furchtbar viel Musik« wird zu einem netten Barabend mit Special Longdrinks eingeladen.

Fr. 07.09.2018

Konzert: Rêche + TBA

Einlass : 20.00 Uhr / Ende 24.00 Uhr: Von ­Rêche gibt es Screamo aus Erlangen. Kostproben gibts hier: ­reche.bandcamp.com. Veranstaltende: Folivora Shows

So.09.09.2018

cobblestone beach

Ab 16.00 Uhr: Open Jam mit Elektronik und Instrumenten offen für alle die rum kommen wollen. Bring your own stuff (Equipment, FX, Instrumente etc.). Veranstaltende: institut de destabilisation

Fr. 14.09.2018

Konzert: Ghost Bag & Tine Fetz + Pink Lint

20.00 bis 23.00 Uhr: Wundervolles Konzert mit Ghost Bag & Tine Fetz (Maastricht/Berlin, adagio830-records.bandcamp.com/album/s-t-4)und Pink Lint (Berlin). Veranstaltende: ICHI ICHI

Sa. 15.09.2018

Was macht uns ­wirklich sicher? Ein Toolkit zu ­intersektionaler ­transformativer ­Gerechtigkeit jenseits von Gefängnis und ­Polizei

19:30 Uhr: Lesung und Diskussion mit ­Melanie Brazzell. Veranstaltende: AK Knastkritik. Kinderbetreuung bitte bei knastkritik-ffm[ät]­riseup[punkt]net anmelden.

So.16.09.2018

Workshop zu transformative Justice

11.00 bis 18.00 Uhr: Der Workshop wird veranstaltet vom AK Knastkritik in Kooperation mit Copwatch. Bitte unter knastkritik-ffm[ät]­riseup[punkt]net anmelden.

Fr. 21.09.2018

Soli-Barabend: Institut für urbane ­Perspektive Offenbach

20.00 bis 1.00 Uhr: Der letzte Barabend im Exil! Das Institut für urbane Perspektive lädt zum Umtrunk ein (mit Gema-freier Musik!). Kommt zahlreich und unterstützt Projekte in Offenbach! Mehr Infos: urbane-perspektive.org

Do. 27.09.2018

Konzert: Gli Stronzi + Mesecina

Einlass : 19.00 Uhr / Ende 24.00 Uhr: Powerviolence direkt aus Italien. Probehören könnt hier mesecinapowerviolence.bandcamp.com und hier ­glistronzi.bandcamp.com. Veranstaltende: Folivora Shows

Fr. 28.09.2018

Konzert: Deutsche Laichen, Lhotse + Kaczka

Ab 21.00 Uhr: Olekranonkrew kommt frisch aus der Sommerpause mit einem Knaller­konzert. Mit dabei: Die grandiosen Deutsche Laichen (Feministischer PunkPunkPunk aus Göttingen, deutschelaichen.bandcamp.com), die zuckersüßen Lhotse (Indie­EmoPopPunk aus Köln, lhotse.­bandcamp.com) und die supertollen Kaczka (ScreamoPostPunk aus Köln, ­kaczka.bandcamp.com). Veranstaltende: ­Olekranonkrew
 
 

Was macht eigentlich…?
… das Plenum!

Wer seid ihr und was macht ihr?

Einzelpersonen und Delegierte von Gruppen bilden das Plenum im Klapperfeld. Wir entscheiden zusammen und im Konsens über Anfragen und wichtige Angelegenheiten rund um das Klapperfeld. Neben der Organisation finden auch inhaltliche Treffen statt. Dort werden grundlegende Fragen zu »Faites votre jeu!« vom Bullen-Graffito bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Das Plenum verbleibt dabei aber nicht im eigenen Sumpf. Wir wollen das politische Geschehen mitgestalten und äußern uns zu wichtigen Fragen in Frankfurt und sonstwo. Das Klapperfeld ist ein politischer Ort und somit auch das Plenum.

Was verbindet ihr mit dem Klapperfeld?

Manche auf dem Plenum sind seit Beginn dabei, manche erst seit Kurzem. Dadurch müssen Fragen, die den Umgang mit diesem wichtigen Ort betreffen, ausgehandelt werden. Und das ist auch gut so. Das Klapperfeld soll ein Ort sein, den alle Nutzer*innen selbst gestalten können. Dabei achten wir darauf, einen möglichst niederschwelligen Zugang zu haben und Ausschlussmechanismen kritisch zu reflektieren. Das Plenum ist eine sehr wichtige Institution im Klapperfeld, zu der wir alle Nutzer*innen und Interessierte zur ­Mitarbeit herzlich einladen. Das Plenum ist nicht so nervig, wie sein Ruf verheißen mag!!

Wie können interessierte euch erreichen?

Wir treffen uns jeden Dienstag um 19:30 Uhr und versuchen spätestens um 22:00 Uhr aufzuhören. Jeden ersten Dienstag ist das Großplenum, auf welchem die monatlichen Aufgaben verteilt werden. Anfragen werden am 1. und 3. Dienstag im Monat besprochen. Infos gibt es auf der Homepage (­faitesvotrejeu.blogsport.de) und per Mail unter: ­faitesvotrejeu@yahoo.com. Am besten ist es, wenn ihr einfach vorbei kommt!
 
 

Regelmäßige Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum

Di., 19.30 bis 22.00 Uhr: Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum ­betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Anfragen am 1. und 3. Plenum des Monats!

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds

Sa., 15.00 bis 18.00 Uhr: Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während aller öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0177 3982718) oder schreibt uns (info[ät]klapperfeld[punkt]de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«

Mo., 18.30 Uhr: RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform.
 
 
Programm als PDF: download

Offener Brief an Sylvia Weber: Einladung ins ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld

Offener Brief an Sylvia Weber, Stadträtin und Dezernentin für Integration und Bildung, zur Kenntnisnahme an die Stadtverordneten und Pressevertreter*innen

Sehr geehrte Frau Weber,

einem Artikel der Frankfurter Rundschau konnten wir entnehmen, dass der Präsident des Landesamtes für ­Verfassungsschutz Robert Schäfer vorhabe, sich mit Ihnen und dem Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill zu treffen, um über unsere Initiative und die Nutzung des Klapperfelds zu sprechen.

Selbstverständlich wollen wir Ihnen nicht in Ihre Terminplanung hineinreden – trotzdem fragen wir uns, welchen substanziellen Beitrag diese beiden Herren leisten sollen, wenn es um unsere Arbeit im Klapperfeld geht. Allein der Blick in den jüngsten hessischen Verfassungsschutzbericht genügt, um zu erkennen, dass es den beiden bei einem solchen Termin mitnichten um eine objektive Betrachtung unserer Initiative gehen kann. So maßt sich der hessische Verfassungsschutz unter anderem an zu behaupten, das Klapperfeld stehe »im kritischen Spannungsverhältnis kultureller Angebote als Deckmantel für dahinterliegende linksextremistische Aktivitäten«. Belege für diese absurde Verschwörungstheorie – wie auch für alle anderen Unterstellungen im Verfassungsschutzbericht – bleibt diese Behörde selbstverständlich schuldig. Würden mit derlei Diffamierungen keine politischen Ziele verfolgt und hätten diese keine Folgen – wir könnten fast darüber lachen. Wir begreifen sowohl die Behauptungen im Bericht als auch den öffentlichkeitswirksam verkündeten Termin des hessischen Verfassungsschutzpräsidenten als Teil einer ­Delegitimationskampagne gegen uns und unser Projekt im Klapperfeld, die schon seit einigen Monaten andauert und von verschiedenen rechten Kräften gegen uns geführt wird.

Wie Sie wissen, nutzen wir das Klapperfeld mittlerweile bald zehn Jahre. In dieser Zeit haben wir zwei Dauer­ausstellungen zur ­Geschichte des Gebäudes erarbeitet – eine zur nationalsozialistischen Vergangenheit und eine zur Abschiebehaft. Allein die ­beiden Dauerausstellungen konnten im letzten Jahr über 1.000 Einzelbesucher*innen zählen – nicht eingerechnet sind die vielen Führungen mit Schulklassen, Seminaren von Studierenden und anderen Gruppen. Weiterhin wurden in mehr als einem Dutzend Gastausstellungen unterschiedlichste Themen bearbeitet, darunter: die Vernichtung von Sinti und Roma in Auschwitz, Frauen in Konzentrationslagern, der Spanische Bürgerkrieg, die ­Residenzpflicht, das europäische Grenzregime, Widerstand im National­sozialismus und die Taten sowie der Kontext des Nationalsozialistischen Untergrunds. Neben den Ausstellungen eröffnet unser Zentrum ­unterschiedlichsten Menschen vielfältige Möglichkeiten, welche sie an anderen Orten in Frankfurt durch zu hohe Mieten und den damit verbundenen Raummangel nicht hätten. So erfreuen sich unter anderem Proberäume, der Sportraum, die Fahrrad- und Holzwerkstätten, der Siebdruckraum und verschiedene Ateliers unzähliger Nutzer*innen. Auch Lesungen, Diskussions­veranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte und Partys füllen unsere Veranstaltungsräume ­regelmäßig bis auf den letzten Platz. Nicht zuletzt lernen und leben alle, die sich auf unterschiedlichste Weise im Klapperfeld einbringen und daran beteiligen, Aushandlungsprozesse in Gruppen zu führen, Arbeiten in selbstorganisierten Strukturen und Kommunikation auf Augenhöhe – auch Räume in denen das möglich ist, sind in einer Stadt wie Frankfurt Mangelware.

Und ja, im Klapper­feld kommen auch Menschen und Gruppen zusammen, die für eine emanzipatorische Gesellschaft streiten und ­gegen kapitalistische Zumutungen auf die Straße gehen: Wir machen kein Geheimnis daraus, dass wir uns gegen Nazis und einen ­gesellschaftlichen Rechtsruck wehren, Hetze und Gewalt angehen, die sich gegen Geflüchtete richtet und rasant ­voranschreitende ­Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, Armut, ­Verdrängung und Gentrifizierung nicht tatenlos hinnehmen. ­Unsere historische, ­kulturelle und künstlerische Arbeit ist dabei kein »Deckmantel« – vielmehr ist sie, ebenso wie die genannten Kämpfe, elementarer Bestandteil unserer politischen Arbeit und untrennbar mit unserem linken Selbstverständnis verknüpft.

Damit sie nicht auf Hörensagen und gefährliches Halbwissen von Schäfer und Bereswill zurückgreifen müssen, möchten wir Sie gerne einladen, sich vor Ort ein Bild von uns und unserer Arbeit zu machen. Gerne berichten wir Ihnen aus erster Hand, wieviel Energie und Engagement wir in den letzten Jahren in unser Projekt gesteckt haben.

Wir freuen uns auf Ihre Terminvorschläge und Ihren Besuch!

Herzliche Grüße
Maja Koster und Matthias Schneider
für die Initiative »Faites votre jeu!«
 
 
Offener Brief als PDF: download