Programm Oktober 2016

Hier unser Oktober-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Programm

Samstag, 1. Oktober 2016
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Montag, 3. Oktober 2016
20.30 Uhr // Konzert: PRINCESS NOKIA
(soundcloud.com/destiny-frasqueri), GNUCCI (soundcloud.com/gnucci) & DJ NIRE (soundcloud.com/nire) (Beginn: 21.30 Uhr) Veranstaltende: knertz shows (fb.com/knertzshows)

Dienstag, 4. Oktober 2016
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Mittwoch, 5. Oktober 2016
19.00 Uhr // Konzert:
Es spielen RRRMS die neue Riot-Grrrl-Punk-Band aus Frankfurt und Offenbach ihren ersten Gig!Und zu Gast aus Chile spielen für uns VAMPIRISMO ILUSTRADO und DIAVOL STRÂIN (diavolstrain.bandcamp.com, Darkwave/Postpunk). Vor dem Konzert wird zudem eine Doku über die Entstehung des FEMFEST, einem DIY-Frauen*-Festival in Chile, gezeigt. Die Doku ist auf Spanisch mit englischen Untertiteln (femfest.tumblr.com). Die Doku beginnt um 20 Uhr, das Konzert um 21 Uhr. Einlass ab 19 Uhr.

Freitag, 7. Oktober 2016
21.00 Uhr // Konzert: MERAINE
(Lüdenscheid, Brachialcore) und HECTOR SAVAGE (Köln, Rabiatcore), Veranstaltende: K-Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Mittwoch, 12. Oktober 2016
21.30 // Konzert: BEEKEEPERS
(Noisepunk Oakland/CA, beekeepersband.bandcamp.com) + P.U.F.F. (Weirdo Wave/SynthPunk Berlin, slovenly.bandcamp.com/album/puff-living-in-the-partyzone-lp)

Samstag 15. Oktober 2016
21.30 Uhr // Konzert:
LIGHTNING IS ABOUT TO STRIKE FRANKFURT! Es gibt Garage Garage und Surf mit ZHOD (zhod.bandcamp.com), HÄXXAN (heroicleisure.bandcamp.com/album/h-xxan) und THE ORIONS (theorions.bandcamp.com). Get a taste of The Genie in the Tahini with the Busy Ghost till You never gonna see us again. Veranstaltende: show.off konzerte

Dienstag, 18. Oktober 2016
19.30 Uhr // Diskussionsveranstaltung: »Klasse-Macht-Kampf«
, Unsere Veranstaltungsreihe geht weiter, dieses Mal mit einer Diskussion über die aktuellen Klassenkämpfe in Frankreich – hierzu wird es einen (englischsprachigen) Intput der Gruppe Mouvement ­Communiste (mouvement-communiste.com) geben. Veranstaltende: Antifa Kritik & Klassenkampf (akkffm.blogsport.de)

Donnerstag, 20. Oktober 2016
19.00 Uhr // Autorenlesung aus dem historischen Kriminalroman »Judasengel« von H.T. Riethausen
, Die Frankfurter Prozesse 1950–1951, Anklagegrund: Homosexuell nach §175. Weitere Infos: www.judasengel.de

Donnerstag, 20. Oktober 2016
21.00 Uhr // Konzert: RYSKINDER
(lo-fi indie surf, ryskinder.bandcamp.com) + OHTAKEKOHAN (eclectic-electric-psychedelic, www.youtube.com/watch?v=Dc0soGiVvpQ)

Freitag, 21. Oktober
20.00 Uhr // Lesung: »Kischinew – Das Pogrom 1903«, herausgegeben von Andeas W. Hohmann und Jürgen Mümken
, Lesung mit den Autoren und Herausgebern des ­Buches.
Verlag: Verlag Edition AV (www.edition-av.de); Organisiert von: AK 2. Stock @ »­Faites ­votre jeu!« (Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse)

Sonntag, 23. Oktober 2016
19.00 Uhr // Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse: »Goodbye Gender« von Rae Spoon & Ivan Coyote; Gelesen von Steff Urgast & Florian Mania. Verlag: w_orten & meer – Verlag für antidiskriminierendes Handeln
(wortenundmeer.net); Organisiert von: »Faites votre jeu!« (Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse)

Dienstag, 25. Oktober 2016
20.00 Uhr // »Still not loving borders!«-Soli-Barabend für die Unterstützung von ­Geflüchteten und Migrant*innen:
Solange die Grenzen weiter bestehen, solange werden wir was dagegen tun. Doch damit das möglich ist, brauchen wir eure trinkfeste ­Solidarität  – denn ohne Moos ist bekannterweise auch nix los. Deshalb laden wir sowohl Refugees als auch Non-Refugees herzlich zu unseren Barabenden mit (nicht-)alkoholischen Getränken und ­Musik ein, um zumindest an diesen Abenden grenzenlos zu feiern. Veranstaltende: ­noborder ffm (noborder-frankfurt.antira.info)

Donnerstag, 27. Oktober 2016
20.30 Uhr // Barabend: Durstig am Donnerstag

GegenBuchMasse 2016

Freitag, 21. Oktober
20.00 Uhr // Lesung: »Kischinew – Das Pogrom 1903«, herausgegeben von Andeas W. Hohmann und Jürgen Mümken, Lesung mit den Autoren und Herausgebern des ­Buches.

Anfang des 20. Jahrhunderts waren die russischen Jüdinnen und Juden immer wieder Pogromen ihrer christlichen MitbürgerInnen ausgesetzt. Einer der Orte, die immer wieder betroffen waren, ist Kischinjew, das heutige Chişinău, Hauptstadt Moldawiens (Republica Molodva). Kischinjew war um 1900 ein Zentrum jüdischen Lebens im Russischen Reich. So bildeten die Jüdinnen und Juden mit einem Anteil von 45,9 % (laut einer Zählung aus dem Jahre 1897) die größte Bevölkerungsgruppe. In Kischinjew fanden 1881, 1903 und 1905 Pogrome statt. Das Osterpogrom 1903 war das erste Pogrom in der Geschichte, das einen Namen bekam. Es steht im Mittelpunkt dieses Bandes, in dem zeitgenössische Darstellungen und Reaktionen auf die Pogrome wieder veröffentlicht. Die Pogrome haben ihre Spur in der Geschichte, in der Literatur und im jüdischen Selbstverständnis hinterlassen und tauchen auch in der Gegenwartsliteratur auf. Oft war das Pogrom Motiv für eine Auswanderung in die USA, nach Südamerika oder nach Palästina. Insgesamt haben die Pogrome in Rußland zu einer starken Auswanderung der Jüdinnen und Juden geführt. Sie wurden zu den ersten Pionier­Innen, Jahrzehnte vor der Gründung des jüdischen Staates.
Verlag: Verlag Edition AV (www.edition-av.de); Organisiert von: AK 2. Stock @ »­Faites ­votre jeu!«

Sonntag, 23. Oktober 2016
19.00 Uhr // Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse: »Goodbye Gender« von Rae Spoon & Ivan Coyote; Gelesen von Steff Urgast & Florian Mania.

Geht das – ein Leben ohne Gender? Geschichten vom Versuchen und Scheitern, heiter und sehr traurig, von Verbindungen mit Menschen, ihren Irritationen und einem für viele vielleicht neuen Lösungsansatz: sich von Gender als Kategorie zu verabschieden. »Goodbye Gender« macht den Anfang. »Ich bin nicht im falschen Körper geboren. Ich bin in der falschen Welt geboren.« (Rae Spoon) Was bedeutet es, nie im richtigen Geschlecht zu sein – nicht in dem, was bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht in den Vorstellungen von sexueller Identität, die später im Leben ausprobiert wurden, nicht nach einem Geschlechtswechsel von ›Frau‹ zu ›Mann‹? Und kann es das geben, Geschlecht einfach ganz aufzugeben? Rae Spoon und Ivan E. Coyote berichten in kurzen, sich abwechselnden Texten von ihrer Reise durch unterschiedliche Phasen eines geschlechtlichen und sexuellen Lebens – bis hin zu dem Punkt, an dem sie Geschlecht als Identifikation für sich ganz aufgeben und sich stattdessen von Gender »berenten« lassen. Doch wie reagieren Freund_innen, Kolleg_innen, Verwandte? Wie verhalte ich mich in der Kneipe, beim Vorstellungsgespräch, nachts an einer Tankstelle? Welche Wortformen gibt es überhaupt noch, um mich anzusprechen und von mir zu erzählen? Und sehe ich anderen ihr Geschlecht eigentlich an? Ivan und Rae erzählen aus ihrer Kindheit und Jugend, von ersten Lieben und dem Erwachsenwerden, ihrem Leben auf und hinter Bühnen. Sie nehmen Reaktionen auf und bringen die Leser_innen zum Lachen und Weinen, zum Nachdenken und Wiedererkennen – vielleicht zum ersten Mal zum Hören von Fragen zu schwuler Identität und Pronomenlosigkeit. Unkompliziert und nah schildert das Buch, wie die Idee von Geschlecht als eindeutiger Norm an einer Wirklichkeit scheitert, in der Aussehen, Auftreten und Begehren nicht immer eindeutig sind.
Verlag: w_orten & meer – Verlag für antidiskriminierendes Handeln (wortenundmeer.net); Organisiert von: »Faites votre jeu!«

Infos zur GegenBuchMasse und dem Programm an anderen Orten: gegenbuchmasse.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

Banner – klapperfeld.de