21. Mai 2015, 20.00 Uhr // Eine argentinische Kooperative 14 Jahre nach der Krise – Perspektiven und Probleme der Selbstorganisation

Die politische und wirtschaftliche Krise 2001 stellte in Argentinien eine Zensur dar. Nach den Privatisierungen in den 90er unter der neoliberalen Regierung von Präsident Menem und der Währungskrise kam es zu schweren Protesten der Bevölkerung gegen die Regierung. Sinnbildlich hierfür steht die Forderung »Que se vayan todos!« (»Alle sollen gehen!«). Gemeint waren damit die Politiker*innen. Die staatliche Infrastruktur brach weitestgehend zusammen. In Kooperativen, Suppenküchen und besetzten Fabriken versuchten sich viele Argentinier*innen selbst zu organisieren.

San Miguel de Tucumán war, wie viele der größeren Städte, sehr stark von den Folgen der Krise betroffen. Als Antwort gründeten Barrio-Bewohner Kooperativen wie das Centro Comunitario Carballito und weitere, die sich später gemeinsam organisierten. In diesem Umfeld entstand auch die kooperativgeleitete Bar Pangea. 14 Jahre nach der Krise und nach drei Legislaturperioden der Kirchnerregierung haben sich die Projekte gehalten und konnten sich weiterentwickeln.

Der Aktivist Nicolas Garcia hat seit dem Jahr 2000 im Centro Comunitario Carballito mitgewirkt und 2005 Pangea mitaufgebaut; er ist aktiv in der Frente Popular Dario Santillan-Corriente Nacional und Trabajador de la Cooperativa de Trabajo Pangea.

Am 21. Mai um 20 Uhr wollen wir mit Nicolas über die Selbstorganisation in Tucumán und über die sozialen Prozesse in Argentinien nach der Krise sprechen.