Archiv für Dezember 2014

Programm Januar 2015

Hier unser Januar-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Samstag, 3. Januar 2015
21.00 Uhr // Konzert: TRIGGER
(triggergrindcore.bandcamp.com) aus Glauchau spielen mit Bass, Drums und einem wahnsinnigen Sänger einen ultrafiesen und technisch hochwertigen Grindcore, der sich auch mal in Richtung Death-Metal wagt, dann aber wieder in einem rasenden Tempo die Kurve kratzt. Mit dabei CRUEL FRIENDS (cruelfriends.bandcamp.com) aus Karlsruhe und Straßburg. Hier zocken alte Bekannte von Gun Mob, Geraniüm, Post War Depression, Slump u.a. eine Mischung aus schnellem und crustigem Hardcore a la His Hero Is Gone und dreckig-düsteren Grindparts. Holla die Krachfee… Veranstaltende: K.Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Dienstag, 6. Januar 2015
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
– wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Mittwoch, 14. Januar 2015
18.30 Uhr // Infoveranstaltung zur »Gedenkstättenfahrt nach Krakau / Auschwitz«:
Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Vom 5. bis zum 11. April 2015 organisieren Die Falken eine Gedenkstättenfahrt. Weitere Infos: www.falken-hessen.de/termine/gedenkst-ttenfahrt-krakau-auschwitz

Montag, 19. Januar 2015
18.30 Uhr // Eröffnung der neuen Dauerausstellung: »RAUS VON HIER. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002«
(Weitere Infos siehe unten oder unter: zweiterstock.klapperfeld.de)

Freitag, 30. Januar 2015
21.00 Uhr // L__rSt*ll*-Soli-Barabend statt Repression!:
Am 15. März 2014 wurde die Georg-Voigt-Straße 10 besetzt und nach wenigen Stunden geräumt. Gegen die 27 Aktivist*innen, die sich zum Räumungszeitpunkt im Gebäude befanden, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Bisher haben mehrere Jugendgerichtsverhandlungen stattgefunden, die jeweils mit einer ­Einstellung des Verfahrens endeten. Trotz dieses erfreulichen Ausgangs kommen auf die Betroffenen Anwält*innenkosten zu. In den weiteren Verfahren wird außerdem über Strafbefehle in Höhe von ca. 600 Euro verhandelt. Wir laden euch deshalb ein zu solidarischen Drinks und Snacks. Gegen die Kriminalisierung legitimer Proteste und für eine soziale Stadt­umstrukturierung! Solidarität mit den Aktivist*innen der Georg-Voigt-Straße! Weitere Infos: facebook.com/leerstelleffm

Ausstellung: Raus von hier

Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam
im Klapperfeld 1955–2002

Eröffnung: Montag, 19. Januar 2015, 18.30 Uhr

Der zweite Stock des ehemaligen Polizei­gewahrsams und Abschiebegefängnisses in der Klapperfeldstraße wird nun regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dort ­befinden sich 16 Einzel- und 2 Sammel­zellen, in denen in den letzten Jahrzehnten der Nutzung des Gefängnisses bis zu seiner Schließung im Jahr 2002 überwiegend Abschiebegefangene inhaftiert waren. Diese Zellen sind in dem Zustand belassen, in dem sie sich befanden, als die Initiative »Faites votre jeu!« im Jahr 2009 das Gebäude als selbstverwaltetes Zentrum zu nutzen begann: Auf Türen, Wänden, Tischen und Stühlen sind Inschriften in über 30 Sprachen zu entdecken, welche die Inhaftierten in insgesamt fünf Jahrzehnten hier hinterlassen haben.

Den Besucher*innen stehen Broschüren mit über 1.000 Übersetzungen zur ­Verfügung, die seit Anfang 2013 von zahlreichen Helfer*innen zusammengetragen wurden. Zusätzlich ­vermitteln die Stimmen der ­Übersetzer*innen in einer Audioinstallation einen akustischen Zugang zu den ­Inschriften. In einem Ausstellungsraum sind einige ­Hintergrundinformationen zur Abschiebehaft im Klapperfeld zusammengetragen.

Mitmachen erwünscht!
Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften wird über den ­Termin der Eröffnung hinaus weiter gehen – Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Ebenso werden weiterhin ­Informationen zur Nutzung des ­Klapperfelds als ­Abschiebegefängnis und Polizeigewahrsam gesucht.

Regelmäßige Öffnungszeiten (ab 24. Januar 2015): samstags, 15–18 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Weitere Infos: zweiterstock.klapperfeld.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Den Kern der Ausstellung stellt die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Weitere Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).
ACHTUNG: Am Samstag, den 3. Januar 2015 bleibt die Ausstellung geschlossen

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

Banner – klapperfeld.de

Ausstellungseröffnung: Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002

Eröffnung:
Montag, 19. Januar 2015, 18.30 Uhr

Der zweite Stock des ehemaligen Polizei­gewahrsams und Abschiebegefängnisses in der Klapperfeldstraße wird nun regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dort befinden sich 16 Einzel- und 2 Sammel­zellen, in denen in den letzten Jahrzehnten der Nutzung des Gefängnisses bis zu seiner Schließung im Jahr 2002 überwiegend Abschiebegefangene inhaftiert waren. Diese Zellen sind in dem Zustand belassen, in dem sie sich befanden, als die Initiative »Faites votre jeu!« im Jahr 2009 das Gebäude als selbstverwaltetes Zentrum zu nutzen begann: Auf Türen, Wänden, Tischen und Stühlen sind Inschriften in über 30 Sprachen zu entdecken, welche die Inhaftierten in insgesamt fünf Jahrzehnten hier hinterlassen haben.

Den Besucher*innen stehen Broschüren mit über 1.000 Übersetzungen zur ­Verfügung, die seit Anfang 2013 von zahlreichen Helfer*innen zusammengetragen wurden. Zusätzlich vermitteln die Stimmen der ­Übersetzer*innen in einer Audioinstallation einen akustischen Zugang zu den ­Inschriften. In einem Ausstellungsraum sind einige ­Hintergrundinformationen zur Abschiebehaft im Klapperfeld zusammengetragen.

Mitmachen erwünscht!

Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften wird über den ­Termin der Eröffnung hinaus weiter gehen – Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Ebenso werden weiterhin ­Informationen zur Nutzung des ­Klapperfelds als ­Abschiebegefängnis und Polizeigewahrsam gesucht.

Regelmäßige Öffnungszeiten

(ab 24.01.2015): samstags, 15–18 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Während der Öffnungszeiten kann auch die Dauer­ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds mit Fokus auf der Zeit des Nationalsozialismus besucht werden.
 
 
Flyer als pdf: download

Weitere Infos: zweiterstock.klapperfeld.de (english)

Samstag, 27. Dezember 2014, 20 Uhr // Konzert mit HANGOVER GENERATION, WØLFENSTEIN & KAPYTAEN

Die Jungs von HANGOVER GENERATION (Lugano, CH, facebook.com/pages/Hangover-Generation/179923695372427) bieten einen kompromisslosen Street Punk mit Einflüssen zwischen Punk 77 und UK82: Viel Geschei, viel Geschrammel und viel Geschwitze!

Der Musikstil von WØLFENSTEIN (Stuttgart, DE, wolfensteinpunx.bandcamp.com) ist eine ­Mischung aus Hardcore und Punk: Schnell und hart, aber auch düster und reflektiert. Einfach ein grandiöser Sound!

KAPYTAEN (Würzburg, DE, kapytaen.bandcamp.com) sind Grenz­gänger zwischen den Genres: Punk, Hardcore, Neocrust, Violence.

Laut wie ein Schrei, der von innen kommt!

Programm Dezember 2014

Hier unser Dezember-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Dienstag, 2. Dezember 2014
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
– wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Freitag, 5. Dezember 2014
19.00 Uhr // »Ich bin immer noch militant« #2: Klaus Rózsa und Wolfgang Seibert im Gespräch über ihr jüdisches und linkes Selbstverständnis:
Das Aufflammen des Konfliktes zwischen Israel und der Hamas im Juli 2014 hat weltweit für Diskussionen gesorgt, so auch in Deutschland. Die Kritik am israelischen Vorgehen in Gaza vermischt sich nicht selten mit ­antisemitischen Ressentiments, für die die israelische Politik nur ein zeitgemäßer Aufhänger ist. Vor dem Hintergrund dieser Situation wollen wir einen Beitrag zu einer Debatte liefern, die sich eindeutigen Polarisierungen entzieht und stattdessen Anregungen gibt, sich auf die Komplexität der Verhältnisse einzulassen. Aus zwei biographischen Perspektiven wird sowohl die Konfrontation mit unterschiedlichen Formen von Antisemitismus, als auch der Umgang mit selbigen beschrieben. Klaus Rózsa, Jahrgang 1954, und Wolfgang Seibert, Jahrgang 1947, vereint eine aktivistische, linksradikale wie auch jüdische Biografie. Der Fotograf Klaus Rózsa lebte lange Zeit in der Schweiz, war Teil der linken und antiimperialistischen Szene und wurde dort jahrelang von der Bundespolizei überwacht. In den 1990er Jahren wendet er sich, ausgelöst von einem reflektierenden Treffen mit alten Gefährt_innen, entschieden von der Unterstützung von nationalen Befreiungsbewegungen ab. Es kommt zu einer Revision von bis dahin unhinterfragten Selbstverständlichkeiten der Linken. Wie es Rósza ausdrückte: »Unsere Bilanz fiel verheerend aus.« Heute lebt er in Budapest und Zürich. Wolfgang Seibert ist der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Pinneberg und macht die Sendung »Shalom Libertad« im Hamburger Freien Sender-Kombinat (FSK). Ende der 1960er Jahre wandte er sich, entsetzt über den Hass auf Israel, enttäuscht von der radikalen Linken ab. Sein antifaschistisches Engagement sowie positive Erlebnisse mit linken Gruppen brachten ihn zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder zurück zur Politik. Wir sprechen mit Rózsa und Seibert über ihr jüdisches und ihr linkes Selbstverständnis, ihre Enttäuschungen, Resignation, neue Hoffnungen, über Antisemitismus und die Linke.

Samstag, 6. Dezember 2014
15.00 Uhr // Zine-Nachmittag:
Mit dabei: Eine Tasche voller Zines (frisch vom Zinefest Berlin) zum Lesen, Bewundern, Tauschen. Und Kaffee, Tee, Kekse, Filzstifte & Papier. [Zines sind ein ­wenig wie Zeitschriften, aber in Kleinstauflage, ohne Gewinnabsicht, ungefiltert und mit Hin­gabe. DIY!] Info: zinesffm.tumblr.com (bis 18.00 Uhr)
15.00 Uhr // Ehemaliger Abschiebetrakt zugänglich – translation work in progress: Neben der Dauerausstellung ist auch der ehemalige Abschiebetrakt zugänglich, in dem vor allem ab den 1980er Jahren bis zur Schließung des Klapperfelds Abschiebegefangene inhaftiert wurden. Dort wird an der Übersetzung der Inschriften an den Zellenwänden gearbeitet. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: abschiebetrakt.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Donnerstag, 11. Dezember 2014
19.00 Uhr // Architectures of Deportation – Strategies of Resistance: Die Architektin und ­Aktivistin Tings Chak aus Toronto macht in ihrem Graphic Novel »Undocumented: The ­Architecture of Migrant Detention« sichtbar, was sonst in der Regel unsichtbar ist: die Architekturen der Abschiebung
(undocumented.ca). Gemeinsam mit Aktivist*innen von Lampedusa in Hanau (lampedusa-in-hanau.antira.info) und Refugees for Change (­refugeesforchange.wordpress.com) wird sie über die materiellen und immateriellen Praxen von Abschiebung und Ausgrenzung sprechen, sowie über Strategien des Widerstands. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden; im Vorfeld (ab 18.30 Uhr) sowie danach ist der ehemalige Abschiebetrakt des Klapperfelds zugänglich. Veranstaltende: noborder ffm (noborder-frankfurt.antira.info) in Kooperation mit dem AK ­Kritische Geographie (kritische-geographie.de) Im Anschluss Soli-Barabend mit Essen und Getränken zur Unterstützung lokaler Kämpfe gegen Ausgrenzung (bis 24.00 Uhr)

Freitag, 19. Dezember 2014
19.00 Uhr // *kantine: Winterfressen*bestes Leben* & Soli macht satt!
Die *kantine lädt zum 3-Gänge-Menü mit schicken Drinks und aufregender Tombola – ein Abend, der das Leben schöner macht. Euer Solibeitrag wiederum erleichtert uns selbiges: Ein_e Genoss_in aus der *kantine hat Ärger mit den Strafverfolgungsbehörden. Im Rahmen eines Brunchs im Klapperfeld letzten September soll beim Ausparken ein Auto beschädigt und ein Dixieklo umgefahren worden sein, so lautet die einhellige Aussage der drei Besitzer_innen des Wagens – dass das so nicht stimmt, dass hier Aussagen abgesprochen wurden und dass die Bullen das glauben, steht auf einem anderen Papier. Auf dem Papier namens Strafbefehl steht neben Führerscheinentzug jedenfalls eine saftige Summe, die zu zahlen ist. Kommt zahlreich und mit leeren Mägen – noch nie war Solidarität so ein Genuss!
21.00 Uhr // Konzert: KARIES (kariessksechzig.bandcamp.com, punk also krach), vier Jungs zusammengewürfelt aus & verstreut über Leipzig bis Stuttgart. Retro und düster – 80er und NDW, mechanisch und heterogen. Außerdem mit PISSE (pisse.bandcamp.com, pisse.blogsport.de, punk also country) Und die dreiköpfige Band P.U.F.F. (facebook.com/daslebenisteinpuff/, punk also futurebilly) aus Berlin mit Uniformen, Gitarren, Synthesizern, Orgel, Bass und Explosionen, deutschen und englischen Texten. Obwohl Vergleiche hinken soll ihre Musik wohl so klingen wie eine Mischung aus frühen Butthole Surfers und den Screamers mit Eddie Cochran-Einschlag…

Mittwoch, 24. Dezember 2014
23.00 Uhr // Weihnachten:
Für alle Weihnachtsmuffel und all die, die der familiären Idylle entfliehen wollen, gestaltet der Rote Stern Ffm diesen Abend. Infos folgen: roterstern-ffm.de

Samstag, 27. Dezember 2014
20.00 Uhr // Konzert:
Die Jungs von HANGOVER GENERATION (Lugano, CH, facebook.com/pages/Hangover-Generation/179923695372427) bieten einen kompromisslosen Street Punk mit Einflüssen zwischen Punk 77 und UK82: Viel Geschei, viel Geschrammel und viel Geschwitze! Der Musikstil von WØLFENSTEIN (Stuttgart, DE, wolfensteinpunx.bandcamp.com) ist eine ­Mischung aus Hardcore und Punk: Schnell und hart, aber auch düster und reflektiert. Einfach ein grandiöser Sound! KAPYTAEN (Würzburg, DE, kapytaen.bandcamp.com) sind Grenz­gänger zwischen den Genres: Punk, Hardcore, Neocrust, Violence. Laut wie ein Schrei, der von innen kommt!

Dienstag, 6. Januar 2015
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
– wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Ausstellung: Raus von hier

Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam
im Klapperfeld 1955–2002

Eröffnung: Montag, 19. Januar 2015, 18.30 Uhr

Der zweite Stock des ehemaligen Polizei­gewahrsams und Abschiebegefängnisses in der Klapperfeldstraße wird nun regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dort ­befinden sich 16 Einzel- und 2 Sammel­zellen, in denen in den letzten Jahrzehnten der Nutzung des Gefängnisses bis zu seiner Schließung im Jahr 2002 überwiegend Abschiebegefangene inhaftiert waren. Diese Zellen sind in dem Zustand belassen, in dem sie sich befanden, als die Initiative »Faites votre jeu!« im Jahr 2009 das Gebäude als selbstverwaltetes Zentrum zu nutzen begann: Auf Türen, Wänden, Tischen und Stühlen sind Inschriften in über 30 Sprachen zu entdecken, welche die Inhaftierten in insgesamt fünf Jahrzehnten hier hinterlassen haben.

Den Besucher*innen stehen Broschüren mit über 1.000 Übersetzungen zur ­Verfügung, die seit Anfang 2013 von zahlreichen Helfer*innen zusammengetragen wurden. Zusätzlich ­vermitteln die Stimmen der ­Übersetzer*innen in einer Audioinstallation einen akustischen Zugang zu den ­Inschriften. In einem Ausstellungsraum sind einige ­Hintergrundinformationen zur Abschiebehaft im Klapperfeld zusammengetragen.

Mitmachen erwünscht!
Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften wird über den ­Termin der Eröffnung hinaus weiter gehen – Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Ebenso werden weiterhin ­Informationen zur Nutzung des ­Klapperfelds als ­Abschiebegefängnis und Polizeigewahrsam gesucht.

Regelmäßige Öffnungszeiten (ab 24. Januar 2015): samstags, 15–18 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Weitere Infos: zweiterstock.klapperfeld.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Den Kern der Ausstellung stellt die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Weitere Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe
Jeden Montag von 14.00 Uhr bis 18.00 UhrNach der Winterpause meldet sich die Fahrradwerkstatt der ­Haftentlassenenhilfe zurück und alle Menschen, die an ihren Zweirädern schrauben wollen, können wie in den letzten zwei Jahr wieder jeden Montag ab 14 Uhr vorbeikommen. Weitere Infos unter: faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/07/20/fahrradwerkstatt-im-klapperfeld/

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

Banner – klapperfeld.de