Programm Oktober 2014

Hier – zugegebenermaßen etwas verspätet – unser Oktober-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Freitag, 3. Oktober 2014
21.30 Uhr // Konzert: SHEARING PINX
(no wave, Vancouver; shearingpinx.bandcamp.com), SIDA (no wave, Frankreich; sweetrotrecords.bandcamp.com/album/sida-s-t-7), ANCIENT MITH [TBC] (Hip Hop, Denver; ancientmith.bandcamp.com) & BLINDSPOT [TBC] (Hip Hop, Augsburg; blindspot-music.com)

Samstag, 4. Oktober 2014
15.00 Uhr // Ehe­ma­li­ger Ab­schie­be­trakt zu­gäng­lich – trans­la­ti­on work in pro­gress:
Neben der Dau­er­aus­stel­lung ist an die­sem Tag auch der ehe­ma­li­ge Ab­schie­be­trakt zu­gäng­lich, in dem ab den 1980er Jah­ren bis zur Schlie­ßung des Klap­per­felds Ab­schie­be­ge­fan­ge­ne in­haf­tiert wur­den. Dort wird an der Über­set­zung der In­schrif­ten an den Zel­len­wän­den wei­ter­ge­ar­bei­tet, bei der nach wie vor Un­ter­stüt­zung von Leu­ten mit ver­schie­de­nen Sprach­kom­pe­ten­zen ge­braucht wird. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: abschiebetrakt.klapperfeld.de (bis 18 Uhr)

Dienstag, 7. Oktober 2014
19.30 Uhr // Lesung mit Friederike Habermann: »Geschichte wird gemacht! Etappen des globalen Widerstands«
: Friederike Habermann legt den Schwerpunkt ihrer Erinnerungen an die Globalisierungsbewegung auf jene Zeit, die das Ende vom »Ende der Geschichte« einläutete: von Francis Fukuyama als endgültiger Sieg des Kapitalismus ausgerufen, machten die 1990er Jahre aus Bewegungen Nichtregierungsorganisationen und aus Kämpfen Runde Tische. Doch beginnend an den Rändern dieser Erde entstand mit der Globalisierungsbewegung eine neue globale Widerstandskraft. Ihr Ende wird zum ersten Mal nach dem 11. September 2001 verkündet, doch noch 2007 in Heiligendamm kommt es zu Protesten gegen die G8. Seitdem waren Klima­bewegung, Arabischer Frühling und Occupy weitere Wellen. Aber gerade am Beispiel der hinter den Anfängen stehenden Basisbewegungen – deren Kämpfe nicht zuletzt im Alltag stattfinden – zeigt sich: Es ist kein Ende zu beklagen, denn Bewegungen sind temporärer Ausdruck alltäglicher Bewegung. Veranstaltende: SJD – Die Falken Hessen-Süd & Laika Verlag; Weitere Infos zur Lesung und zur GegenBuchMasse: gegenbuchmasse.de

Dienstag, 7. Oktober 2014
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
– wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Freitag, 10. Oktober 2014
20.00 Uhr // Lesung mit Kathrin Glösel: »Die Identitären – Jugendbewegung der Neuen Rechten«
: Die Identitären, deren Anfänge um das Jahr 2002 auszumachen sind, verstehen sich als Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa. Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ab­legergruppen gegründet. Basierend auf Text-, Bild- und Videomaterial, den Gruppen-Standpunkten, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen analysieren die Autor_innen Ideologie, Aktionismus und Netzwerke der Aktivist_innen. Das Buch beleuchtet die Verbreitung in Europa, die Verortung der Identitären in der Neuen Rechten, ihre Ideologien und deren historisch-theoretischen Unterbau, die Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung. Veranstaltende: Faites votre jeu! & Unrast Verlag; Weitere Infos zur Lesung und zur GegenBuchMasse: gegenbuchmasse.de

Dienstag, 14. Oktober 2014
18.30 Uhr // Diskussionsveranstaltung
mit der Journalistin & Aktivistin Kathrin Zeiske (grenzueberschreitend.blogspot.com, Amnesty Journal, jungle world): »Mittelamerikas Kinder auf dem Weg in die USA. Wie eine Fluchtbewegung genutzt wird, um Migration zu ­kontrollieren.« Barack Obama bezeichnete die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus Guatemala, El Salvador und Honduras als »humanitäre Katastrophe«. Doch diese soll den USA fern bleiben. Massenabschiebungen und eine verschärfte regionale Migrationspolitik sind die Antwort auf die steigenden Zahlen Minderjähriger an der US-Grenze. Kinder und Jugendliche haben in Mittelamerika jedoch oftmals keine (Über)Lebenschance. Ihr Alltag ist geprägt von der Omnipräsenz der Jugendbanden. Immer mehr Minderjährige machen sich deshalb auf den Weg; begleitet von gleichaltrigen Freunden, Coyoten oder Verwandten. Die aktuelle Militarisierung der Südgrenze Mexikos und Polizeieinsätze auf den Güterzugstrecken werden zu einem Anstieg von Unfällen und Korruption führen. Migration und Flucht werden sie aber nicht aufhalten, solange es keinen Perspektivwechsel in Mittelamerika gibt. Veranstaltende: noborder ffm (noborder-​frankfurt.​antira.​info)

Donnerstag, 23. Oktober 2014
17.30 Uhr // Kundgebung und Enthüllung des Wandbildes: »Für eine Gesellschaft ohne Knäste – Keine Zusammen­arbeit mit Justiz und Polizei«
, im Anschuss,
ca. 18.30 Uhr // Ausstellungseröffnung: »Trotz alledem! Ein Porträt des ­Widerstandes im Rhein-Main-Gebiet« mit Lena Sarah Carlebach und den Ausstellungs­machern Thilo Weck­müller (Linodrucke) und ­Mathias Meyers (Texte)
Weitere Infos zur Ausstellung weiter unten und unter trotzalledem.klapperfeld.de

Mittwoch, 29. Oktober 2014
21.30 Uhr // Konzert: COLOMBEY
(chansons froides | St Dizier; soundcloud.com/colombey) & LE RENARD (surprise | Straßburg)

Donnerstag, 30. Oktober 2014
19.30 Uhr // Film und Lesung: »Zeit für Zeugen – Eine Hommage an Ettie und Peter Gingold«
Der Dokumentarfilm (34 Min.) erinnert an den Lebensweg von Ettie und Peter Gingold, die gemeinsam in der französischen Widerstandsbewegung, der Résistance, gegen den deutschen Faschismus kämpfen und später in Frankfurt zu den bekanntesten Zeitzeugen des ­Widerstandes gehörten. So lange sie lebten, traten sie dafür ein, dass Faschismus und Krieg gemeinsam bekämpft werden müssen. Nach dem Film lesen Silvia Gingold, Tochter der ­beiden Protagonisten, und Mathias Meyers aus der Autobiografie, die Peter Gingold in seinen letzten beiden Lebensjahren verfasste.

Ausstellung: Trotz alledem

Ein Porträt des Widerstandes im Rhein-Main-Gebiet // 23. Oktober bis 16. November 2014 // Öffnungszeiten: Dienstags 17–20 Uhr // Samstags & Sonntags: 15–18 Uhr

Die Ausstellung stellt mit 25 ausdrucksstarken ­farbigen Porträts und Biografien Menschen, zumeist aus Frankfurt, vor. 2008 wurden die ersten 24 Porträts von Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern im Mainzer Rathaus gezeigt. Weitere Ausstellungen im Rhein-Main-Gebiet folgten. Die beachtliche Resonanz und insbesondere das große Interesse von Jugend­lichen an der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen veranlasste die Ausstellungsmacher Thilo Weckmüller (Linoldrucke) und Mathias Meyers (Texte) ihre Arbeit fortzusetzen. So sind bisher 70 Porträts im Linoldruck mit verlorener Form in der Sammlung vertreten.

Weitere Infos zur Ausstellung: trotzalledem.klapperfeld.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Den Kern der Ausstellung stellt die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Weitere Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe
Jeden Montag von 14.00 Uhr bis 18.00 UhrNach der Winterpause meldet sich die Fahrradwerkstatt der ­Haftentlassenenhilfe zurück und alle Menschen, die an ihren Zweirädern schrauben wollen, können wie in den letzten zwei Jahr wieder jeden Montag ab 14 Uhr vorbeikommen. Weitere Infos unter: faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/07/20/fahrradwerkstatt-im-klapperfeld/

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

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