Programm Dezember 2013

Hier unser Dezember-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

Bitte beachtet, dass die Dauerausstellung am Samstag, den 28. Dezember 2013 und am Samstag, den 4. Januar 2014 geschlossen bleibt.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Diens­tag, 3. De­zember 2013
21.​00 Uhr // Ba­ra­bend in der »Su­shi-​Bar«
– wie immer mit ge­die­ge­ner Musik und an­ge­mes­se­nen Ge­trän­ken in net­tem Am­bi­en­te. (bis 1.​00 Uhr)

Mitt­woch, 4. De­zember 2013
19.​30 Uhr // An­ti­fa NT Mün­chen: »Nicht ein­fach so wei­ter! – An­ti­ras­sis­mus, die Linke und der NSU«:
Im Kon­text des NSU steht Ras­sis­mus als über­ge­ord­ne­tes Leit­mo­tiv an zen­tra­ler Stel­le. Dies gilt nicht nur für Tä­ter_in­nen und ihre Morde selbst, son­dern auch in Bezug auf die Vor­ge­hens­wei­se staat­li­cher Be­hör­den, die jah­re­lang die Opfer und ihre An­ge­hö­ri­gen kri­mi­na­li­sier­ten, wie auch für einen Groß­teil der me­dia­len Be­richt­er­stat­tung, die ste­reo­typ über die Mord­se­rie be­rich­te­ten. Wir be­trach­ten es als not­wen­di­ge Kon­se­quenz, ver­stärkt die Aus­ein­an­der­set­zung mit und den Kampf gegen Ras­sis­mus als ein ge­sell­schaft­lich be­stim­men­des Phä­no­men zu füh­ren, der die Grund­la­ge des Na­zi­ter­rors ist. Eine an­ti­fa­schis­ti­sche Pra­xis, die An­ti­ras­sis­mus als nichts an­de­res als einen wei­te­ren, oder gar ver­nach­läs­sig­ba­ren Teil­be­reichs­kampf be­trach­ten, führt in die Sack­gas­se. Ge­ra­de die ak­tu­el­len Kämp­fe von Mi­gran­t_in­nen in Ham­burg, Ber­lin, Mün­chen und an­ders­wo wie auch ihr ras­sis­ti­scher Ge­gen­wind, ge­tra­gen von Bür­ger­initia­ti­ven, In­nen­mi­nis­ter_in­nen und Rechts­po­pu­lis­t_in­nen ma­chen dies deut­lich. Die an­ti­fa nt aus Mün­chen ist Teil des Bünd­nis­ses, das am 13.​4.​2013 eine bun­des­wei­te Demo an­läss­lich des Be­ginns des NSU-​Pro­zes­ses ver­an­stal­te­te und das auch wei­ter­hin kon­ti­nu­ier­lich zur The­ma­tik ar­bei­tet.
Im Rah­men der »Nazis mor­den, …«-​Ver­an­stal­tungs­rei­he der cam­pu­s­an­ti­fa frank­furt zum NSU. Wei­te­re Infos: campusantifa.​blogsport.​de

Freitag, 6. Dezember 2013
19.00 Uhr // »Selbstorganisierung statt Repression! Refugee-Bleiberecht, Esso-Häuser und Rote Flora durchsetzen!«:
Mobi- und Diskussionveranstaltung zur aktuellen Lage in Hamburg und zur bundesweiten Demo am 21.12.2013! Im Rahmen der Veranstaltung berichten Aktivist_innen von der aktuellen Situation der Roten Flora, den Protesten auf St.Pauli von Mieter_innen, Anwohner_innen und Refugees und dem aktuellen Vorbereitungsstand der Demonstration am 21.Dezember. Im Anschluss gibt es einen Barabend. Organisiert von turn*left (turnleft.noblogs.org)

Samstag, 7. Dezember 2013
15.00 Uhr // Ehemaliger Abschiebetrakt zugänglich – translation work in progress:
Neben der Dauerausstellung ist an diesem Tag auch der ehemalige Abschiebetrakt zugänglich, in dem ab den 1980er Jahren bis zur Schließung des Klapperfelds Abschiebegefangene inhaftiert ­wurden. Dort wird an der Übersetzung der Inschriften an den Zellenwänden ­weitergearbeitet, bei der nach wie vor Unterstützung von Leuten mit verschiedenen Sprachkompetenzen ­gebraucht wird. Wer uns dabei unterstützen und/oder sich den Abschiebetrakt einmal ansehen möchte, kann gerne vorbeikommen. (bis 18.00 Uhr) Kontakt zur Übersetzungsgruppe: grenzen[ät]klapperfeld.de

Donnerstag, 12. Dezember 2013
19.30 Uhr // Führung durch den ehemaligen Abschiebetrakt
20.00 Uhr // Filmvorführung »Da.Sein«
(Wien/Lagos/Sokodé/München 2013, ca. 80min, dt. Untertitel): Im Mittelpunkt des Films stehen die Schicksale von Menschen, die »da« – in Deutschland und Österreich – gelebt haben und nach »dort« – nach Togo und Nigeria – abgeschoben wurden. Ihre Geschichten werden in Dialog gesetzt mit denen von Freund_innen und Angehörigen, die »da« geblieben sind. Zu den Protagonist_innen gehören eine Krankenpflegerin und ihr Sohn, ein Fußballspieler, ein ehemaliger Chauffeur, die Betreiberin einer kleinen Schneiderei, eine Bleiberechtsaktivistin und Familienversorgerin sowie ein beliebter Party-DJ. Mit ihnen haben die Filmemacher_innen Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl Interviews geführt und sie einen Monat lang mit der Kamera in ihrem Alltag begleitet. Die Erzählungen handeln von traumatischen Gewalterfahrungen, auseinandergerissenen Beziehungen und von verlorenen Hoffnungen und Rechten. Sie handeln auch von behördlichem Rassismus und Zermürbungsterror »da« und politischer Verfolgung »dort«, aber auch von Widerstand und Solidarität – und von Versuchen, sich durch den erzwungenen Bruch im eigenen Leben nicht unterkriegen zu lassen. Veranstaltende: noborder ffm (noborderffm.​blogsport.​de) (Es wird [vor]geheizt, aber bitte warm anziehen!!!)

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Dauerausstellung bleibt am Samstag, den 28. Dezember 2013 und am Samstag, den 4. Januar 2014 geschlossen.

Den Kern der Ausstellung stellt die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Weitere Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe
Die Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe macht Winterpause und ist im Frühling wieder Montags ab 14 Uhr im Klapperfeld. Weitere Infos unter: faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/07/20/fahrradwerkstatt-im-klapperfeld/

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

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