Pressemitteilung, 07.11.2013 – Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus, die seit 2003 von der Amadeu Antonio Stiftung organisiert werden, bietet die Initiative »Faites votre jeu!« rund um den 9. November im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld ein breites Angebot an Veranstaltungen an. Ziel ist es, sich gegen Antisemitismus zu organisieren, zu vernetzen und Diskussionen über verschiedene Facetten der Problems zu initiieren.

»Wir freuen uns darüber den Dokumentarfilm ›Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma‘abarot‹ nach der erfolgreichen Premieren­woche im Oktober schon am Freitag, den 8. November 2013 im Klapperfeld zeigen zu können.«, so Maja Koster von »Faites votre jeu!«. Die Film­vor­füh­rung beginnt um 19.​30 Uhr und m Anschluss besteht die Möglichkeit zum Ge­spräch mit den ­Ma­cher_in­nen des Films.

Der Film erzählt die Lebensgeschichten von fünf Personen, die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt – und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma‘abrot in Israel. Wann, wie und warum sie dorthin kamen, erzählen die Protagonist_innen auf eindrückliche Weise. Wenn sie vom Leben im Kibbuz berichten, spürt man ihre Begeisterung und Leidenschaft (Weitere Infos zum Film: www.docview.org).

In Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Frankfurter Jüdinnen und Juden, bietet die Initiative am Samstag, den 9. November 2013 um 14 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld mit einem Schwerpunkt zu den Pogromen im November 1938 an.

Am 14. November 2013 um 19.30 Uhr wird apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer sein Buch »Indoktrination: Rassismus und Antisemitismus in der Nazi-Schülerzeitschrift ›Hilf mit!‹ (1933-1944)« vorstellen. Dabei wird es einerseits um die antisemitischen und rassistischen Denkmuster gehen, andererseits aber auch um die Frage von deren Vermittlung. Denn in der hochprofessionell gemachten Schülerzeitschrift stand die antisemitische und rassistische Hetze nicht unmittelbar im Vordergrund, sondern wurde bewusst dosiert zwischen vielen Artikeln, die eine deutsche Idylle beschworen, untergemischt.
 
Weitere Infos zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus finden sie auf: faitesvotrejeu.blogsport.de und www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de

Pressekontakt: 0163 9401683 | info[ät]klapperfeld.de

Öffnungszeiten der Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds: jeden Samstag: 15-18 Uhr
 
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