Archiv für September 2013

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 21 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend // Fête de la Résistance

solitanz * VOKÜ * installation
Zum Barabend (ausnahmsweise Mittwochs) im Oktober gibt es Musik von den Plattentellern, vegane VoKü und ein bisschen Kunst. (bis 2.00 Uhr)

Line up:

RUN X [BP] Paris, France
back to the roots, old school vinyl special, best of selected hard techno tracks

DXSAN / Berlin
finest vinyls from all the wrong places, from disco to techno and back …
 
 
Der Barabend findet aus Solidarität mit den Gleisblockierer_innen statt, die am 1. Mai 2013 erfolgreich den Naziaufmarsch in Frankfurt verhindert haben. Weitere Infos dazu findet ihr beim EA Frankfurt (ea-frankfurt.org) und bei der Roten Hilfe Frankfurt (rhffm.blogsport.eu).

Programm Oktober 2013

Hier unser Oktober-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Mittwoch, 2. Oktober 2013
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend (ausnahmsweise Mittwochs):
Solitanz/Vokü/Installation: Zum Barabend im Oktober gibt es Musik von den Plattentellern, vegane VoKü und ein bisschen Kunst. (bis 2.00 Uhr)

Donnerstag, 3. Oktober 2013
19.00 Uhr // turn*left-Kino im Knast:
Am ersten Donnerstag jeden Monats wird im Klapperfeld ein Überraschungsfilm gezeigt. (turnleft.noblogs.org) Das turn*left-Kino fällt an diesem Tag leider aus!
21.00 Uhr // Konzert: An diesem Tag haben wir zwei Bands aus den USA zu Gast. NO /// sé (noxse.bandcamp.com) haben gerade erst ihre Platte rausgebracht. Wer auf Leatherface und die alten Sachen von Against Me! steht wird hier voll auf die Kosten kommen. Dazu werden Big Eyes (bigeyes.bandcamp.com) am Start sein. Etwas seichter, aber dafür mit eingängen Gitarrenriffs und schönen Melodien. Mit von der Partie sind noch Das Ende (dasende.bandcamp.com) aus Hamburg, die Deutschpunk ohne Deutschpunk spielen und bestimmt schon mal Angeschissen oder die Fehlfarben gehört haben. Veranstaltende: When The Shit Hits The Fan

Sonntag, 20. Oktober 2013
13.00 Uhr // Mitbringbrunch von der *kantine:
Jeden 3. Sonntag im Monat lädt die *kantine zum Mitmachbrunch. Für Kaffee und ein paar (vegane) Basics ist gesorgt. Je mehr ihr zusätzlich mitbringt, desto mehr gibt‘s zu essen. Bei schönem Wetter im Hof. (bis 16.00 Uhr)

Freitag, 1. Novemeber 2013
20.00 Uhr // Konzert
(Beginn 21.00 Uhr): Hell&Back (facebook.com/hellandbackpunkrock), deren Musik man getrost als Altherren Punkrock mit Hot Water Music Einschlag bezeichnen darf, kommen wieder nach FFM und haben dieses mal ihr Erstes und brandneues Studioalbum »Heartattack« im Gepäck! Und als ob das noch nicht alles wäre was die netten Herren aus Stuttgart mitbringen, sind auch noch die ebenfalls aus Stuttgart kommenden Pessimistic Lines (pessimisticlines.bandcamp.com) an diesem garantiert legendären Abend mit von der Partie, die euch Hardcore-Punk um die Ohren hauen werden. Wir sind schon gespannt auf das neue Album und freuen uns auf einen weiteren wunderschönen Abend mit einer weiteren Band, die wir noch bekanntgeben! Stay tuned! Veranstaltende: K.Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Samstag, 2. Novemeber 2013
21.00 Uhr // Konzert:
Die Youth Avoiders (youthavoiders.bandcamp.com) aus Paris mit ihrem eingängigen und energetischen Punksound den Keller im Klapperfeld belüften… mit dabei werden noch die Thrash-Punks von Hans-Dieter-X (soundcloud.com/hans-dieter-x) aus Darmstadt sein. Eine dritte Band wird es auch noch geben – also bleibt gespannt und besucht regelmäßig den »Faites votre jeu!«-Blog… Veranstaltende: When The Shit Hits The Fan

Corruption 2 Step

Ausstellung von Rachel Hirth
ironisch expressiv-konzeptuelle Malerei

Vernissage:
Sa., 12.10.: 19-21 Uhr

Öffnungszeiten (Preview):
Do., 10.10.: 19-21 Uhr | Fr., 11.10.: 19-21 Uhr | Sa., 12.10.: 15-18 Uhr

In den Bildern, die ich zeigen möchte, geht es diverse Charaktere, die an theatralen Schauplätzen Tänze vorführen und Show machen, sich selbst inszenieren und sich in ihrem einen Wahnsinn und Luxus feiern. Malerisch geht ist um eine Art Pendelbewegung zwischen Figuration und Abstraktion: In unterschiedlicher Dominanz treten Figuren und Handlunge aus dem Hintergrund hervor oder stehen verschleiert hinter malerischen Konstrukten und bunten Bordüren. Ich ziele auf einen Bruch ab, zwischen Bildelementen die auf Prunkt und Reichtum hindeuten und Elementen die eher postapokalyptischen Ursprungs sind.

Mehr auf: www.rachel-hirth.de

GegenBuchMasse

Anlässlich der Buchmesse findet in Frankfurt jedes Jahr die GegenBuchMasse statt. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, linken Autor_innen und Verlagen ein Forum für kritische Gedanken zu bieten. Wie in den letzten fünf Jahren ist »Faites votre jeu!« auch in diesem Jahr mit von der Partie.

Montag, 7. Oktober 2013
20.00 Uhr //
Alexandra Bartels, Markus End, Tobias von Borcke, Anna Friedrich (Hg.): »Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse« (Unrast Verlag)

Donnerstag, 10. Oktober 2013
20.00 Uhr //
Dorde Tomic, Roland Zschächner, Mara Puskarevic, Allegra Schneider (Hg.): »­Mythos Partizan – (Dis)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken: Geschichte // ­Erinnerungen // Perspektiven« (Unrast Verlag)

Freitag, 11. Oktober 2013
20.00 Uhr //
Philippe Kellermann: »Anarchismusreflexionen. Zur kritischen Sichtung des anarchistischen Erbes. Gespräche« (Verlag Edition AV)

Samstag, 12. Oktober 2013
20.00 Uhr //
Lisa Bolyos, Katharina Morawek (Hg.): »Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering – Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus« (Mandelbaum Verlag)

Weitere Infos zu den Lesungen und Buchvorstellungen im Klapperfeld findet ihr hier. Alle weiteren Veranstaltungen an anderen Orten findet ihr unter www.gegenbuchmasse.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Den Kern der Ausstellung stellt die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Weitere Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe
Jeden Montag ab 14 Uhr
Alle Menschen, die an ihren Zweirädern schrauben wollen, sind herzlich eingeladen. Weitere Infos unter: faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/07/20/fahrradwerkstatt-im-klapperfeld/

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de

GegenBuchMasse-Veranstaltungen 2013

Anlässlich der Buchmesse findet in Frankfurt jedes Jahr die GegenBuchMasse statt. Das Ziel dieser Veranstaltung ist, linken Autor_innen und Verlagen ein Forum für kritische Gedanken bieten.

An verschdienen Orten in Frankfurt finden deshalb während der Buchmesse Lesungen statt. Wie in den letzten fünf Jahren – erst im ehemaligen Jugendzentrum in Bockenheim und dann im Klapperfeld – ist die Initiative »Faites votre jeu!« auch dieses Jahr mit von der Partie.

Hier jetzt die Beschreibungen zu den einzelnen Veranstaltungen bei uns im Klapperfeld (alle anderen Veranstaltungen findet ihr unter www.gegenbuchmasse.de):


 
 
Montag, 7. Oktober 2013, 20.00 Uhr

Antiziganistische Zustände 2

Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse
Alexandra Bartels, Markus End, Tobias von Borcke, Anna Friedrich (Hg.), Unrast Verlag

In den letzten Jahren haben sich Medien, Wissenschaft und Politik vermehrt mit dem Thema Antiziganismus beschäftigt. Die Auseinandersetzung bleibt jedoch häufig oberflächlich und ist nicht selten durch stereotype Wahrnehmungen geprägt. Gerade Letzteres führt immer wieder dazu, dass die Verantwortung für die in vielen Fällen äußerst schwierige Lage der von Antiziganismus betroffenen Menschen bei diesen selbst gesucht wird, statt bei der Mehrheitsgesellschaft, von der Diskriminierung und Verfolgung ausgehen.

Demgegenüber greifen die in diesem Band versammelten Beiträge bisherige Debatten ausgehend von einer Kritik an der Mehrheitsgesellschaft auf und leisten dabei eine Verknüpfung von theoretischer Begriffsbildung, historischer Darstellung und empirischer Analyse. Die inhaltliche Breite der Beiträge soll dabei als Stärke verstanden werden, die Reflexionen des Antiziganismus aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht und Ansatzpunkte für Interventionen aufzeigt.
 
 
Donnerstag, 10. Oktober 2013, 20.00 Uhr

Mythos Partizan

(Dis)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken:
Geschichte // Erinnerungen // Perspektiven
Roland Zschächner, Mara Puskarevic & Dorde Tomic, Unrast Verlag

Jugoslawien kann ohne seine Linke nicht verstanden werden. Auf den Spuren der Geschichte Jugoslawiens beleuchtet das Buch die Brüche und Kontinuitäten der Linken von den frühen Anfängen bis in die Gegenwart. Gleichzeitig ist das Buch auch ein Zeugnis der Linken selbst. Dadurch steckt es einen geschichtlichen und gesellschaftlichen Rahmen ab, aus dem sich Fragen nach Alternativen zum Bestehenden ergeben.

Ausgehend vom jugoslawischen Partisan_innenwiderstand gegen den Faschismus setzte sich das stipendiatische Projekt der Hans-Böckler-Stiftung mit dem »Mythos Partizan« auseinander: der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, ihren Deutungen und Erinnerungen sowie mit der daraus hervorgegangenen Gesellschaft einschließlich ihrer Widersprüche und sozialen Bewegungen. Diese Themen bildeten die Schwerpunkte einer Exkursion in die Region.

Als Produkt kollektiver Erfahrung vereint das Buch unterschiedliche Perspektiven. So beinhaltet es neben wissenschaftlichen Beiträgen von Autor_innen aus Deutschland sowie dem postjugoslawischen Raum auch Interviews, Reportagen und Fotos.
 
 
Freitag, 11. Oktober 2013, 20.00 Uhr

Anarchismusreflexionen.

Zur kritischen Sichtung des anarchistischen Erbes. Gespräche
Phillipe Kellermann, Verlag Edition AV

Der niederländische Anarchist Bart de Ligt hat 1922 in einem Bericht über den internationalen Anarchistenkongress in Berlin lobend hervorgehoben, »daß die Anarchisten überall anfangen, eigene Schwächen und Fehler zu erkennen und öffentlich zu erörtern«. Dies, so de Ligt weiter, beweise »die unzerstörbare Lebenskraft des Anarchismus«. In diesem Sinne beschäftigt sich der von Philippe Kellermann herausgegebene Interviewband Anarchismusreflexionen mit Problemen und Defiziten des (historischen) Anarchismus, als Bewegung und Theorie.

Ausgangspunkt ist: In seiner Fähigkeit zur Selbstreflexion sollte der Anarchismus sich und damit jene »unzerstörbare Lebenskraft« unter Beweis stellen, von der de Ligt sprach. Denn es macht keinen Sinn, sich stets nur als Opfer zu sehen. Ob die Sozialdemokratie, der Bolschewismus, der Staat, das Bürgertum usw. – nicht nur sie sind für die Schwäche des Anarchismus verantwortlich, sondern auch, und vielleicht vor allem, wir selbst.
 
 
Samstag, 12. Oktober 2013, 20.00 Uhr

Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering

Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus
Lisa Bolyos und Katharina Morawek, Mandelbaum Verlag

In der Berliner Filiale von Madame Tussauds sitzt ein Wachshitler. Genügt es, dieser »Diktatorpuppe« den Kopf abzureißen – wie 2008 geschehen – um zu einer geschichtspolitischen Kultur beizutragen, die sich den Nachwirkungen des Nationalsozialismus in den Weg stellt?

In »Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering.« wird in rund 90 Text- und Bildbeiträgen nach künstlerischen und kulturellen Strategien geforscht, die den postnazistischen Einklang zu stören vermögen. Kunst wird auf das analytische und praktische Potential hin abgeklopft, das sie geschichtspolitisch entfalten kann. Dabei gehen die Herausgeberinnen keineswegs davon aus, dass Kunst unumgänglich ist, um kritisch in den Postnazismus zu intervenieren. Jedes Mittel ist recht, so lange es nachhaltig wirkt – behaupten sie – und sehen nach, was die Kunst beizutragen hat.

28. September 2013 // »Wem gehört die Stadt?«-Aktionstag

Mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen über den gesatem Tag und überall in der Rhein-Main-Region verteilt, soll ein Zeichen gegen die immer schneller voranschreitende Gentrifizierung und Verdrängung gesetzt werden.

Das Thema ›Stadt‹ ist derzeit in aller Munde, egal ob Gentrifizierung, Mieterhöhungen, fehlender bezahlbarer Wohnraum, Lärmbelästigung, hohe Verkehrstarife, noch höhere Eintrittspreise, racial profiling und die Zerstörung selbstverwalteter Zentren.

Mittlerweile erheben alle Parteien und Initiativen in Medien und Wahlkampfslogans den Anspruch, die offensichtlichen Schwierigkeiten der gegenwärtigen Stadtentwicklung erstens erkannt zu haben und zweitens auch lösen zu können. Die Losungen und Lösungen sind wie gehabt: wenig überzeugend und noch weniger glaubwürdig!

Dennoch kein rein Frankfurter Problem, die Lebensbedingungen in den kapitalistischen Metropolen werden sich immer ähnlicher wie z.B. Berlin, Hamburg, Madrid, Istanbul, Athen, Rio de Janeiro hinreichend belegen.

In Frankfurt und Umland ist die offizielle Linie klar: gut ist nur, was dem Standort dient. So wird die neoliberale Umgestaltung mit dem Verweis auf einen angeblich unsausweichlichen und alternativlosen Wettbewerb der Städte auf Kosten einen Großteils der hier lebenden Bevölkerung verangetrieben.

Mit dem Aktionstag wollen wir deutlich und unmißverständlich darauf hinweisen, dass die Frage »Wem gehört die Stadt?« längst nicht im Sinne der neoliberalen Herrschaften – lokal wie global – beantwortet ist, dass vielmehr Alternativen außerhalb der herrschenden Logiken denk- und vorallem machbar sind.

Wir wollen mit allen, die nicht nur an an einer kritischen Hinterfragung aktueller städtischer Entwicklungen, sondern auch an deren theoretischer wie aktionistischer Überwindung interessiert sind, diesen Tag phantasievoll gestalten. Wo die Stadtregierungen für die Verwaltung und Sicherung neoliberaler Interessen zuständig, setzen wir unsere Vorstellung eines guten Lebens für alle in Städten für alle!
 
 
DEZENTRALE AKTIONEN
11-16 Uhr, Achtet auf Ankündigungen!

STAFFEL: HANAU – MAINTAL – FFM
11 Uhr, Freiheitsplatz, Hanau

DEMONSTRATION
16 Uhr, Kaisersack/Bahnhof

RAVE
20 Uhr, Bockenheimer-Warte
 
 
Weitere Infos: 2809aktionstag.blogsport.eu

Demonstration anlässlich der Ermordung von Pavlos Fyssas

Freitag 20. September 2013, 17.30 Uhr, Café KoZ

Antifaschist von »Chrysi Avgi«-Nazis in Griechenland ermordet: Am Mittwoch, 18.9. wurde Pavlos Fyssas, ein antifaschistischer Hip-Hop Künstler, von Neofaschisten der Goldenen Morgenröte im Piräus bei Athen erstochen.

Die Polizei sah die Szene tatenlos mit an und griff erst ein, als die meisten Faschisten den Schauplatz verließen.

Bringt Transpis und Megaphone mit!

KEIN VERGEBEN! KEIN VERGESSEN!

Weitere Infos:
linksunten.indymedia.org
www.heise.de

Samstag, 21. September 2013, 21 Uhr // Konzert: Lentic Waters, Wølfenstein & Scheisse die Bullen

LENTIC WATERS (lenticwaters.bandcamp.com) dürften der ein oder anderen mittlerweile ein Begriff sein…düsterer Screamo-Hardcore, bei dem sich atmosphärische und schwere Parts mit chaotischem metallischem Geballer abwechseln. Dann beehren uns noch WØLFENSTEIN (wolfensteinpunx.bandcamp.com) aus der Stuttgarter Ecke, deren Hardcore/Punk kracht ebenfalls ganz schön nach vorn. Und anstatt wieder nur kopfnickend in der vierten Reihe zu stehen, dürft ihr euch beim Deutschpunk von SCHEISSE DIE BULLEN (scheissediebullen.bandcamp.com) endlich mal wieder zu ’nem Pogo und ’ner Bierdusche hinreißen lassen. Geile Melodien, Wut und Hass und Attitüde und dabei nie zu stumpf.

Veranstaltende: K-Gruppe (www.facebook.com/kgruppeffm)

Videodokumentation zur Räumung des Blauen Blocks in der Krifteler Straße

Am Freitag, den 6. September wurde das ehemalige Sozialrathaus im Frankfurter Gallusviertel besetzt. Am folgenden Tag wurde das Haus ohne Vorankündigung durch Zivilpolizisten und ein darauf folgendes Großaufgebot uniformierter Beamter gewaltsam geräumt.

Das Medienkollektiv ›Direct Media Action FFM‹ hat auf Grundlage von Zeugenaussagen und zugespieltem Material, welches vor Ort gedreht wurde, eine knapp 20minütige Dokumentation der Ereignisse erstellt. Zum Ausdruck kommt dabei, warum die Menschen vor Ort von einem Angriff von Nazis oder Hooligans ausgehen mussten.

Donnerstag, 12. September 2013, 19 Uhr // Von Chile lernen: Neoliberalismus und Protest

Vortrag und Diskussion mit Carlos Pérez Soto
Moderation: Thomas Seibert

Der 11. September kennt viele Ereignisse. 1973 stürzte das Militär die sozialistische Regierung Chiles unter Salvador Allende. Mit brutalen wirtschaftlichen Reformen wandelte Diktator Pinochet Chile anschließend zum Musterland des Neoliberalismus. Auch der Sturz der Diktatur und die Einführung der Mehrparteiendemokratie in den 1990er Jahren konnten daran nicht mehr rütteln. Im Gegenteil: der chilenische Marxist Carlos Pérez Soto sagt, dass der neoliberale Exzess im »demokratischen Chile« noch stärker vorangetrieben wurde. Für Soto ist der Neoliberalismus kein exklusiver Auswuchs der kapitalistischen Logik, sondern eine grundlegend neue Kombination, ein Bündnis zwischen den Interessen der kapitalistischen und der bürokratischen Klasse, das in der repräsentativen Demokratie seine Legitimation und Stabilisierung findet. In Zeiten der EU-Troika-Politik diskutieren wir diese chilenische Erfahrung und Möglichkeiten des Widerstands – in Chile und hier. Blockupy 2014 kommt.

Carlos Pérez Soto ist Physiker, Kommunist, Philosoph, Antipsychiatrie-Aktivist, Hegelianer. Er lebt und lehrt in Santiago de Chile. Thomas ist auch ein marxistischer Philosoph und Aktivist und lebt in Rödelheim.