Archiv für April 2013

Infos zum 1. Mai 2013

Auf aktuellem Anlass veröffentlichen wir hier Informationen zu den Blockaden der Nazi-Kundgebung am 1. Mai 2013 in Frankfurt am Main (Quelle: stuermischezeiten.blogsport.eu)

Die Kundgebung der Nazis ist in der Ferdinand-Happ-Straße hinter dem Ostbahnhof.

Blockadesammelpunkte:

10.00 Uhr (pünktlich!): Eissporthalle Frankfurt (u7)
10.00 Uhr (pünklich!): Ostbahnhof/Danzinger Platz (U6)

Denkt an die Info-Veranstaltung heute Abend, 30 April um 19 Uhr im Exzess – mit Vokü und Pennplatzbörse!
Stay tuned!

Downloads:
Demo1×1
Übersichtskarte

Telefonnummern und Zugtreffpunkte

Über Infotelefon/Demo-Sanis 01573-5335383 und Twitter (twitter.com/FfmNazifrei) könnt ihr euch den Tag über auf dem Laufenden halten.

Der Ermittlungsausschuss 0160-95657426 ist den ganzen Tag über erreichbar.

Das Infotelefon steht euch bei Fragen rund um die Gegenaktionen zur Verfügung. Außerdem könnt ihr in Notfällen über diese Nummer Kontakt zum Demo-Sanitätsdienst bekommen, der die Blockaden der Nazi-Kundgebung begleiten wird. Der EA nimmt die Namen von festgesetzten Demonstrant*innen auf, kümmert sich um sie und vermittelt ggf. Rechtsanwält*innen.

Emotionale Ersthilfe bekommt ihr unter der Telefonnummer des Out of Action Teams: 01578-4346269.

Bitte bedenkt, dass es sich jeweils um öffentliche Nummern handelt, die abgehört werden könnten!

Zugtreffpunkte

Offenbach: 09:15 Uhr Offenbach Marktplatz, oberirdisch vor dem KFC. Änderungen können kurzfristig hier nachgelesen werden.
Marburg: 08:49, Gleis 4. Für nähere Infos checked LISA 2 & CO
Mainz: 07:30 Hbf, Gleis 4a,
Wiesbaden: 07:15 HBF, Gleis 3 -> Informiert euch ggf. bei den antifaschistischen Strukturen eures Vertrauens, NPD und JN Deutschland mobilisieren zu einer Demonstration nach Wiesbaden
Darmstadt: 08:15 HBF

Wichtig ist: fahrt zusammen, passt auf euch auf! Bereitet euch in Kleingruppen gegen die Nazikundgebung vor – bildet Bezugsgruppen. Hier gibt es Tipps für eine Demo Vorbereitung. Ansonsten gilt bei Festnahmen: Aussageverweigerung und ruhigen Kopf bewahren.

Das leidige Thema der Kameras und Handys

Der EA-Frankfurt ruft alle Antifaschist*innen, die nach Frankfurt kommen, dazu auf, während der Aktionen am 1. Mai bewusst mit Handys und Kameras umzugehen und sich gegen technische Überwachungsmöglichkeiten zu schützen. In Vergangenheit hat die Polizei bei Protesten gegen Nazis und während linker Demonstrationen mittels Funkzellenabfrage versucht, an die Handy-Verbindungsdaten von Demonstrant*innen zu gelangen oder gezielt die Kameras von Aktivist*innen oder Pressefotograf*innen beschlagnahmt, wenn sie sich davon digitales »Beweismaterial« versprochen hat. Also besorgt euch sichere Handys, seid euch der Abhörmöglichkeiten der Polizei bewusst und lasst die Kameras zu Hause!

Für mehr Infos zum Thema Kameras und Co.: die Rote Hilfe Broschüre: No Camera? Still no problem!

Weitere Infos zu dem Blockaden

Da wir euch nicht versprechen können, unsere Website auf dem aktuellsten Stand zu halten, informiert euch bitte auf den folgenden Kanälen:

Infotelefon/Demo-Sanis: 01573-5335383
Twitter: twitter.com/FfmNazifrei
›Stürmische Zeiten‹-Bündnis: stuermischezeiten.blogsport.eu
Frankfurt Nazifrei: frankfurt-nazifrei.de

Programm Mai 2013

Hier unser Mai-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Donnerstag, 2. Mai 2013
19.00 Uhr // Zum zweiten Mal veranstaltet turn*left Kino im Knast:
An ersten Donnerstag jeden Monat wird im Klapperfeld ein Überrachungsfilm gezeigt.

Dienstag, 7. Mai 2013
21.00 Uhr // Barabend in der »Sushi-Bar«
– wie immer mit gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleine Speisen in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Sonntag, 12. Mai 2013
21.00 Uhr // Konzert
mit GHOST OF WEM, DARK THARR & CAPTAIN POPAPTAIN: Es wird laut und düster am Sonntagabend im Klapperfeld…GHOST OF WEM (ghostofwem.bandcamp.com) aus dem Süden kommen mit fiesem Sludge-Doom mit Blackmetalkante umme Ecke gekrochen, DARK THARR (darktharr.bandcamp.com) aus Freiburg spielen ebenfalls ne tonnenschwere Sludgewand und die Locals von CAPTAIN POPAPTAIN liefern Slomo-Doom vom Feinsten. Sick Shit! Veranstaltende: K-Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Samstag, 18. Mai 2013
15.00 Uhr // Die Fahrradwerkstatt öffnet ihre Türen um mit euch gemeinsam die Drahtesel fit für den Sommer zu machen. Werkzeug und Grundkentnisse sind vorhanden, wenn ihr spezielle Ersatzteile braucht: Bitte mitbringen!

21:00 Uhr // Konzert mit ACRES (Post-Hardcore/UK), AMBER (Post-Irgendwas/Marburg) und LONER (Melodic-Hardcore/Calw bei Stuttgart). Mit Acres (acresuk.bandcamp.com), Amber (weareamber.bandcamp.com) und Loner (lonermusic.bandcamp.com) haben wir gleich drei Kracher im Programm. Acres überzeugen mit aufwühlenden Posthardcore, untermalt von wundervollen Post-Rock-Parts. Mit ihrer neuen EP im Gepäck werden uns Amber ein Feuerwerk aus Post-Rock, Post-Hardcore,- Metal und Rock um die Ohren hauen. Den Abend abrunden werden Loner mit starkem Melodic-Hardcore. Veranstaltende: K-Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Samstag, 25. Mai 2013
12.00 Uhr // »Faites votre jeu!-Sommerlounge«:
Der Winter war zu lang und die Verhältnisse sind beschissen… Wir lassen uns trotzdem nicht die Stimmung vermiesen und starten in eine – hoffentlich nicht nur an den Temperaturen messbare – heiße Sommersaison: Bei der ersten Sommerlounge in diesem Jahr gibt es gemütliche Musik, kalte Getränke, Cocktails und kleine Leckereien im Hof des Klapperfelds! (bis 21.00 Uhr)

Fahrradwerkstatt der Halftentlassenenhilfe

Jeden Montag ab 14 Uhr: Nach der Winterpause meldet sich die Fahrradwerkstatt der ­Haftentlassenenhilfe zurück und alle Menschen, die an ihren Zweirädern schrauben wollen, können wie im letzten Jahr wieder jeden Montag ab 14 Uhr vorbeikommen. Weitere Infos unter: faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/07/20/fahrradwerkstatt-im-klapperfeld/

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de

Heute (Dienstag, 23. April 2013) IvI-X+1-Demo!

Nach der gestrigen Räumung des vor 10 Jahren besetzen Instituts für vergleichende Irrelevanz startet heute die X+1-Demo um 18 Uhr am Kaisersack (Hbf Ffm). Wir rufen euch dazu auf, euch an der Demo zu beteiligen. Haltet aber auch darüber hinaus die Augen und Ohren offen, beteiligt euch an Aktionen, seid kreativ, kompromisslos und mobil!

Kein Tag ohne autonomes Zentrum! IvI bleibt stabil und geht weiter…

(Das Plenum im Klapperfeld fällt heute aus.)

Weitere Infos:

Video der IvI-Räumung:

IvI-Räumung am Montag, den 22. April wahrscheinlich

Das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) meldet, das laut mehrerer Quellen die Räumung des seit 10 Jahren besetzten Instituts unmittelbar bevorsteht – nach dem jüngsten Stand der Dinge gehen die Besetzer_innen davon aus, dass es morgen in der Frühe (Montag, der 22. April) zur Räumung kommt.

Alle Unterstützer_innen sind aufgerufen, morgen früh um 4.30 Uhr vor das Haus zu kommen!

Ein Infotelefon wird dann über folgende Nummer erreichbar sein: 0152 1436608

EA-Nr.: 069 79828095 (unter Vorbehalt)

Twitter: https://twitter.com/ivi_frankfurt
Benutzt das Hash-Tag: #ivibleibt

Ein Tag nach der Räumung wird es eine TagX+1 Demo geben: 18 Uhr, gegenüber vom Haupteingang Hauptbahnhof / Kaisersack.

Pressemitteilung des IvIs: 21. April 2013: Institut für vergleichende Irrelevanz warnt vor Räumung
Weitere Infos: ivi.copyriot.com

Veranstaltungsreihe anlässlich der Blockaden der Nazi-Kundgebung am 1. Mai 2013 in Frankfurt

Am 1. Mai 2013 wollen Nazis in Frankfurt eine Kundgebung abhalten. Wir rufen euch dazu auf, euch an den Blockaden der Nazi-Kundgebung zu beteiligen und den Nazis den Tag so mieß und ungemütlich wie möglich zu machen. Den von uns unterstützten Aufruf zu den Blockaden findet ihr hier.

Teil der Mobilisierung gegen die Nazi-Kundgebung ist eine Veranstaltungsreihe, bei der Nazis und ihre Strukturen beleuchtet, aber auch der Widerstand gegen sie sowie verschiedene Aspekte antifaschistischer Politik thematisiert werden:

Montag, 8. April 2013, 19.30 Uhr:
Neonazis und ihre Strukturen im Rhein Main Gebiet

Ort: Cafe ExZess (Leipzigerstraße 91, Frankfurt)

Im Zuge dieser Veranstaltung werden die Strukturen und Zusammenhänge von Neonazis im Rhein-Main-Gebiet vorgestellt und diskutiert. Im Fokus stehen rechte Parteien wie NPD und »die Rechte« und parteilose Neonazis der so genannten »freien Kameradschaften« sowie ihre Schnittstellen. Welche Gruppierungen gibt es, wie treten sie auf? Gibt es Verbindungen zum Rechtsterrorismus? Inhaltliche Schwerpunkte und Strategien der Neonazis werden genauso diskutiert wie inner-rechte Konfliktfelder.

Dienstag, 16. April 2013, 19.30 Uhr:
Feministische Perspektiven antifaschistischer Politik

Faites votre jeu! (Klapperfeldstraße 5, Frankfurt)

Teile des Herausgeber_innenkollektivs lesen auf dem bald erscheinenden Buch Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken.

Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen „Geschichtsschreibung“ spielen sie kaum eine Rolle. Das Buch Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politik will das ändern. Es geht den Spuren nach, lässt Aktivistinnen zu Wort kommen, beleuchtet aktuelle feministische Antifa-Arbeit, erläutert inhaltliche Schwerpunkte, fragt nach, was aus Fantifa-Gruppen wurde, eröffnet einen Blick auf die Möglichkeiten männlicher antisexistischer Handlungsräume und diskutiert die fortgesetzte Notwendigkeit feministischer Perspektiven in antifaschistischer Politik. Interviews mit Aktivistinnen werden ausführlich durch das Herausgeber_innenkollektiv eingeführt und durch Originaldokumente illustriert. Die vergangenen und aktuellen Debatten um Feminismus, Antisexismus und Antifaschismus sollen so zusammengebracht werden.

Anschließend Barabend!

Montag, 22. April 2013, 19.30 Uhr:
Neonazis 2.0? – Rechte, rassistische und antisemitische Inhalte im Internet

Ort: Cafe ExZess (Leipzigerstraße 91, Frankfurt)

Die meisten Jugendlichen verbringen viel Zeit im Internet, wo sie vor allem surfen oder sich in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Myspace austauschen. Auch Rechte haben das »Weltnetz«, wie sie es nennen, für sich entdeckt um ihre menschenverachtende Inhalte zu propagieren. Links nach Rechts führen über einen Klick auf diverse Hatesites. Es gibt aber neben gezielter Propaganda auch rassistische und antisemitische Kommentare und sonstige menschenverachtende Inhalte im Internet, abgegeben von ganz »normalen« Menschen im Schutz vermeintlicher Anonymität.

Über Neonazis 2.0 und rechte, rassistische und antisemitische Inhalte im Internet allgemein wie über mögliche Gegenstrategien wird der Referent Lucius Teidelbaum in einem Vortrag aufklären. Im Anschluss soll es noch ausreichend Raum für Fragen und Diskussion geben.

Veranstalter_innen: AAF & Autonome Antifa [f]

Freitag, 26. April 2013, 19.30 Uhr:
Staat und Nazis Hand in Hand? Untersuchung einer offenen Beziehung
NSU und kein Ende…

Ort: Campus Bockenheim (Hoersaal IV, Mertonstraße, Frankfurt)

Am 17. April wird in München der Prozess gegen Beate Zschäpe, die einzige noch Lebende der drei Hauptverdächtigen der »Zwickauer Terrorzelle«, sowie gegen vier ihrer Unterstützer beginnen. Vor mehr als einem Jahr ist die Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) als solche öffentlich geworden. Bis dahin wurden die Attentate in der Presse als »Döner-Morde« gehandelt.

Seit der Aufdeckung des NSU geht quasi wöchentlich ein neuer Eklat durch die Medien – der Verfassungsschutz wußte dies, der Verfassungsschutz wußte das; der Verfassungsschutz sah zu, der Verfassungsschutz schaute weg. Die Schlussfolgerung der Meldungen bleibt dabei weitgehend gleich: Pleiten, Pech und Pannen. Bis weit in die linke Bewegung geht die These vom Staatsversagen.

Was ist dran: Sind Staat und Öffentlichkeit (in diesem Fall leider auch die Antifa) auf dem rechten Auge blind gewesen? Oder anders gefragt: Wie viel oder wenig Staat ist nötig, damit die Nazis, im Geiste von Leitkultur, demagogischen »Integrationsdebatten« und einer rassistischen Abschiebe- und Abschreckungspolitik ihre entsprechende »Praxis« entwickeln können? Und was sind die Konsequenzen, die wir daraus ziehen?

Auf dem Podium:
Katharina König, Die Linke, Thüringischer Landtag / NSU-Untersuchungsausschuss
Apl. Prof. Benjamin Ortmeyer, Goethe-Universität / Forschungsstelle NS-Pädagogik
Detlef Zumwinkel, Autor für Konkret u. a.
Autonome Antifa Aktivist_in

Eine Veranstaltung vom AStA der Gothe-Uni, AAF & Autonome Antifa [f]

Dienstag, 30. April 2013, 19.30 Uhr:
Infoveranstaltung Stürmische Zeiten

Ort: Cafe ExZess (Leipzigerstraße 91, Frankfurt)

Aktuelle Infos zu der Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch der NPD in Frankfurt am Main am 1. Mai.
Ab 19.00 Uhr: Kneipenabend mit VoKü und Pennplatzbörse

Montag, 5. Mai 2013, 20.00 Uhr:
Nachbereitungstreffen

Ort: Cafe ExZess (Leipzigerstraße 91, Frankfurt)
 
 
Weitere Infos: stuermischezeiten.blogsport.eu

Download: Flyer 1 | Flyer 2

Freitag, 12. April 2013, 20 Uhr // Film und Diskussion: »Scheng gibt nicht auf. Das Leben des Antifaschisten Johann Holler«

Was hat den Kölner Antifaschisten Johann Holler, genannt Scheng, der 1933 von den Nazis in »Schutzhaft« genommen wurde, nach Frankfurt-Sossenheim verschlagen, wo er auf einer Halbinsel in einem Nidda-Altarm begann, Nutrias zu züchten? Wie hat Holler, der 1990 starb, die elf Jahre Zuchthaus trotz schwerer Kopfverletzung überstanden? Wie hat er es geschafft, trotz Folter und Misshandlungen keine Namen preiszugeben?

Der Frankfurter Journalist Boris Schöppner sucht Antworten auf diese Fragen, indem er Angehörige, Weggefährten und Zeitzeugen interviewt und die Orte aufsucht, die Holler in seinen Lebenserinnerungen schildert: das improvisierte Konzentrationslager Brauweiler, die Zellen der Gestapo in Köln, das Zuchthaus in Butzbach, das Polizeigefängnis Klapperfeld in Frankfurt …

Der Film rekonstruiert nicht nur das Leben eines Kommunisten, der nach seiner Befreiung für die Amerikaner bei der Entnazifizierung arbeitete, bis er im Zuge des Kalten Krieges gefeuert wurde und unter Adenauer sogar noch einmal in Haft kam, sondern er zeigt auch, was aus den Orten der Repression wurde und wie dort heute mit der Vergangenheit umgegangen wird.

Anschließende Diskussion mit dem Filmemacher und Journalisten Boris Schöppner.

Donnerstag, 11.April 2013, 19 Uhr // Refugees struggles meets Antifa

Veranstaltung von turn*left mit The Voice und KMII im Rahmen der Mobilisierung zum 1.Mai.

In Frankfurt mobilisieren derzeit zahlreiche linke und linksradikale Gruppen um den geplanten Naziaufmarsch am ersten Mai mit Massenblockaden zu verhindern. Zugleich jährt sich die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl im Jahr 2013 zum zwanzigsten Mal und in der Bundesrepublik sind die Kämpfe der Flüchtlinge im letzten Jahr in eine neue, dynamische und radikale Phase getreten. Wir wollen gemeinsam nach den Verbindungslinien zwischen den antifaschistischen und antirassistischen Kämpfen suchen. Wo sind die gemeinsamen Ansatzpunkte, wie können wir uns in unserem politischen Handeln mehr auf einander beziehen? Könnte die Demonstration anlässlich des Beginns des Prozesses gegen die NSU in München am 13.04. ein Ansatzpunkt sein? Welche Bedeutung haben die Aufdeckung des NSU, das traurige Jubiläum der Abschaffung des Asylrechts und rassistische Polizeigewalt für unsere Praxis? Diese Fragen möchten wir gemeinsam mit euch und je einer Referent*in von The Voice Refugee Forum und Kein Mensch ist Illegal aus Hanau diskutieren.

Lots of groups of the left and radical left in Frankfurt are mobilising right now to block the announced nazi-ralley on the first of may with mass-blockades. At the same time we see the 20th anniversary of the abolition the basic right of asylum and refugees struggles in germany have entered a new, dynamic and radical phase within the last year. We wanna look for the connections between antiracist and antifascist struggles. Which starting points do we have in common, how can we act more common? Could the demonstration in munich on april, 13th to the beginning of the trial against the NSU be one starting point? Which is the relevance of the revelation of the NSU, of the sad jubilee of the abolition of the right of asylum and of racist police-violence for our practice? These questions we would like to discuss with you and one member of each, the voice refugee forum and kein mensch ist illegal Hanau.

Montag, 8.April 2013, 19 Uhr // Strategien antifaschistischer Interventionen, oder: Antifa zwischen Angriff und Ausschlafen

Veranstaltung von turn*left im Rahmen der Mobilisierung zum 1.Mai mit einem Referenten von Avanti – Projekt undogmatische Linke/IL

»Antifa heißt Angriff!« war eine der Parolen, mit der sich zu Beginn der 1990er Jahre viele autonome Zusammenhänge dem Kampf gegen Nazis widmeten. Das war dringend nötig, denn im nationalen Größenwahn nach der Einverleibung der DDR gingen der Rassismus des Staates und der Mehrheitsbevölkerung mit einer schnell wachsenden und selbstbewußten Naziszene Hand in Hand. Für viele, gerade migrantische und subkulturelle Menschen war antifaschistischer Selbstschutz damit unumgänglich geworden. Zugleich war die sich entwickelnde Antifa-Bewegung aber auch ein Versuch, die im Zusammenbruch befindlichen autonomen Zusammenhänge aufzufangen, an einem Thema zu einen und junge Leute wieder für undogmatische, radikal linke Politik zu begeistern. Seinen organisatorischen Ausdruck fand dies in der 1994 gegründeten Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisierung (AA/BO), den bedeutendsten Organsierungsansatz der Antifa Szene in den 1990er Jahren. Die Krise der Antifa-Bewegung zeigte sich ab 2000 in Folge des »Aufstands der Anständigen«, als die rot-grüne Regierung begann eine offensive Tabuisierung rechter Gewalt voranzutreiben. Damit geriet die Idee, Antifa sei »der Kampf ums Ganze« oder wenigstens ein Anfang dazu, in eine fundamentale Krise. Folgerichtig löste sich die AA/BO dann im Jahr 2001 auch auf. Die einsetzende Abwendung vom Kampf gegen Nazis trieb das BgR Leipzig im selben Jahr mit der Parole »Ausschlafen gegen rechts!« anlässlich eines Naziaufmarsches auf die Spitze. Die Antifa-Bewegung wurde dadurch nicht stärker, ganz im Gegenteil: in Dresden, Wunsiedel und Halbe entstanden jährlich wiederkehrende Großevents der Naziszene zu denen regelmäßig mehrere Tausend Nazis aus ganz Europa anreisten. Während Wunsiedel und Halbe nicht zu Letzt juristisch verhindert wurden, gelang dies in Dresden im Jahr 2010 zu ersten mal durch Massenblockaden, die in einem breiten Bündnis organisiert wurden. Das Konzept Massenblockaden in breiten Bündnissen ist zwar nicht neu, hat aber seither offensichtlich großen Aufschwung bekommen. Gemeinsam wollen wir die Herausbildung eines solchen Ansatzes nachvollziehen.

Welche Rolle kann oder muss der Kampf gegen Nazis für eine radikale Linke spielen? In welche Probleme und Widersprüche bringt uns die Zusammenarbeit in breiten Bündnissen und wie können wir mit diesen umgehen? Wie weit lässt sich das »Dresden-Konzept« auf andere Städte übertragen und an welchem Punkt nicht mehr? Laufen wir nicht Gefahr den »rechten Konsens« der Mehrheitsbevölkerung zu stärken, wenn wir uns an breiten Bündnissen gegen Naziaufmärsche beteiligen? Diese und viele weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit euch und einem Referenten von Avanti-Projekt undogmatische Linke/IL diskutieren.