Archiv für März 2013

Programm April 2013

Hier unser April-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Dienstag, 2. April 2013
21.00 Uhr // Konzert & Barabend:
Das »experimental noise/trash-outfit« BATALJ (www.batalj.tk) spielt nach ausgiebiger Europatour im Klapperfeld. Drei Menschen aus Schweden und Aus­tralien, wohnhaft in Berlin, produzieren mit verzerrten Synthies, Gitarre, Schlagzeugattacken und Geschrei ’ne unvergessliche Liveshow. Vorher STERN FUCKING ZEIT (sternfuckingzeit.bandcamp.com) aus Mainz… Zwei Menschen, zwei Gameboys und jede Menge Elektronik zaubern apokalyptischen Chipcore-Screamo. Na, neugierig? Ohrstöpsel nicht vergessen… Dazu natürlich Sushibar mit den üblichen Kaltgetränken. Darüber hinaus gibt es außerdem leckere Vegane Volxküche– diemal mit Channa Massala (indische Kichererbsen).

Donnerstag, 4. April 2013
19.00 Uhr // Ab April gibt es Kino im Knast.
An ersten Donnerstag jeden Monat wird im Klapperfeld ein Überrachungsfilm gezeigt. Veranstaltende: turn*left

Montag, 8. April 2013
19.00 Uhr // Diskussion mit einem Referenten vom Avanti-Projekt undogmatische Linke/IL: »Strategien antifaschistischer Interventionen, oder: Antifa zwischen Angriff und Ausschlafen« Veranstaltende: turn*left

Mittwoch, 10. April 2013
19.30 Uhr // Mobilisierungs- und Infoveranstaltung zu Anti-IMK Protesten am 18. Mai in Hannover »No IMK – Gegen ihre Sicherheit«:
Am Samstag den 18. Mai wollen wir in Hannover gegen die Innenministerkonferenz (IMK) und für ein selbstbestimmtes Leben protestieren. In der Vergangenheit wurde durch die Innenministerien vor allem dafür gesorgt, durch den Zugriff des Staates auf den privaten Lebensraum, persönliche und kollektive Freiheiten immer weiter einzuschränken. Unsere Veranstaltung beleuchtet die von den Innenministerien auf die Tagesordnung gesetzten Inhalte und informiert über geplante Proteste an diesem Tag.

Donnerstag, 11. April 2013
19.00 Uhr // Refugees struggles meets Antifa:
In Frankfurt mobilisieren derzeit zahlreiche linke und linksradikale Gruppen um den geplanten Naziaufmarsch am ersten Mai mit Massen­blockaden zu verhindern. Zugleich jährt sich die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl im Jahr 2013 zum zwanzigsten Mal und in der Bundesrepublik sind die Kämpfe der Flüchtlinge im letzten Jahr in eine neue, dynamische und radikale Phase getreten. Wir wollen gemeinsam nach den Verbindungslinien zwischen den antifaschistischen und antirassistischen Kämpfen suchen. Wo sind die gemeinsamen Ansatzpunkte, wie können wir uns in unserem politischen Handeln mehr auf einander beziehen? Gemeinsam mit euch und je einer Referent*in von The Voice Refugee Forum und Kein Mensch ist Illegal aus Hanau möchten wir diskutieren. Veranstaltende: turn*left

Freitag, 12. April 2013
20.00 Uhr // Film und Diskussion: Boris Schöppner
zeigt seinen Film »Scheng gibt nicht auf. Das Leben des Antifaschisten Johann Holler«. Was hat den Kölner Antifaschisten Johann Holler, genannt Scheng, der 1933 von den Nazis in »Schutzhaft« genommen wurde, nach Frankfurt-Sossenheim verschlagen, wo er auf einer Halbinsel in einem Nidda-Altarm begann, Nutrias zu züchten? Wie hat Holler, der 1990 starb, die elf Jahre Zuchthaus trotz schwerer Kopfverletzung überstanden? Wie hat er es geschafft, trotz Folter und Misshandlungen keine Namen preiszugeben? Der Frankfurter Journalist Boris Schöppner sucht Antworten auf diese Fragen, indem er Angehörige, Weggefährten und Zeitzeugen interviewt und die Orte aufsucht, die Holler in seinen Lebenserinnerungen schildert: das improvisierte Konzentrationslager Brauweiler, die Zellen der Gestapo in Köln, das Zuchthaus in Butzbach, das Polizeigefängnis Klapperfeld in Frankfurt. Der Film rekonstruiert nicht nur das Leben eines Kommunisten, der nach seiner Befreiung für die Amerikaner bei der Entnazifizierung arbeitete, bis er im Zuge des Kalten Krieges gefeuert wurde und unter Adenauer sogar noch einmal in Haft kam, sondern er zeigt auch, was aus den Orten der Repression wurde und wie dort heute mit der Vergangenheit umgegangen wird.
23.30 Uhr // »El contrario de la muda, was ist das Gegenteil von Stille?«: Dreidimensionale Poesie – Eine Interpretation von Pablo Neruda als abstrakte Installation von Bild, Licht und Ton. Vernissage mit Soundscapes von Daniel San (Berlin) und Nonus live (Mexico). Außerdem geöffnet am Samstag, 13, April um 18 Uhr

Dienstag, 16. April 2013
19.30 Uhr // Teile des Herausgeber_innenkollektivs lesen auf dem bald erscheinenden Buch »Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken«:
Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen »Geschichtsschreibung« spielen sie kaum eine Rolle. Das Buch will das ändern. Es geht den Spuren nach, lässt Aktivistinnen zu Wort kommen, beleuchtet aktuelle feministische Antifa-Arbeit, erläutert inhaltliche Schwerpunkte, fragt nach, was aus Fantifa-Gruppen wurde, eröffnet einen Blick auf die Möglichkeiten männlicher antisexistischer Handlungsräume und diskutiert die fortgesetzte Notwendigkeit feministischer Perspektiven in antifaschistischer Politik. Interviews mit Aktivistinnen werden ausführlich eingeführt und durch Originaldokumente illustriert. Die vergangenen und aktuellen Debatten um Feminismus, Antisexismus und Antifaschismus sollen so zusammengebracht werden. Im Anschluss an die Buchvorstellung ist die Sushibar geöffnet und lädt zu einem kleinen Umtrunk ein.

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe
Die Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe geht in die Winterpause und ist ab dem Frühjahr wieder für euch da. Achtet bitte auf die Ankündigungen in unserem Programm.

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de

Dienstag, 2. April 2013 21 Uhr // Konzert & Barabend

Konzert mit BATALJ & STERN FUCKING ZEIT

Das »experimental noise/trash-outfit« BATALJ (www.batalj.tk) spielt nach ausgiebiger Europatour im Klapperfeld. Drei Menschen aus Schweden und Australien, wohnhaft in Berlin, produzieren mit verzerrten Synthies, Gitarre, Schlagzeugattacken und Geschrei ’ne unvergessliche Liveshow. Vorher STERN FUCKING ZEIT (sternfuckingzeit.bandcamp.com) aus Mainz… Zwei Menschen, zwei Gameboys und jede Menge Elektronik zaubern apokalyptischen Chipcore-Screamo. Na, neugierig? Ohrstöpsel nicht vergessen…

Dazu natürlich Barabend in der Sushibar mit den üblichen Kaltgetränken.

Dienstag, 5. März 2013, 21 Uhr // Vokü zum Barabend im Klapperfeld

Am Dienstag gibt zum Barabend auch leckere Vokü mit »Chili sin Carne«. Also bringt eure Feund_innen und Hunger mit!

Ansonsten Barabend in der »Sushi-Bar« – wie immer mit gediegener Musik und angemessenen Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Dienstag, 19. März 2013, 20 Uhr // Buchvorstellung mit Holger Marcks: »Mit Pfeil, Kreuz und Krone: Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn«

»Gott, segne die Ungarn!« Mit diesem Ausruf beginnt das »Nationale Glaubensbekenntnis« in der neuen ungarischen Verfassung, mit der auch ein reaktionäres, antirepublikanisches Symbol, das zugleich für großungarische Ansprüche steht, glorifiziert wird: die »heilige ungarische Krone«. Die Verfassung ist aber nur ein Beispiel für die gewaltigen Umbrüche in Ungarn. Was der seit 2010 mit einer Zweidrittelmehrheit regierende Fidesz als »nationale Revolution« bezeichnet, ist Ausdruck einer völkischen Agenda, die alle Bereiche der Gesellschaft erfasst hat. Dazu trägt auch die faschistische Jobbik bei, die als drittstärkste Kraft im Parlament vertreten ist. Mit ihren Garden – eine direkte Reminiszenz an die nationalsozialistischen Pfeilkreuzler – hat sie das gesellschaftliche Klima, aus dem Antiziganismus und Antisemitismus nicht wegzudenken sind, maßgeblich geprägt. Wie sich die völkische Ideologie sowohl in den politischen Reformen als auch in der Tiefe des gesellschaftlichen Raums abbildet, darüber gibt dieser Vortrag Aufschluss.

Das Buch »Mit Pfeil, Kreuz und Krone: Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn« von Andreas Koob, Holger Marcks & Magdalena Marsovszky ist soeben im unrast-Verlag erschienen: www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/mit-pfeil-kreuz-und-krone-397-detail

Veranstaltende: campusantifa.blogsport.de

Im Anschluss

Soli-Barabend zur Unterstützung der Verhinderung der Nazi-Kundgebung am 1. Mai in Frankfurt