Programm März 2013

Hier unser März-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Dienstag, 5. März 2013
21.00 Uhr // Barabend in der »Sushi-Bar«
– wie immer mit gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleine Speisen in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Dienstag, 12. März 2013 (Veranstaltung zu den Solidaritätstagen)
20.00 Uhr // Denn sie wissen, was sie tun: Krieg, Folter & ihre Befürworter_innen: Seit 2001 dauert der so genannte »Krieg gegen den Terror« schon an. Dieser Krieg schützt den Weltmarkt und die »westliche Lebensweise« in den Wohlstandsinseln der Welt. Er ist nicht lokal begrenzt. Krieg heißt Folter – und Folter ist Krieg gegen die Gesellschaft. Folter ist ein Synonym für Diktaturen – und so versuchen ihre demokratischen Befürworter_innen eine Revision der Sprache, um das Folterverbot zu revidieren. Veranstaltet von Libertad! (www.libertad.de)

Mittwoch, 13. März 2013 (Veranstaltung zu den Solidaritätstagen)
20.00 Uhr // Film & Diskussion: »A Good Day to Die«: Dennis Banks war 1968 der Mitbegründer des American Indian Movement (A.I.M.) um die Aufmerksamkeit auf die Notlage der indigenen Bevölkerung in Minneapolis, Minnesota zu lenken. Der Film bietet Einblicke in Dennis Banks‘ Leben, beginnend mit frühen Erfahrungen in Internatsschulen, über seine Militärzeit in Japan, die Zeit im ›Stillwater State Prison‹ und die anschließende Gründung einer Bewegung, die durch konfrontative Aktionen das Leben der indigenen Bevölkerung für immer veränderte. Veranstaltet von Free Leonard Peltier (www.leonardpeltier.de)

Donnerstag, 14. März 2013 (Veranstaltung zu den Solidaritätstagen)
20.00 Uhr // Folterprotokolle & Kronzeugenlügen – Sechs Monate RZ-Prozess in Frankfurt: Der Prozess gegen Sonja und Christian läuft nun seit sechs Monaten. Es ist also an der Zeit für einen Rückblick zum bisherigen Verlauf, für eine vorläufige (politische) Beurteilung und für Prognosen – aus der Sicht des Solikomitees und der Anwält_innen. Veranstaltet vom Solikomitee für die Freiheit von Sonja & Christian (www.verdammtlangquer.org)

Freitag, 15. März 2013 (Veranstaltung zu den Solidaritätstagen)
20.00 Uhr // Von 1848, über die Pariser Commune zum Aktionstag 18.März: Welche Bedeutung hatte dieses Datum in der Geschichte der Klassenkämpfe. Die Daten 1848, 1871, 1923 stehen für Kämpfe, Aufbrüche, Niederlagen und Solidarität. Darauf bezieht sich der bundesweite Aktionstag. Warum reicht ein Aktionstag nicht, ist aber ein Anfang? Was ist seit der Ausrufung 1996 geschehen? Wie können wir Solidarität in den Alltag einbinden. Veranstaltet von Libertad! (www.libertad.de)
21.00 Uhr // Konzert mit Hell & Back (Altherren-Pockrock, facebook.com/hellandbackpunkrock), Turn Away (Modern-Hardcore a la Verse, facebook.com/turnawayhc) und Eye Shot Emily (Hardcore-Punk aus Hanau, eyeshotemily.tumblr.com). Einlass 20 Uhr. Weitere Infos auf facebook.com/kgruppeffm

Dienstag, 19. März 2013
20.00 Uhr // Buchvorestellung »Mit Pfeil, Kreuz und Krone: Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn« mit Holger Marcks. Veranstaltende: campusantifa.blogsport.de | Weitere Infos zur Lesung

anschließend // Soli-Barabend zur Unterstützung der Verhinderung der Nazi-Kundgebung am 1. Mai in Frankfurt

Mittwoch, 20. März 2013 (Veranstaltung zu den Solidaritätstagen)
20.00 Uhr // Film & Diskussion: »Hinter diesen Mauern« (BRD 1996, 70 min., von Heike Kleffner und Jule Burjes): Mumia Abu-Jamal, der schon als 15jähriger in der Black Panther Party aktiv und seit Anfang der 1970er Jahre für seine engagierte Radioberichterstattung bekannt war, wurde 1982 in einem skandalös unfairen Prozess zum Tode verurteilt, weil er angeblich einen Polizisten ermordet hatte. Der Film dokumentiert durch ein Interview mit Abu-Jamal, durch Gespräche mit Weggefährten, Familienangehörigen, Prozessbeteiligten und Archivmaterial wesentliche Teile seiner Biografie, den Prozessverlauf und den langen Kampf um Leben und Freiheit von Mumie Abu-Jamal. Es wird auch aktuelle Informationen zu Mumie und seiner Situation geben. Veranstaltet von Free Mumie Rhein-Main (www.freiheit-fuer-mumia.de)

Solidaritätstage: Ausstellung

10. bis 20. März 2013:
Lagerwelten & Gefängnisindustrie // Bilder von und für Gefangene

Geöffnet am
10.3.: 13-16 Uhr | 12.-15.3.: 18-20 Uhr | 16.-18.3.: 13-16 Uhr | 19.+20.3.: 18-20 Uhr

In der Ausstellung wird der Versuch gemacht Aspekte von Repression und Verfolgung mit Ausdrücken der Solidarität zu verbinden. Dabei ist es weniger eine geschlossene Ausstellung als ein Ensemble verschiedener Elemente. In türkischen Gefängnissen erstellte Bilder und Skizzen gefangener kurdischer Aktivist_innen sind ebenso zu sehen, wie in einzelnen Zellen des ehemaligen Polizeigefängnis auf die Situation von politischen Gefangenen in den USA eingegangen wird. Es wird deutlich, dass der (us-amerikanische) Gefängnisindustriekomplex global zu finden ist. Mit der Ausstellung »Die Verlagerung der Welt« wird aufgezeigt, dass Kasernierung, Uniformierung und Vernichtung Ausdruck der Despotie der Moderne sind. Das Lager ist kein neutraler Ort – weder geschichtlich noch geografisch; das Lager aber als Ort kapitalistischer Selektion und Zurichtung hat viele Gesichter. Plakate und Grafiken aus Frankreich verweisen aus aktuelle Anlässe von Solidarität mit Sonja und Christian. Zudem ist die Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfelds zu den genannten Zeiten geöffnet.

Beteiligte Gruppen: Cuban 5 | Free Leonard Peltier, Support Native American Resistance | Free Mumia Rhein-Main | Libertad! | Rote Hilfe Frankfurt/Main | Solikomitee für Sonja und Christian | Tayad Komitee | Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. (YXK)

Weitere Infos zu den »Solidaritätstagen gegen staatliche Unterdrückung« und der Ausstellung, den Veranstaltungen und den Aktionen: www.solidays.noblogs.org & solitage.klapperfeld.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe
Die Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe geht in die Winterpause und ist ab dem Frühjahr wieder für euch da. Achtet bitte auf die Ankündigungen in unserem Programm.

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

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