Programm Februar 2013

Hier unser Februar-Programm jetzt endlich online. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es seit letzter Woche wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Freitag, 1. Februar 2013
21.00 Uhr // Konzert:
Die Metalgrind-Krusten von UNREST (unrestcrust.bandcamp.com) aus Münster schauen im Klapperfeld vorbei. Ebenfalls am Start sind die Gießener DEPRAVATION (depravation.bandcamp.com) mit düster-metallischen Klängen und SULLEN WALK (sullenwalk.bandcamp.com) aus Karlsruhe mit etwas melodischerem, aber nicht minder ­brachialem Hardcore. Danach gibt’s noch Aftershowparty mit Dj Dr.J.Hardcore (von Punk bis Pop). Wenn das nix ist…

Dienstag, 5. Februar 2013
21.00 Uhr // Barabend in der »Sushi-Bar«
– wie immer mit gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleine Speisen in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Samstag, 9. Februar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
11.00 Uhr // Stadtrundgang: »Leben ohne Papiere«, durchgeführt vom Bildungskollektiv Bleiberecht: Antirassistischer Stadtrundgang entlang symbolischer Orte, der Einblicke in die Lebensumstände von Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus ermöglichen soll. Bei dieser Spurensuche im Zentrum Frankfurts wird deutlich, wie verankert und dennoch oft unsichtbar institutionelle Diskriminierung von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist. Treffpunkt für den Stadtrundgang ist am Eingang zum Klapperfeld.
16.00 Uhr // Kurzfilmvorführung (Wiederholung): La vita che non CIE. Three short films on Italian Centres of Identification and Expulsion
(Italien. Original mit engl. Untertiteln, Gesamtdauer ca. 50min). Auf Grund des großen Andrangs bei der Vernissage werden nochmals die Filme von Alexandra D‘Onofrio und Gabriele Del Grande gezeigt (diesmal leider ohne die Filme­macher_innen). Sie erzählen die Geschichten von Abschiebehäftlingen und ihren Angehörigen – vom Alltag im Abschiebegefängnis, von der Abschiebung selbst und von Widerstandsversuchen. Vorher und nachher kann die Ausstellung besucht werden (siehe Rückseite).

Dienstag, 12. Februar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
19.00 Uhr // Diskussionsveranstaltung: Migration, Arbeit und institutionelle ­Ausgrenzung mit Mihai Balan (Europäischer Verein für Wanderarbeiterfragen e.V.), Hagen Kopp (­MigrAr) und Agnieszka Satola (Hochschule Fulda): Migrant_innen stoßen in Europa auch auf dem Arbeitsmarkt immer wieder auf Grenzen und ungleiche Behandlung. Was bedeutet der Aufenthalts­status konkret für Arbeitsverhältnisse und transnationale Lohnkonkurrenz? Welche Rechte ­haben Migrant_innen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus überhaupt und welche politischen Forderungen lassen sich daraus ableiten? Welche Rolle spielen dabei weitere ­Faktoren, wie etwa Klasse und Geschlecht?

Freitag, 15. Februar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
18.00 Uhr // Lesung und Diskussion: »Lampedusa. Begegnungen am Rande Europas«: Die Menschen von Lampedusa haben dem Autor Gilles Reckinger viel erzählt: Von denen, die weggingen, und denen, die zurückkamen, von ihren eigenen Lebensträumen, von den täglichen Widrigkeiten, den Versorgungslücken, der Langeweile. Von dem Wunsch, der Insel den Rücken zu kehren und der Unmöglichkeit, woanders zu leben. Auf Basis dieser Begegnungen zeichnet der Ethnologe die Insel in seinem neuen Buch als einen Ort der Übergänge.

Ausstellung: »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe«

… noch bis zum 15. Februar 2013 | Eintritt frei, Spenden erwünscht

Menschen ohne Unionsbürgerschaft stoßen in der EU immer wieder auf Grenzen: Dabei ist der Weg übers Meer, die Einreise per Flugzeug oder über den Landweg oft nur der Auftakt einer langen Reise, auf der Menschen unter prekären Bedingungen und unter beständiger Angst vor Verfolgung, Repression und Ausschluss leben müssen. Immer wieder sind sie mit Grenzen konfrontiert, die (auch) den EUropäischen Alltag durchziehen.

Das Projekt »Traces to and trough Europe« widmet sich den verschiedenen Aspekten dieser Grenzverläufe und fragt nach den Auswirkungen und Bedingungen EUropäischer Migrationspolitik. Kernstück ist eine Fotoausstellung über die Mittelmeerinsel Lampedusa. Dort gibt es einen Schiffsfriedhof, auf dem sich die Boote stapeln, mit denen Menschen nach Europa zu gelangen versuchten. Die Fotoreihe wird ergänzt durch Fotos zur Situation von Illegalisierten in Calais, durch die Ausstellung »Traces from Lesvos through Europe« des Netzwerks Welcome to Europe sowie durch Radiofeatures und Kurzfilme.

Während der Öffnungszeiten (Sa./So. 15-18 Uhr und an 2 weiteren Tagen die Woche) wird auch der ehemalige Abschiebetrakt des Gefängnisses zugänglich sein, der noch bis vor 10 Jahren genutzt wurde. Zudem kann die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden.

Begleitet wird die Ausstellung von einer vielfältigen Veranstaltungsreihe, die Hintergründe und Zusammenhänge EUropäischer Grenz- und Migrationspolitik thematisiert. Einige der Veranstaltungen finden im Klapperfeld statt – ausführlichere Infos zu diesen und weiteren Veranstaltungen sowie zu den Öffnungszeiten der Ausstellung unter: grenzen.klapperfeld.de

17.01. bis 15.02.2013: Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Achtung Winterpause!
An den Samstagen am 29. Dezember 2012 und dem 5. und 12. Januar 2013 ist die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfeld geschlossen! Weitere Infos zur Dauerausstellung findet ihr unter: www.klapperfeld.de

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe
Die Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe geht in die Winterpause und ist ab dem Frühjahr wieder für euch da. Achtet bitte auf die Ankündigungen in unserem Programm.

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

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