Programm Januar 2013

Wegen der Feiertage gibt es unser Programm für den Januar 2013 etwas früher als gewohnt. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen. Die Print-Version gibt es wie immer im Klapperfeld und an anderen ausgewähten Orten.

Beachtet bitte, das die Dauerausstellung an den Samstagen am 29. Dezember 2012 und dem 5. und 12. Januar 2013 geschlossen ist und der Barabend nicht wie gewohnt am 1. Dienstag im Monat sondern erst am Dienstag, den 15. Januar stattfindet.

Wer zwischen Feiertagen, Familienstress und Silvester noch was auf die Ohren haben will, für den gibt es am 27. Dezember 2012 noch ein Konzert mit Landverraad und Century. Im neuen Jahr startet dann ab dem 17. Januar die neue Gastausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« und dazu ein umfangreiches Begleitprogramm.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Donnerstag, 27. Dezember 2012
21.00 Uhr // Konzert: Landverraad
(Nijmegen/Amsterdam, Holland, landverraad.wordpress.com) spielen wundervoll angepissten schnellen Hardcorepunk mit nem Schuss Powerviolence, viel Energie und tollen Texten. Wütendes Geschrei mit ner Message und jede Menge Spaß! Vorher hauen uns Century aus Offenburg (centuryhc.bandcamp.com) ihren Weltuntergangs-Screamo-Hardcore um die Ohren. Dazu kalte Getränke und vegane Snacks. Flyer und weitere Infos zum Konzert.

Dienstag 15. Januar 2013
21.00 Uhr // Barabend in der »Sushi-Bar«
– wie immer mit gediegener Musik, angemessenen Getränken und kleine Speisen in nettem Ambiente. Diesen Monat ausnahmsweise nicht am ersten Dienstag im Monat. Ab Februar wieder alles wie gehabt. (bis 1.00 Uhr)

Donnerstag, 17. Januar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
17.00 Uhr // erstmalige Öffnung der Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« (siehe unten) – und zum Auftakt:
20.00 Uhr // Kurzfilmvorführung mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin ­Alessandra D‘Onofrio und dem ebenfalls an den Filmen beteiligten Journalisten Gabriele Del Grande (Mailand): La vita che non CIE. Three short films on Italian Identification and Expulsion Centres (italien. Original mit engl. Untertiteln, Gesamtdauer ca. 50min). Die Filme erzählen die Geschichten von Abschiebehäftlingen und ihren Angehörigen – vom Alltag im Abschiebegefängnis, von der Abschiebung selbst und von Widerstandsversuchen.

Donnerstag, 24. Januar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
19.30 Uhr // Diskussionsveranstaltung zur Situation von Menschen ohne Papiere in Calais mit Vertreter_innen der Gruppe no border ffm: In Calais warten viele illegalisierte Menschen auf eine Möglichkeit zur Überfahrt nach Dover. Ihre dortige Situation ist durch Fotos dokumentiert, die Teil der Ausstellung »Traces to and through Europe« sind. In der Veranstaltung wird von Besuchen vor Ort berichtet und die daraus entstandene Broschüre »Trying for England« vorgestellt.

Samstag, 26. Januar 2013 (Veranstaltung zur Gastausstellung)
16.00 Uhr // Diskussionsveranstaltung zur Rolle von FRONTEX und privater Sicherheits­firmen bei der Entwicklung des EUropäischen Grenzregimes mit Max Pichl & Sebastian Wolff (Forschungsprojekt Staatsprojekt Europa, Frankfurt) und Simon Sontowski (Uni Zürich): Am konkreten Beispiel des spanischen Grenzregimes wird der Frage nachgegangen, wie »Grenzschutz« tagtäglich durch wen realisiert wird. Welche Bedeutung kommt dabei – aktuell und perspektivisch – der EUropäischen Agentur FRONTEX zu? Handelt es sich hier um einen klassischen Polizeiapparat im Entstehen oder erfüllt die Agentur (zukünftig) ganz andere Aufgaben? Was bedeuten diese Entwicklungen aus herrschaftskritischer Perspektive? Und welche Rolle spielen private Sicherheitsfirmen, die an der Entwicklung, Produktion und Implementierung von neuen Technologien der Grenzkontrolle beteiligt sind?

Freitag, 1. Februar 2013
21.00 Uhr // Konzert: UNREST
(fieser crust mit metalkante aus münster, unrestcrust.bandcamp.com), DEPRAVATION (blackened hardcore aus gießen, depravation.bandcamp.com) & noch ne band

Ausstellung: »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe«

vom 17. Januar bis zum 15. Februar 2013 | Eintritt frei, Spenden erwünscht

Menschen ohne Unionsbürgerschaft stoßen in der EU immer wieder auf Grenzen: Dabei ist der Weg übers Meer, die Einreise per Flugzeug oder über den Landweg oft nur der Auftakt einer langen Reise, auf der Menschen unter prekären Bedingungen und unter beständiger Angst vor Verfolgung, Repression und Ausschluss leben müssen. Immer wieder sind sie mit Grenzen konfrontiert, die (auch) den EUropäischen Alltag durchziehen.

Das Projekt »Traces to and trough Europe« widmet sich den verschiedenen Aspekten dieser Grenzverläufe und fragt nach den Auswirkungen und Bedingungen EUropäischer Migrationspolitik. Kernstück ist eine Fotoausstellung über die Mittelmeerinsel Lampedusa. Dort gibt es einen Schiffsfriedhof, auf dem sich die Boote stapeln, mit denen Menschen nach Europa zu gelangen versuchten. Die Fotoreihe wird ergänzt durch Fotos zur Situation von Illegalisierten in Calais, durch die Ausstellung »Traces from Lesvos through Europe« des Netzwerks Welcome to Europe sowie durch Radiofeatures und Kurzfilme.

Während der Öffnungszeiten (Sa./So. 15-18 Uhr und an 2 weiteren Tagen die Woche) wird auch der ehemalige Abschiebetrakt des Gefängnisses zugänglich sein, der noch bis vor 10 Jahren genutzt wurde. Zudem kann die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds besucht werden.

Begleitet wird die Ausstellung von einer vielfältigen Veranstaltungsreihe, die Hintergründe und Zusammenhänge EUropäischer Grenz- und Migrationspolitik thematisiert. Einige der Veranstaltungen finden im Klapperfeld statt – ausführlichere Infos zu diesen und weiteren Veranstaltungen sowie zu den Öffnungszeiten der Ausstellung unter: grenzen.klapperfeld.de

17.01. bis 15.02.2013: Ausstellung »EUropäische Grenzen: Traces to and through Europe« im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Auf dem wöchentlichen Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen.

Erweiterte Dauerausstellung
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Im September eröffnete die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizei­gefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Gefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19. Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung. Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veran­staltungen im Klapperfeld besucht werden sowie jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld.de).

Achtung Winterpause!
An den Samstagen am 29. Dezember 2012 und dem 5. und 12. Januar 2013 ist die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfeld geschlossen! Weitere Infos zur Dauerausstellung findet ihr unter: www.klapperfeld.de

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

Fahrradwerkstatt
Wenn ihr eure Fahrräder fit machen wollt, könnt ihr gerne vorbei kommen. Vereinbart einfach vorher eine Termin mit unseren Schrauber_innen: fahrradwerkstatt.fvj[ät]googlemail.com

Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe
Die Fahrwerkstatt der Haftentlasssenenhilfe geht in die Winterpause und ist ab dem Frühjahr wieder für euch da. Achtet bitte auf die Ankündigungen in unserem Programm.

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: www.wemgehoertdiestadt.net

Banner – klapperfeld.de