Revolution 1:35 – Wie ein Modellbauer mit Kunst Geschichte schreibt

Hier der Sendehinweis zu einem Beitrag über die Ausstellung »Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35«, der am Donnerstag, den 3. Mai 2012 um 22:45 Uhr im Hessischen Rundfunk in der Sendung »Hauptsache Kulutur« ausgestrahlt wird:

Matthias Schmeier mit HR-Team

Vietnamesen flüchten aus ihrer umkämpften Stadt, ein Mann steht mit aufgerissenem Hemd vor den sowjetischen Panzern im Prager Frühling 1968. Es sind Szenen vergangener Krisen, die vielen ins Gedächtnis gebrannt sind. Matthias Schmeier baut sie nach – im Maßstab 1:35.

Entstanden sind detaillierte und naturgetreue Darstellungen der Wirklichkeit von Revolution und Bürgerkrieg. Dafür wird Matthias Schmeier von der klassischen Modellbauszene, die normalerweise ein Idyll abbildet, nicht gerade geliebt. Doch er ist ein Mann mit Überzeugungen, war früher selbst auf Demonstrationen und in den achtziger Jahren in der Hausbesetzerszene aktiv.

Er macht das, was ihm wichtig ist. Die Modellbauten sieht er als Erinnerung an Ereignisse, in denen um Gerechtigkeit gekämpft wird. In seinen sogenannten Dioramen wird der Spanische Bürgerkrieg genauso lebendig wie der Prager Frühling. Im ehemaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße in Frankfurt werden neun seiner Bauten jetzt gezeigt.

Bericht: Christine Romann

Information

Ästhetik des Widerstands – Klassenkampf und Revolution im Maßstab 1:35
Vom 28. April bis zum 19. Mai im ehemaligen Polizeigefängnis, Klapperfeldstr. 5, Frankfurt

Banner | Ausstellung im Klapperfeld | 28. April – 19. Mai 2012: Ästhetik des Widerstands. Revolution und Klassenkampf im Maßstab 1:35

Weitere Infos zur Ausstellung unter:
asthetikdeswiderstands.klapperfeld.de