Donnerstag, 26. April 2012, 20 Uhr // Der Naziadler. Zur Geschichte des Frankfurter Stadtwappens

»Die Stadtpolizei trägt ihn, an Amtsgebäuden sieht man ihn, auf Briefköpfen ist er vieltausendfach unterwegs, und nicht zuletzt repräsentiert er die Stadt auch auf dem Magistrats-Kaffeegeschirr.« (FR, 11.02.2012)

Zum 60jährigen Jubiläum der Wiedereinführung des Frankfurter Stadtwappens hat das Institut für Stadtgeschichte eine Broschüre herausgegeben, die sich mit der 700jährigen Geschichte des Stadtwappens beschäftigt. Dabei fällt wieder einmal unter den Tisch, dass es sich bei dem heutigen Frankfurter Stadtadler um einen Entwurf aus der Zeit des Nationalsozialismus handelt. Und der war keineswegs beliebig, denn die Nazis verwendeten viel Zeit und Mühe darauf, das Bild von Frankfurt als »jüdisch und liberal verseuchter« Stadt loszuwerden. So erfolgte 1935 die Verleihung des NS-Ehrentitels »Stadt des deutschen Handwerks« durch Adolf Hitler, 1936 wurde der neue Stadtadler eingeführt, der bis heute im Amt ist.

In einem reich bebilderten Vortrag wird Charly Außerhalb die jüngere politische Geschichte des Symbols zur Diskussion stellen.

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