Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.

Ausstellung vom 29. Januar bis 11. Februar im Klapperfeld

Ausstellung mit Fotos, Biographien, Dokumenten etc. zum Konzentrationslager San Pedro de Cardeña, Burgos, Spanien

Ausstellungseröffnung am 29.01.2012 um 14 Uhr

Eröffnungsveranstaltung mit Nacho García, Initiator der Ausstellung und Verfasser des Blogs »The Jaily News« (http://thejailynews.blogspot.com/), am 29.01.2012 um 15 Uhr. Dabei wird er einen Schwerpunkt legen auf die deutschen Inhaftierten in San Pedro.

Die Ausstellung ist außerdem geöffnet an folgenden Terminen:
Mittwoch, 1. Februar, 10-13 Uhr
Freitag, 3. Februar, 15-18 Uhr
Samstag, 4. Februar, 15-18 Uhr
Mittwoch, 8. Februar, 10-13 Uhr
Freitag, 10. Februar, 15-18 Uhr
Samstag, 11. Februar, 15-18 Uhr

Die Ausstellung »Gefängnis und Widerstand« versucht, eine von diesen Geschichten an Licht zu bringen, die nicht erzählt werden. Die Geschichte von hunderten Kämpfern unterschiedlicher Herkunft, die dem Ruf zum Kampf für die Freiheit und gegen den Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 gefolgt sind.

Als letzten Abschnitt ihres Kampfes in Spanien mussten sie die Erfahrung des Konzentrationslagers machen. Doch sowohl im Lager selbst – die Gefangenen organisierten unter anderem eine klandestine Universität – als auch nach ihrer Haftzeit, zum Beispiel in der französischen Résistance, setzten sie ihren Kampf fort.

Das Konzentrationslager San Pedro de Cardeña war von Ende 1936 bis Anfang 1940 in Betrieb. In dem zum Lager umfunktionierten Kloster waren tausende republikanische Antifaschisten eingesperrt, die vor allem im Norden des Landes gefangengenommen worden waren. Viele von ihnen wurden in die siebzehn Zwangsarbeiter-Bataillone gezwungen, die das Lager verließen.
Ab April 1938 wurden Gefangene aus den Internationalen Brigaden hauptsächlich nach San Pedro de Cardeña verlegt: Insgesamt etwa tausend internationale Gefangene mit mehr als vierzig verschiedenen Nationalitäten. Einige von ihnen, vor allem Briten, konnten gegen faschistische Gefangene ausgetauscht werden, der größte Teil jedoch wurde in das Zwangsarbeiterbataillon Nr. 75, das nur für Ausländer vorgesehen war, eingegliedert. Andere wurden von den Faschisten hingerichtet, einige endeten im Konzentrationslager von Miranda de Ebro und viele Deutsche wurden an die Gestapo übergeben.

In der im Klapperfeld zu sehenden Ausstellung werden zum Teil unveröffentlichte Fotos sowie Dokumente aus verschieden Archiven gezeigt, die es ermöglichen, die Biographien und Erfahrungen von einigen der inhaftierten Interbrigadisten nachzuvollziehen.
Die Ausstellung wurde im Oktober 2011 in Burgos das erste Mal gezeigt, um zum 75. Jahrestag der Eröffnung des Lagers San Pedro de Cardeña den Gefangenen und ihrem Kampf gegen den Faschismus ein Denkmal zu setzen. Nun ist sie das erste Mal in deutscher Übersetzung zu sehen.

Weitere Infos und Materialen zur Ausstellung findet ihr hier:
www.klapperfeld.de/gefaengnisundwiderstand/

Ausstellung im Klapperfeld: Die Internationalen Brigaden in San Pedro de Cardeña. Gefängnis und Widerstand.