19. Oktober 2011, 19.30 Uhr // Filmabend: Fritz Bauer – Tod auf Raten

Fritz Bauer kann die NS-Zeit schon aus persönlichen Gründen nicht ad acta legen. Das Regime hat sein Leben gezeichnet. Nach der Machtergreifung Hitlers muss der Sohn einer deutsch-jüdischen Familie seine Arbeit als Amtsrichter am Stuttgarter Amtsgericht niederlegen. Bald emigriert Bauer nach Dänemark und Schweden, wo er zusammen mit Willy Brandt eine Exil-Zeitung herausgibt. 1949 kehrt er nach Deutschland zurück. Er will dazu beitragen, eine demokratische Rechtsordnung aufzubauen.

»Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden«, so formuliert Bauer seine Überzeugung. Wenn die junge deutsche Demokratie dauerhaft Freiheit und Gerechtigkeit garantieren soll, muss sie ihre Vergangenheit bewältigen. Aufsätze und Reden Bauers tragen Titel wie »Mörder unter uns« und »Am Ende waren die Gaskammern«. In den 1960er-Jahren provoziert er nicht nur Alt-Nazis, sondern auch diejenigen, denen es lieber wäre, den Ballast der deutschen Geschichte ganz zurückzulassen.

Die Filmvorführung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Im Gedächtnis bleiben« des »Frankfurter Fanprojekts«. Den Flyer zur Reihe könnt ihr hier als pdf downloaden. Weitere Infos zu »Frankfurter Fanprojekt« findet ihr hier: www.fanprojekt-frankfurt.de