Archiv für Oktober 2011

Video von der Räumung der Schumannstraße 60

Weitere Infos zur Besetzung und der Räumung auf:
schlaflosinfrankfurt.blogsport.de

Schumannstraße 60 gestern Nacht brutal geräumt!

Gestern Nacht wurde die Schumannstraße 60 brutal geräumt. Wir solidarisieren und mit den Besetzer_innen und verurteilen die Polizeigewalt!

Aus Solidarität mit der Besetzer_innen und um gegen die Polizeigewalt zu demonstrieren, findet heute Abend eine Demonstration statt. Treffpunkt ist um 19 Uhr vor dem KOZ auf dem Campus Bockenheim. Kommt vorbei!

Ausführliche Informationen findet ihr unter anderem hier:

Indymedia: [Ffm] Brutale Räumung der Schumannstraße 60!:
http://de.indymedia.org/2011/10/318523.shtml

Stellungnahme des Arbeitskreises kritischer Juristen:
http://akjffm.blogsport.de/2011/10/21/akj-frankfurt-verurteilt-den-unverhaeltnismaessigen-polizeieinsatz-waehrend-der-raeumung-der-schumannstrasse-60/

Website der Besetzer_innen:
http://schlaflosinfrankfurt.blogsport.de/

Infos auf Twitter:
http://twitter.com/mietenjawatdenn

Solidarität mit den Besetzer_innen der Schumannstraße 60 im Frankfurter Westend!

Am heutigen Donnerstag, den 20. Oktober haben Studierende der Frankfurter Goethe-Universität nach einer studentischen Vollversammlung auf dem IG-Farben Campus ein leerstehendes Haus in der Schumannstraße 60 besetzt. Mit der Besetzung wollen sie auf den Widerspruch zwischen dem derzeit bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen und dem hohen Leerstand von Gebäuden in Frankfurt verweisen.

Aus der Besetzung der Schumannstraße 60 soll langfristig ein selbstverwaltetes Wohn- und Kulturzentrum entstehen. Dafür laden die Besetzer_innen am morgigen Freitag den 21. Oktober zu einem öffentlichen Plenum in der Schumannstraße 60 ein. Dieses wird um 19.00 Uhr beginnen.

Darüber hinaus wird es in den nächsten Tagen ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Workshops zu Themen der Städte- und Bildungspolitik geben. Das Programm sowie weitere Informationen zur Besetzung findet ihr auf Internetseite von »Schlaflos in Frankfurt«: schlaflosinfrankfurt.blogsport.de

Wer die Besetzer_innen mit Solidaritätserklärungen unterstützen möchte, kann diese an die Adresse schlaflos.frankfurt@yahoo.com senden.

Solidarität mit den Besetzer_innen der Schumannstraße 60!
Die Häuser denen, die sie nutzen!

Dienstag, 25. Oktober 2011, 21 Uhr // Soli-Barabend für die Metzgerstraße

Im autonomen Kulturzentrum Metzger­straße in Hanau hat ein Brand in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli erheblichen Schaden angerichtet. Die Aufräum- und Renovierungsarbeiten laufen, allerdings wird Unterstützung dringend benötigt.

Organisiert von der Soligruppe Metzgerstraße

Weitere Infos: www.metzgerstrasse-hanau.org

Der Barabend endet um 1 Uhr!

19. Oktober 2011, 19.30 Uhr // Filmabend: Fritz Bauer – Tod auf Raten

Fritz Bauer kann die NS-Zeit schon aus persönlichen Gründen nicht ad acta legen. Das Regime hat sein Leben gezeichnet. Nach der Machtergreifung Hitlers muss der Sohn einer deutsch-jüdischen Familie seine Arbeit als Amtsrichter am Stuttgarter Amtsgericht niederlegen. Bald emigriert Bauer nach Dänemark und Schweden, wo er zusammen mit Willy Brandt eine Exil-Zeitung herausgibt. 1949 kehrt er nach Deutschland zurück. Er will dazu beitragen, eine demokratische Rechtsordnung aufzubauen.

»Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden«, so formuliert Bauer seine Überzeugung. Wenn die junge deutsche Demokratie dauerhaft Freiheit und Gerechtigkeit garantieren soll, muss sie ihre Vergangenheit bewältigen. Aufsätze und Reden Bauers tragen Titel wie »Mörder unter uns« und »Am Ende waren die Gaskammern«. In den 1960er-Jahren provoziert er nicht nur Alt-Nazis, sondern auch diejenigen, denen es lieber wäre, den Ballast der deutschen Geschichte ganz zurückzulassen.

Die Filmvorführung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Im Gedächtnis bleiben« des »Frankfurter Fanprojekts«. Den Flyer zur Reihe könnt ihr hier als pdf downloaden. Weitere Infos zu »Frankfurter Fanprojekt« findet ihr hier: www.fanprojekt-frankfurt.de

GegenBuchMasse-Veranstaltung am Donnerstag fällt leider aus!

Die Buchvorstellung »Rassismus auf gut Deutsch«, die am Donnerstag, den 13. Oktober 2011 im Klapperfeld stattfinden sollte, fällt wegen Krankheit leider aus!

Weitere Infos zu den Lesungen und Buchvorstellungen im Klapperfeld und alle weiteren Veranstaltungen an anderen Orten findet ihr unter www.gegenbuchmasse.de

Erfolgreiche Ausstellungen zur Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg und dem Franquismus

Ausstellung: Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus

Im Juli diesen Jahres jährte sich der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs zum 75. Mal. Aus diesem Anlass waren im Klapperfeld für knapp drei Wochen zwei Gastausstellungen zu sehen, die sich mit der Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus beschäftigten. Das Interesse war groß und die Ausstellungen gut besucht: Insgesamt kamen über 300 Besucher_innen zu den Ausstellungen und dem Begleitprogramm.

Fotoausstellung: Carabanchel: Ein franquistisches Gefängnis

Alle, die es nicht zu den Ausstellungen im Klapperfeld geschafft haben, können zumindest die Tafeln der Ausstellung »Umkämpfte Vergangenheit. Die Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Franquismus« auch online ansehen und auf der Website zur Ausstellung als pdf herunterladen: umkaempftevergangenheit.blogsport.de

Weitere Infos, auch zur Fotoausstellung »Carabanchel: Ein franquistisches Gefängnis« gibt es nach wie vor unter www.klapperfeld.de/spanienausstellung

Banner | Ausstellungen im Klapperfeld | 16. September – 6. Oktober 2011: Unkämpfte Vergangenheit & Carabanchel

Offener Brief | Neonazis in Frankfurt: Schmierereien, Übergriffe, schwarze Listen

Seit Monaten treibt eine Gruppe organisierter Neonazis der »Nationalen Sozialisten Rhein-Main« in Frankfurt ihr Unwesen. Nachdem sie zunächst mit rechtsradikalen Aufklebern in Seckbach und Bergen-Enkheim und Nazi-Schmierereien im Nordend auf sich aufmerksam machten, folgten bald die ersten Übergriffe in Bornheim: AntifaschistInnen wurden angegriffen, ein schwarzes Mädchen mit einem Messer bedroht.

Darüber hinaus versuchen die Neonazis immer wieder, vermeintliche AntifaschistInnen zu fotografieren. Offensichtlich mit System: Ein Mitglied der Nazitruppe, so geht aus einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2011 hervor, gab im Juli 2011 der Polizei gegenüber an, dass begonnen wurde, Listen mit Fotos, Namen und Adressen von vermeintlichen AntifaschistInnen anzulegen. Seit Juli weiß die Frankfurter Polizei davon und hat weder die Betroffenen noch die Öffentlichkeit informiert.

Werden Neonazis in Ruhe gelassen, nehmen ihre Angriffe zu. Damit sie ihre menschenverachtende Ideologie nicht weiter in die Tat umsetzen können, muss ihnen entgegen getreten werden. Das vielfach gehörte Argument gegen antifaschistische Gegenwehr, diese führe zu einer »Gewaltspirale«, ist falsch und wurde in der jüngsten Vergangenheit immer wieder widerlegt, zum Beispiel jüngst in Dresden. Antifaschismus in notwendig und muss Neonazis am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit immer wieder aus der Deckung holen. Nur so können sich Menschen vor ihnen schützen, nur so können sie ihnen zeigen, dass sie mit ihnen nichts zu tun haben wollen; und nur so werden Neonazis in ihrem Handeln eingeschränkt. Die Geschichte zeigt: Wer Neonazis Rückzugsräume lässt, lässt ihnen Raum, ihre nächsten Gewalttaten zu planen.

Hetze gegen GriechInnen in der BILD-Zeitung und der FDP, anti-muslimischer Rassismus bei Thilo Sarrazin und den Frankfurter »Freien Wählern« – Neonazis fallen nicht vom Himmel. Ihre Ideologie der Ungleichheit wurzelt in der Mitte der Gesellschaft. Aktiver Antifaschismus richtet sich auch dagegen. Er ist nicht Teil einer imaginären »Gewaltspirale«, sondern die Bedingung dafür, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Ausrichtung, am demokratischen Meinungsbildungsprozess beteiligen können.

Wir, die UnterzeichnerInnen, fordern:

  • Eine umfassende Information der Öffentlichkeit über die Nazi-Aktivitäten in Frankfurt!
  • Keine Entpolitisierung rechtsradikaler Übergriffe – gegen die Gleichsetzung von Rechts und Links!
  • Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren!

Erstunterzeichner_innen:
Antifaschistisches Kollektiv Mainz
AStA FH Frankfurt
autonome antifa [f]
Danilo Starosta, Sachsen
Initiative Faites votre jeu!, Frankfurt
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark, Berlin
Initiative ipunkt, Neu Isenburg
Jusos Frankfurt
Mechthild Gunkel, Pfarrerin für Friedensarbeit, Zentrum Ökumene der EKHN
Nadja Rakowitz
noborder-Gruppe Frankfurt
Prof. Dr. Klaus Herding, Goethe-Universität Frankfurt
Redaktion express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit
Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
 
 
Offener Brief als pdf: download

Wenn ihr den Brief unterzeichnen möchtet, könnt ihr uns gerne eine E-Mail schreiben: faitesvotrejeu[ät]yahoo.com

Den Artikel aus der Frankfurter Rundschau von 4. Oktober 2011 findet ihr hier: Steckbriefe gegen die »Volksverräter«