Donnerstag, 25 August 2011, 19 Uhr // Endstation Abschiebehaft

Staatlicher Rassismus in Deutschland am Beispiel des Abschiebegefängnisses in Ingelheim (bei Mainz)

Vortrag und Diskussion

Eine Mobilisierunsgveranstaltung zur Demo gegen den Abschiebeknast

Abschiebegefängnisse sind rassistische staatliche Einrichtungen, die dazu dienen, in Deutschland unerwünschte Menschen bis zur geplanten Abschiebung festzuhalten. Bis zu 18 Monaten werden die Betroffenen dort inhaftiert, bevor sie abgeschoben werden. Die Menschen werden nicht etwa für ein Verbechen eingesperrt, sondern einzig und allein deswegen, weil sie sich »illegal« hier aufhalten und man befürchtet, sie könnten untertauchen.

Im ersten Teil des Vortrags werden wir uns mit den rechtlichen Bedingungen, unter denen Flüchtlinge in Deutschland leben, genauer befassen. Dabei wollen wir die Abschiebehaft als eine von vielen rassistischen Maßnahmen neben anderen wie etwa Sammelvorführungen, der Residenzpflicht oder dem Arbeitsverbot für Flüchtlinge genauer einordnen. Ein Überblick über die Geschichte der Abschiebehaft und der Ausländergesetzgebung soll diesen ersten Teil abrunden.

Am Beispiel des rheinland-pfälzischen Abschiebegefängnisses Ingelheim bei Mainz soll die rassistische staatliche Praxis der Abschiebehaft im zweiten Teil genauer untersucht werden. Wir wollen betrachten, welche Akteure an den rassistischen Maßnahmen gegen Flüchtlinge und Migrant_innen beteiligt sind, was Abschiebehaft für die Betroffenen bedeutet und welche Möglichkeiten der Intervention es für Außenstehende gibt.

Anschließend gibt es noch die Möglichkeit zur Diskussion und ausführliche Informationen zur bevorstehenden Demonstration gegen das Abschiebegefängnis in Ingelheim am Samstag, den 3. September um 14 Uhr, über die man sich auch im Internet unter wegmitdemknast.blogsport.de informieren kann.

Referieren werden Aktivist_innen des Aktionsbündnisses Abschiebehaft abschaffen!

Der Eintritt ist frei. Das Aktionsbündnis freut sich aber über Spenden.