Archiv für Juli 2010

Subbotnik! Bauwoche im Knast.

Dienstag, 3. bis Sonntag, 8. August
jeden Tag ab 12 Uhr

Liebe Heimwerker_innen, Besetzungstechniker_innen und alle anderen, die Spaß am Putzen, Malern und Renovieren haben, kommt vorbei und lasst uns gemeinsam die Räume im »Klapperfeld« gestalten und verschönern.

Programm August 2010

Hier unser August-Programm als pdf. Die Print-Version gibt es ab heute Abend beim Barabend im »Klapperfeld«.

Diese Montat möchen wir euch besonders auf die Bauwoche »Subbotnik!« hinweisen, bei der wir vom Dienstag, den 3. August bis zum Sonntag, den 8. August im »Klapperfeld« gestalten und renovieren. Alle, die Lust haben uns dabei zu Unterstützen, sind herzlich eingeladen. Also zieht eure Blauhemden an und kommt vorbei. Weitere Infos findet ihr weiter unten. Bitte beachtet, dass der Barabend während der Bauwoche am Dienstag, den 3. August, ausfällt.

Außerdem wollen wir euch darauf hinweisen, dass uns in letzter Zeit aus der Nachbarschaft mehrere Beschwerden über die Lautstärke erreicht haben. Deshalb möchten wir euch bitten gerade in den Abendstunden Rücksicht auf die Anwohner_innen in unserer Umgebung zu nehmen. Auch hierzu findet ihr weitere Infos am Ende dieses Programms.

UNTERSTRICHENE TERMINE WURDEN NACHTRÄGLICH ERGÄNZT ODER DIE INFOS GEHEN ÜBER DAS PRINT-PROGRAMM HINAUS!

Programm

Sonntag, 1. August 2010
21.30 Uhr //
Letzter Film der Reihe: »Perverser Müll!«, weitere Infos auf den ausliegenden Flyern!

Dienstag, 3. bis Sonntag, 8. August
jeden Tag ab 12 Uhr // Subbotnik! Bauwoche im Klapperfeld, Infos weiter unten

ACHTUNG! DER »FAITES VOTRE JEU!«-BARABEND
AM DIENSTAG, DEN 3. AUGUST 2010 FÄLLT AUS!

Sonntag, 8. August 2010
15.00 Uhr // Austausch und Infotag für die Anwohner_innen
, weitere Infos unten
21.30 Uhr // Heimatfilm-Special: Ein nachdenklicher, aber auch unterhaltsamer Überraschungsfilm über die schweren Jahre einer jungen Bäuerin aus Tirol, deren Herz für einen Jäger schlägt, die aber von ihrem reichen Vater an einen anderen Bauern versprochen wird. Bei der Fronleichnamsprozession kommt es zum großen Krach… Bei gutem Wetter im Hof.

Montag, 9. August 2010
20.00 Uhr // »Frauen-Antifa-Bar«
, diesmal: »Filmabend« mit einem französischen Animationsfilm der als Autofiktion die Kindheit der Autorin im Iran in der Zeit der islamischen Revolution beschreibt. Anschließende Diskussion. Wie immer sind nicht nur Antifa-Frauen eingeladen.

Dienstag, 10. August 2010
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
, diesmal: »Jugendantifa Solibarabend« mit Musik von den DJs: Special K & Msid Oh; Special: vegane Pfannkuchen in veschiedenen Variationen!

Mittwoch, 11. August 2010
21.00 18.00 Uhr // Workshop – Fotografieren und Entwickeln:
Der Workshop richtet sich an Einsteiger_innen und wird nach Bedarf sowohl ästhetische als auch technische Grundlagen des Fotografierens thematisieren. Neben der Entwicklung eigener Negative können im Fotolabor des »Klapperfelds auch Fotogramme hergestellt werden. Eigene (analoge) Kameras und Schwarzweißfilme können mitgebracht werden, müssen aber nicht.
Achtung der Workshop findet nicht wie im gedruckten Programm behauptet um um 21 Uhr statt, sondern schon um 18 Uhr!

Sonntag, 15. August 2010
15.00 Uhr // Die Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses »Klapperfeld« ist von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Mit Aktiven aus dem Arbeitskreis Geschichte.
15.00 Uhr // »Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag im Klapperfeld«
, Teil 5: Kaffee, Kuchen und Konzert im Klapperfeld. Der wahrscheinlich vorerst letzte auskater_innen Nachmittag steht an, deswegen extra dickes Programm: »karlsson« (unverblümter Pop. Mit einer kleinen aber feinen Portion Zynismus; myspace.com/karlssonaufdemdach), »le monopole« (electro_ chanson_ trash; myspace.com/polarmusique) und Auflegerei von »kontrolliertes kreiseln [mit musik]« (blues chanson country folklore electro experimental gypsy jazz klezmer­ psychedelic_beats; myspace.com/kontrollierteskreiseln) Bei gutem Wetter wieder im Hof!

Dienstag, 17. August 2010
20.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
, diesmal: »Brot und Spiele« (www.brotundspiele.org)

Dienstag, 24. August 2010
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
, diesmal: »Soli-Barabend der Antifa [ko]« Durch die Einnahmen werden antifaschistische Aktionen finanziert. Weitere Infos: antifako.blogsport.de

Sonntag, 29. August 2010
20.00 Uhr // Info-Veranstaltung zum No Border Camp in Brüssel (25.9.-3.10.2010) mit einem Aktivisten aus Brüssel. Weitere Infos: www.noborderbxl.eu.org

Dienstag, 31. August 2010
20.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend
, diesmal: »NEVERENDING SOMMERLOCH – wann gibt`s mal wieder richtig RIOTS ?«, Dub Step massacre by Dj Temper & Speaker

Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses »Klapperfeld«
Die Ausstellung kann während allen öffentlichen Veranstaltungen besucht werden. Außerdem könnt ihr gerne weitere Termine vereinbaren. Telefon: 0163 9401683 / E-Mail: info[ät]klapperfeld.de

Subbotnik! Bauwoche im Knast.

Dienstag, 3. bis Sonntag, 8. August, jeden Tag ab 12 Uhr: Liebe Heimwerker_innen, Besetzungstechniker_innen und alle anderen, die Spaß am Putzen, Malern und Renovieren haben, kommt vorbei und lasst uns gemeinsam die Räume im »Klapperfeld« gestalten und verschönern.

Weitere Infos zur Initiative »Faites votre jeu!« und unseren Terminen findet ihr auf unserer Website unter www.faitesvotrejeu.tk!

Liebe Besucher_innen

in den vergangenen Wochen haben uns aus der Nachbarschaft mehrere Beschwerden über die Lautstärke erreicht. Als ein an solidarischen Prinzipien orientierter Zusammenschluss streben wir ein gutes Nachbarschaftsverhältnis an. Selbstverständlich wissen wir um den Fluch der Arbeit, die zum frühen Aufstehen zwingt, und es tut uns leid, wenn wir dieses Problem für die Anwohner_innen schwerer erträglich gemacht haben, als es ohnehin ist.

Auf unserem Plenum haben wir das Problem diskutiert und zunächst beschlossen, dass in unseren Höfen, außer in Ausnahmefällen, keine Veranstaltungen nach 23 Uhr stattfinden sollen. Alle Menschen, die das »Klapperfeld« nutzen und besuchen, bitten wir darum, diese Entscheidung zu respektieren und auch sonst Rücksicht auf unsere Nachbarschaft zu nehmen.

Um die Grenze zu dem, was in der Nachbarschaft als störend empfunden wird, zukünftig besser bestimmen zu können, laden wir alle Anwohner_innen außerdem am Sonntag, den 8. August um 15 Uhr ins »Klapperfeld« ein. Es wird Kaffee und Tee geben und wir würden uns freuen, mit den Anwohner_innen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus wird ab sofort während jeder Veranstaltung im Hof ein Beschwerdetelefon zur Verfügung stehen, über das alle Anwohner_innen Kontakt aufnehmen können.

Banner – klapperfeld.de

Für ein Autonomes Zentrum in Köln-Kalk!

Wie bereits berichtet wird es, für den Fall einer Räumung des bald 100 Tage und Nächte besetzten Autonomen Zentrums in Köln-Kalk, am Samstag danach eine Demonstration in der Kölner Innenstadt geben. Unter dem Motto »Alles muss man selber machen – Demo für ein AZ« geht es an diesem Tag um 15 Uhr auf der Domplatte direkt am Kölner Hauptbahnhof los.

Um die Kölner Besetzer_innen zumindest an diesem Tag vor Ort unterstützen zu können, hatten wir bereits einen Zugtreffpunkt für den Tag der Demonstration veröffentlicht: Samstag nach der Räumung des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk | 12 Uhr (pünktlich!) | Frankfurter Hauptbahnhof vor dem Infopoint

Seit einigen Tagen gibt es jetzt auch Flyer für Frankfurt und Umgebung, die zu dieser Demonstration aufrufen. Diese gibt’s gedruckt unter anderem im »Klapperfeld«. Außerdem könnt ihr euch die Flyer hier digital herunter laden: Demo für ein AZ, A5 [pdf] | Demo für ein AZ, A4-Kopiervorlage [pdf]

Sollten die Kölner Stadtverwaltung, die Sparkasse und Co. doch noch einlenken und von einer Räumung des dringend benötigten und vielfältig genutzten Autonomen Zentrums in Köln-Kalk absehen, ist Köln trotzdem eine Reise wert. So zum Beispiel zur Party »100 Nächte besetztes Autonomes Zentrum« an diesem Samstag, den 31. Juli.

Weitere Infos zur Demo und zwei Aufrufe findet ihr auf selbermachen.blogsport.de

Weitere Informationen zum Autonomen Zentrum und der Auseinandersetzung mit Stadtverwaltung und Sparkasse findet ihr auf der Website des AZs: unsersquat.blogsport.eu

Keine Räumung des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk!

Das seit dem 16. April besetzte Autonome Zentrum (AZ) in Köln-Kalk soll bald geräumt werden. Trotz der Bemühungen der Besetzer_innen, die immer wieder das Gespräch mit den Verantwortlichen auf Seiten der Stadt und der Sparkasse (in deren Besitz sich das Gebäude befindet) suchten, um Wege zur Legalisierung des dringend benötigten und vielfältig genutzten selbstverwalteten Zentrums zu finden, scheinen der SPD-Oberbürgermeister Jürgen Roters, die Stadtverwaltung und die Sparkasse die Räumung des AZs vorzubereiten.

Obwohl Roters noch im Wahlkampf behauptet hatte, ein Autonomes Zentrum sei ihm eine »Herzensangelegenheit« und die Sparkasse für das seit Jahren leerstehende ehemaligen Kantinengebäude auch für die nächsten Jahre keine Nutzungspläne vorweisen kann, halten diese an den Räumungsplänen fest. Eine Räumung in den nächsten Wochen wird leider immer wahrscheinlicher.

Da eine solche Räumung nicht unbeantwortet bleiben darf und auch nicht unbeantwortet bleiben wird, sind schon am Tag der Räumung verschiedenen Aktionen in Köln geplant. Am Samstag nach der Räumung wird es zudem eine zentrale Demonstration in Köln unter dem Motto »Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!« geben. Die Demonstration wird am Samstag nach dem Tag X um 15 Uhr auf der Domplatte nähe Hauptbahnhof Köln starten und durch die Innenstadt ziehen. Im Anschluss an die Demonstration wird es mehrere »Reclaim the Streets« Aktionen in der City geben.

Wir als Initiative »Faites votre jeu!« haben uns entschlossen den Aufruf zur Demonstration am Samstag nach dem Tag X zu unterstützen. Außerdem rufen wir dazu auf, an diesem Tag nach Köln zu fahren und sich an der Demonstration zu beteiligen. Deshalb gibt es jetzt auch einen gemeinsamen Treffpunkt für alle aus Frankfurt und Umgebung, die an diesem Tag gemeinsam mit dem Zug nach Köln fahren wollen.

»Die Häu­ser kön­nen ge­räumt wer­den, das Ge­bäu­de einem Park­platz wei­chen, die Idee eines selbst­be­stim­me­ten Leben und einer selbst­or­ga­ni­sier­ten Kul­tur kann je­doch nicht ab­ge­ris­sen wer­den.«
Aus dem Aufruf zur Demonstration

Treffpunkt in Frankfurt für die Demo »Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!« in Köln:

Samstag nach der Räumung
des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk
12 Uhr (pünktlich!)
Frankfurter Hauptbahnhof vor dem Infopoint

Weitere Infos zur Demo und den Aufruf findet ihr auf selbermachen.blogsport.de

Genaueres zu den »Reclaim the Streets«-Aktionen gibt es auf reclaim.blogsport.eu

Weitere Informationen zu den Vorgängen in der kölner Stadtpolitik findet ihr im Kommunique #3 der Besetzer_innen oder im stets aktualisierten Pressespiegel auf der Website des AZs: unsersquat.blogsport.eu

Mittwoch, 21. Juli 2010, 20.00 Uhr // »Down by Law: Das Verwahren ›Überflüssiger‹ – Bevölkerungsgruppen im US-amerikanischen Gefängnissystem«

Vortrag und Diskussion mit Jenny Weyel

Die USA weisen mit 2,3 Millionen Gefangenen sowohl nominell wie auch prozentual die mit Abstand höhste Inhaftierungsrate weltweit auf. Während der Anteil der Gefängnisinsass_innen an der Gesamtbevölkerung über das 20. Jahrhundert hinweg weitgehend konstant geblieben war, hat er sich in den USA seit Mitte der 1970er Jahre verfünffacht. Dies ging auf eine massive Verschärfung der Strafen vor allem im Kontext des so genannten War on Drugs zurück. Zeitgleich zu dem enormen Anwachsen der Zahl der Häftlinge fand ein »blackening« der amerikanischen Gefangenenbevölkerung statt, das heißt, der Anteil der people of color nahm verglichen mit dem der Weißen weitaus schneller zu. Eine bedeutende Veränderung in den vergangenen Jahrzehnten ist außerdem die steigende Privatisierung des amerikanischen Gefängnissystems, die unter anderem in Folge der Überbelegung zahlreicher Gefängnisse ab Mitte der 1980er Jahre vorangetrieben wurde. Ein weiteres Spezifikum des Gefängnissystems der USA ist, dass den Gefangenen in fast allen Bundesstaaten während ihrer Inhaftierung und zumeist auch während der Bewährungsphase ihr Wahlrecht entzogen wird.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die Transformation des amerikanischen Gefängnissystems während der vergangenen Jahrzehnte, sowie die aktuellen Veränderungen im Zuge der Wirtschaftskrise und der Präsidentschaft Barack Obamas diskutiert werden.

Jenny Weyel lebt in Denver, Colorado. Sie arbeitet politisch und wissenschaftlich zum amerikanischen Strafvollzug und der Kriminalisierung von people of color.

Veranstaltende: diskus – Frankfurter Student_innen Zeitschrift

Sonntag, 11.Juli ab 15h: Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag

Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag, Teil 4
Kaffee, Kuchen und Konzert im Klapperfeld

Zei für den nächsten auskater_innen Nachmittag: Gemeinsam abhängen, Mucke hören, Kuchen futtern… kommt vorbei!
Diesmal mit

Auflegerei von ptrck
(kaffe und kuchen musik zum kaffe und kuchen: von der xiu xiu’schen donauwelle, über den russischen zupfkuchen von polite sleeper bis zum new yorker cheesecake von woods, gibt es dazu süßen caramel macchiato a la why?, ’nen eiskalten patterns frappucino und einen casiotone for the painfully alone cupcake fürs wohlbefinden)

und Konzi von HAGFEDC
(mit Kinderkeyboards und anderem Allerlei wird bei HAGFEDC eine Couch zur Bühne)

im Anschluss Kino im Hof (siehe Programm)!