Archiv für Juli 2010

Subbotnik! Bauwoche im Knast.

Dienstag, 3. bis Sonntag, 8. August
jeden Tag ab 12 Uhr

Liebe Heimwerker_innen, Besetzungstechniker_innen und alle anderen, die Spaß am Putzen, Malern und Renovieren haben, kommt vorbei und lasst uns gemeinsam die Räume im »Klapperfeld« gestalten und verschönern.

Für ein Autonomes Zentrum in Köln-Kalk!

Wie bereits berichtet wird es, für den Fall einer Räumung des bald 100 Tage und Nächte besetzten Autonomen Zentrums in Köln-Kalk, am Samstag danach eine Demonstration in der Kölner Innenstadt geben. Unter dem Motto »Alles muss man selber machen – Demo für ein AZ« geht es an diesem Tag um 15 Uhr auf der Domplatte direkt am Kölner Hauptbahnhof los.

Um die Kölner Besetzer_innen zumindest an diesem Tag vor Ort unterstützen zu können, hatten wir bereits einen Zugtreffpunkt für den Tag der Demonstration veröffentlicht: Samstag nach der Räumung des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk | 12 Uhr (pünktlich!) | Frankfurter Hauptbahnhof vor dem Infopoint

Seit einigen Tagen gibt es jetzt auch Flyer für Frankfurt und Umgebung, die zu dieser Demonstration aufrufen. Diese gibt’s gedruckt unter anderem im »Klapperfeld«. Außerdem könnt ihr euch die Flyer hier digital herunter laden: Demo für ein AZ, A5 [pdf] | Demo für ein AZ, A4-Kopiervorlage [pdf]

Sollten die Kölner Stadtverwaltung, die Sparkasse und Co. doch noch einlenken und von einer Räumung des dringend benötigten und vielfältig genutzten Autonomen Zentrums in Köln-Kalk absehen, ist Köln trotzdem eine Reise wert. So zum Beispiel zur Party »100 Nächte besetztes Autonomes Zentrum« an diesem Samstag, den 31. Juli.

Weitere Infos zur Demo und zwei Aufrufe findet ihr auf selbermachen.blogsport.de

Weitere Informationen zum Autonomen Zentrum und der Auseinandersetzung mit Stadtverwaltung und Sparkasse findet ihr auf der Website des AZs: unsersquat.blogsport.eu

Keine Räumung des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk!

Das seit dem 16. April besetzte Autonome Zentrum (AZ) in Köln-Kalk soll bald geräumt werden. Trotz der Bemühungen der Besetzer_innen, die immer wieder das Gespräch mit den Verantwortlichen auf Seiten der Stadt und der Sparkasse (in deren Besitz sich das Gebäude befindet) suchten, um Wege zur Legalisierung des dringend benötigten und vielfältig genutzten selbstverwalteten Zentrums zu finden, scheinen der SPD-Oberbürgermeister Jürgen Roters, die Stadtverwaltung und die Sparkasse die Räumung des AZs vorzubereiten.

Obwohl Roters noch im Wahlkampf behauptet hatte, ein Autonomes Zentrum sei ihm eine »Herzensangelegenheit« und die Sparkasse für das seit Jahren leerstehende ehemaligen Kantinengebäude auch für die nächsten Jahre keine Nutzungspläne vorweisen kann, halten diese an den Räumungsplänen fest. Eine Räumung in den nächsten Wochen wird leider immer wahrscheinlicher.

Da eine solche Räumung nicht unbeantwortet bleiben darf und auch nicht unbeantwortet bleiben wird, sind schon am Tag der Räumung verschiedenen Aktionen in Köln geplant. Am Samstag nach der Räumung wird es zudem eine zentrale Demonstration in Köln unter dem Motto »Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!« geben. Die Demonstration wird am Samstag nach dem Tag X um 15 Uhr auf der Domplatte nähe Hauptbahnhof Köln starten und durch die Innenstadt ziehen. Im Anschluss an die Demonstration wird es mehrere »Reclaim the Streets« Aktionen in der City geben.

Wir als Initiative »Faites votre jeu!« haben uns entschlossen den Aufruf zur Demonstration am Samstag nach dem Tag X zu unterstützen. Außerdem rufen wir dazu auf, an diesem Tag nach Köln zu fahren und sich an der Demonstration zu beteiligen. Deshalb gibt es jetzt auch einen gemeinsamen Treffpunkt für alle aus Frankfurt und Umgebung, die an diesem Tag gemeinsam mit dem Zug nach Köln fahren wollen.

»Die Häu­ser kön­nen ge­räumt wer­den, das Ge­bäu­de einem Park­platz wei­chen, die Idee eines selbst­be­stim­me­ten Leben und einer selbst­or­ga­ni­sier­ten Kul­tur kann je­doch nicht ab­ge­ris­sen wer­den.«
Aus dem Aufruf zur Demonstration

Treffpunkt in Frankfurt für die Demo »Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!« in Köln:

Samstag nach der Räumung
des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk
12 Uhr (pünktlich!)
Frankfurter Hauptbahnhof vor dem Infopoint

Weitere Infos zur Demo und den Aufruf findet ihr auf selbermachen.blogsport.de

Genaueres zu den »Reclaim the Streets«-Aktionen gibt es auf reclaim.blogsport.eu

Weitere Informationen zu den Vorgängen in der kölner Stadtpolitik findet ihr im Kommunique #3 der Besetzer_innen oder im stets aktualisierten Pressespiegel auf der Website des AZs: unsersquat.blogsport.eu

Mittwoch, 21. Juli 2010, 20.00 Uhr // »Down by Law: Das Verwahren ›Überflüssiger‹ – Bevölkerungsgruppen im US-amerikanischen Gefängnissystem«

Vortrag und Diskussion mit Jenny Weyel

Die USA weisen mit 2,3 Millionen Gefangenen sowohl nominell wie auch prozentual die mit Abstand höhste Inhaftierungsrate weltweit auf. Während der Anteil der Gefängnisinsass_innen an der Gesamtbevölkerung über das 20. Jahrhundert hinweg weitgehend konstant geblieben war, hat er sich in den USA seit Mitte der 1970er Jahre verfünffacht. Dies ging auf eine massive Verschärfung der Strafen vor allem im Kontext des so genannten War on Drugs zurück. Zeitgleich zu dem enormen Anwachsen der Zahl der Häftlinge fand ein »blackening« der amerikanischen Gefangenenbevölkerung statt, das heißt, der Anteil der people of color nahm verglichen mit dem der Weißen weitaus schneller zu. Eine bedeutende Veränderung in den vergangenen Jahrzehnten ist außerdem die steigende Privatisierung des amerikanischen Gefängnissystems, die unter anderem in Folge der Überbelegung zahlreicher Gefängnisse ab Mitte der 1980er Jahre vorangetrieben wurde. Ein weiteres Spezifikum des Gefängnissystems der USA ist, dass den Gefangenen in fast allen Bundesstaaten während ihrer Inhaftierung und zumeist auch während der Bewährungsphase ihr Wahlrecht entzogen wird.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die Transformation des amerikanischen Gefängnissystems während der vergangenen Jahrzehnte, sowie die aktuellen Veränderungen im Zuge der Wirtschaftskrise und der Präsidentschaft Barack Obamas diskutiert werden.

Jenny Weyel lebt in Denver, Colorado. Sie arbeitet politisch und wissenschaftlich zum amerikanischen Strafvollzug und der Kriminalisierung von people of color.

Veranstaltende: diskus – Frankfurter Student_innen Zeitschrift

Sonntag, 11.Juli ab 15h: Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag

Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag, Teil 4
Kaffee, Kuchen und Konzert im Klapperfeld

Zei für den nächsten auskater_innen Nachmittag: Gemeinsam abhängen, Mucke hören, Kuchen futtern… kommt vorbei!
Diesmal mit

Auflegerei von ptrck
(kaffe und kuchen musik zum kaffe und kuchen: von der xiu xiu’schen donauwelle, über den russischen zupfkuchen von polite sleeper bis zum new yorker cheesecake von woods, gibt es dazu süßen caramel macchiato a la why?, ’nen eiskalten patterns frappucino und einen casiotone for the painfully alone cupcake fürs wohlbefinden)

und Konzi von HAGFEDC
(mit Kinderkeyboards und anderem Allerlei wird bei HAGFEDC eine Couch zur Bühne)

im Anschluss Kino im Hof (siehe Programm)!