Archiv für Juli 2009

Samstag, 18. Juli // 15.30 Uhr // Queerer Kneipenabend Nr. 1

Anlässlich des Christopher-Street-Days in Frankfurt veranstaltet das Ladyfest FFM der ersten queeren Kneipenabend im roten »Salon« Klapperfeld.

ab 18.00 Uhr
»Travel Queeries« (2009) – diverse Sprachen (deutsche Untertitel)

Eine Dokumentation über die radikale queer Szene in Europa

Der Film Travel Queeries dokumentiert Künstler_innen, Festivals und das Engagement verschiedener Akteur_innen in Spanien, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Serbien, Polen und Italien.

Mehr zum Film unter: www.travelqueeries.com

Ladyfest-Flyer zum CSD 2009: download pdf

Samstag, 25. Juli 2009 // 11.00 Uhr // Film Screening – Rebond pour la Commune

Als Teil Free Class FFM Realismus Seminars »Taking Measures« wird die Gruppe Rebond den Film »La Commune« (2002) präsentieren. Der Film rekonstruiert die Vorgänge des Aufstands der Kommune in Paris im Jahr 1871. (Spielzeit ca. 6 Stunden)

Infos auf:
www.rebond.org
takingmeasures.blogspot.com
freeclassfrankfurt.wordpress.com

Donnerstag, 23. Juli 2009 // 19.00 Uhr // Wozu zum Henker?

Eine Veranstaltung zur Kritik am Strafrecht

»Die Gesellschaft, die den Straftäter auf das Rad spannt, verfällt in den Fehler des Kindes, das den Stuhl schlägt, an dem es sich gestoßen hat.«
(G.C. Lichtenberg (1742-1799)

Wenn in den Medien oder von vielen PolitikerInnen über Strafrecht geredet wird, dann vor allem in Zusammenhang mit spektakulären Fällen von Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Missbrauch. Schnell wird dann nach härteren und längeren Strafen gerufen. Wenn ein Problem auf der gesellschaftlichen Bildfläche auftaucht, bringen wirkmächtige Diskurse in Anschlag, mit neuen Paragraphen und ein paar neuen Gefängnisbauten könnte man das schon in den Griff bekommen. Keine gute Zeit, um Kritik am Instrument des Strafrechts zu üben. Oder vielleicht gerade doch?

Warum gibt es überhaupt ein Strafrecht? Warum wird gestraft? Welchem Sinn und Zweck soll die Strafe derzeit dienen und wird sie diesem Anspruch auch gerecht? Wer definiert „Strafe“ und wer ist vom „Strafen“ betroffen? Einzig allein die Gängster, Halunken und Tagediebe – oder hat es nicht doch auch verdammt viel mit gesellschaftlichen Faktoren zu tun, wer „straffällig“ wird und wer nicht, wer bestraft wird und wer nicht? Wie legitimiert sich der staatliche Freiheitsentzug und warum fällt so vielen angesichts gesellschaftlicher Probleme immer wieder als erstes Abstrafen und Wegsperren ein? Und nicht zuletzt die zentrale Frage: Was spricht eigentlich dafür und dagegen, Strafrecht, durch das Menschen kontrolliert, überwacht, verhört, genötigt, erpresst und weggeschlossen werden, einfach abzuschaffen?

Diese erste Abendveranstaltung einer strafrechtskritischen Reihe, bietet die Gelegenheit, sich dem „Strafen“ in der derzeitigen Gesellschaft aus kritischer Perspektive zu nähern. Gemeinsames Diskutieren, Herausarbeiten weiterer Fragestellungen und Ansatzpunkte stehen weit mehr im Mittelpunkt als ein ExpertInnen-besetztes Podium oder einfache Antworten.

Auftakt zu einer strafrechtskritischen Reihe der aktion kritischer juristInnen (akj) an der Uni Frankfurt und »Faites votre jeu!«

Dienstag, 14.Juli ’09 ab 20h:

…mit livemukke, visuals und milchshakes

ACHTUNG: Vortrag von Bernd Belina fällt aus!

Der für heute (6. Juli) angesetzte Vortrag von Bernd Belina zum Thema »Räume des strafenden Staates« fällt leider krankheitsbedingt aus!!!
Es soll jedoch einen Ersatztermin geben, den ihr sobald er steht an dieser Stelle finden werdet! Den Grill werden wir für alle die dennoch vorbei kommen wie geplant anschmeißen.

Gelungener Auftakt im »Klapperfeld«

An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal bei allen Besucher_innen bedanken, die zu unserer ersten öffentlichen Veranstaltung seit unserem Umzug in die Klapperfeldstraße 5 gekommen sind. Dass sich so viele Menschen – auch weit über unsere Initiative hinaus – für unser Projekt und insbesondere für die ersten Ergebnisse unserer geschichtspolitischen Auseinandersetzung interessieren, hat uns positiv überrascht, aber auch gezeigt, wie wichtig die kontinuierliche Arbeit unseres Arbeitskreises zur Geschichte des ehemaligen Gefängnisses »Klapperfeld« ist.

Der Veranstaltungsraum war mit etwa 70 Leuten so voll, dass zahlreiche weitere Interessierte der insgesamt an die 250-300 Besucher_innen dieses Abends leider keinen Platz mehr hatten. Bei denjenigen, die leider keinen Platz mehr gefunden haben und nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, möchten wir uns noch einmal entschuldigen und zumindest auf das erste Informationsblatt unseres Geschichts-AK verweisen. Darüber hinaus wird es im Rahmen der geplanten Ausstellung, deren erster Teil Anfang August eröffnet werden soll, die Möglichkeit geben, die bei der Veranstaltung gezeigten Auszüge aus den Zeitzeugengesprächen zu sehen. Außerdem richten wir zur Zeit ein Archiv ein, in dem alle von uns gesammelten Informationen zur Verfügung stehen werden – unter anderem auch die ungeschnittenen Versionen der Zeitzeugengespräche.

Wir möchten noch einmal darum bitten, dass alle, die uns Informationen zur Geschichte des Klapperfelds liefern können oder uns auf andere Weise bei unserer geschichtspolitischen Auseinandersetzung unterstützen wollen, Kontakt zu uns aufzunehmen.

Zuletzt verweisen wir noch mal auf unsere Veranstaltungsreihe die am Montag, den 6. Juli startet: An diesem ersten Termin wird Jun. Prof. Dr. Bernd Belina vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität unter dem Titel »Räume des strafenden Staates – Gefängnis, Grenze, Stadt« einen Vortrag zu verschiedenen staatlichen Raumproduktionen im Feld »Sicherheit & Ordnung« zum Zweck der Regierung von Bevölkerung halten.

Am Mittwoch, den 15. Juli wird Prof. Dr. Micha Brumlik vom Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität zur »Bedeutung der Biographieforschung für die Gedenkstättenpädagogik« referieren. In der Veranstaltung wird es um Fragen des Umgangs mit biografischen Interviews und deren Verwendung in der pädagogischen Vermittlung von Geschichte gehen.

Am 20. Juli soll beispielhaft das Interview mit dem KZ Buna/Monowitz-Überlebenden David Salz gezeigt und besprochen werden, das im Rahmen der Erstellung des Wollheim-Memorials entstanden ist. Das Wollheim-Memorial selbst befindet sich auf dem IG-Farben Campus der Frankfurter Universität und verbindet das Gedenken an die Opfer von Buna/Monowitz mit der Geschichte ihrer Verfolgung und Entschädigung.

Was ist das hier?
Erste Informationen des Arbeitskreis Geschichte zum ehemaligen Gefängnis »Klapperfeld«: download pdf