Pressemitteilung, 20.10.2017: Hessischer CDU-Wissenschaftsminister Boris Rhein bedrängt und nötigt mit Saufkumpanen Nutzer*innen des Klapperfelds

Wie verschiedene, zu diesem Zeitpunkt noch anwesende Nutzer*innen des Klapperfelds übereinstimmend berichteten, kam es am Montagabend, den 16. Oktober 2017 zu einem Vorfall, an dem auch der hessische CDU-Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein beteiligt war.

Einer der Anwesenden beschrieb den Vorfall wie folgt: »Gegen 22:40 Uhr klopfte und klingelte es an der Tür. Wir hatten das massive Auftreten von Neurechten und Neonazis auf der Buchmesse und ihre teils gewalttätigen Angriffe noch sehr präsent. Deshalb schauten wir zunächst durch ein Fenster und sahen eine Gruppe von etwa 10 Männern im Alter zwischen Ende 20 und etwa 70 Jahren. Ihrem Kleidungsstil nach zu urteilen, schienen sie einem eher konservativen Milieu zu entstammen. Da die Männer bemerkt hatten, dass wir uns im Gebäude aufhielten, forderten sie lautstark Einlass, hämmerten gegen die Tür und klingelten Sturm. Dies hielt etwa 20 Minuten an. Als einer der Männer durch die Scheibe schaute, war ich mir sicher, dass es sich um den ehemaligen Innenminister Boris Rhein handelte.«

Eine weitere Anwesende ergänzte: »Da wir zunächst annehmen konnten, dass es sich nicht um gewalttätige Neonazis handelte, sondern ›nur‹ um eine Gruppe betrunkener CDUler, beschlossen wir, die Tür zu öffnen und mit der Gruppe zu reden. Sofort schrien mehrere der offensichtlich teils stark alkoholisierten Männer gleichzeitig auf uns ein: Was wir hier machen würden? Wieso sie nicht rein dürften? Dass dies ein öffentlicher Ort sei und sie das Recht hätten, sich umzuschauen und die Ausstellung zu sehen. Da nur Boris Rhein uns namentlich bekannt war, sprachen wir hauptsächlich ihn an. Der uns bedrängenden und pöbelnden Gruppe erklärten wir, wir könnten nur dann auf Fragen antworten, wenn nur eine Person redet. Die Situation beruhigte sich etwas aber Boris Rhein forderte weiterhin vehement Einlass. Immer wieder riefen seine Begleiter lautstark dazwischen. Wir verwiesen auf die Öffnungszeiten und machten auf unser Hausrecht aufmerksam. Als Law-and-Order-Politiker müsste er doch verstehen, dass es auch hier gewisse Regeln gebe und er um diese Uhrzeit und in diesem Zustand auch im MMK oder an anderen Ausstellungsorten in Frankfurt keinen Einlass erhalte. Da die Diskussion sich im Kreis zu drehen schien, boten wir der Gruppe Flyer mit Informationen zum Projekt, den Ausstellungen und den Öffnungszeiten an und schlossen die Tür, um diese zu holen. Offensichtlich bestand daran kein ernsthaftes Interesse, denn als wir nach wenigen Minuten zurückkamen, hatte sich die Gruppe – abgesehen von zwei älteren Männern – aufgelöst. Diese verlangten jetzt Zugang zur Toilette. Wir verwiesen sie an die Restaurants in der Umgebung, die zu dieser Zeit noch geöffnet haben, drückten ihnen die Flyer in die Hand und schlossen die Tür. Erst dann hatte der Spuk ein Ende.«

Maja Koster, eine Vertreterin der Initiative »Faites votre jeu!«, die im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld seit 2009 ein selbstverwaltetes Zentrum betreibt, ordnete diesen Vorfall im Sinne einer nach rechts rückenden Gesellschaft ein, in der Orte alternativer und linker Politik und Kultur zunehmend bedrängt und angegriffen werden: »Nicht erst seit den Ergebnissen der Bundestagswahl und den Vorfällen auf der Buchmesse ist ein deutlicher Rechtsruck zu spüren. Zuletzt wurden während der Proteste gegen den G20 Gipfel in Hamburg die Pressefreiheit eingeschränkt, das Demonstrationsrecht teilweise außer Kraft gesetzt und die legitimen Proteste gegen den Gipfel kriminalisiert und im Nachgang genutzt, um eine bundesweite Angriffswelle auf linke Strukturen starten, die sich auch in Frankfurt in der Bedrohung linker Zentren wie dem Klapperfeld äußerte. Während CDU-Innenminister De Maiziere die linke Medienplattform linksunten.indymedia.org verbieten ließ, äußert sich diese gesellschaftliche Stimmung auf der Straße in der Zunahme von Angriffen auf alles, was nicht ins rechte Weltbild passt. In diesem Kontext sehen wir auch, dass der hessische CDU-Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein mit seinen Saufkumpanen im Klapperfeld Anwesende Nutzer*innen bedrängt und nötigt.«

Christopher Schneider, ebenfalls im Klapperfeld aktiv, ging auf einen anderen Aspekt des ungebetenen Besuches ein: »Innenminister Peter Beuth und sein Verfassungsschutz werden ja nicht müde gegen linke Zentren zu hetzen und zu behaupten, das Klapperfeld sei ein ›Rückzugsraum für politisch motivierte Gewalttäter‹. Mit seinem nächtlichen Besuch hat Beuths Parteifreund und Vorgänger Rhein offengelegt, dass diese öffentlich gebetsmühlenartig wiederholte ›Gefahrenprognose‹ nicht mal von der hessischen CDU-Spitze ernst genommen wird. Es entlarvt das Geschwätz von VS, Beuth und Co. als das, was es ist: Rechte Hetze und Diffamierung von linken und emanzipatorischen Strukturen.«

Abschließend erklärte Maja Koster: »Dieser zunächst humoristisch erscheinende Vorfall offenbart, wie fließend die Grenzen zwischen den vermeintlichen Biedermännern wie Rhein und Co. und dem rechten Mob auf der Straße sind. Einmal mehr wird deutlich, dass linke Zentren in Zeiten einer neurechten reaktionären Formierung und der deutlich spürbaren Zunahme von Menschenfeindlichkeit und rechter Gewalt als Gegenpol und Orte der Organisierung gebraucht und verteidigt werden müssen.«

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Regelmäßige öffentliche Führungen durchs Klapperfeld

Ab Oktober 2017 bietet die Initiative »Faites votre jeu!« jeden ersten Samstag im Monat von 17 bis ca. 18 Uhr eine öffentliche Führung zum Klapperfeld und seiner Geschichte als Polizei- und Abschiebegefängnis an, jeweils mit unterschiedlichem Themenschwerpunkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Termine & Schwerpunkte von Oktober bis Dezember 2017:

Samstag, 7. Oktober, 17 Uhr:
Das Klapperfeld während der Zeit des Nationalsozialismus

Samstag, 4. November, 17 Uhr:
Das Klapperfeld während der Zeit des Nationalsozialismus

Samstag, 2. Dezember, 17 Uhr:
Das Klapperfeld als Abschiebegefängnis

Wie jeden Samstag sind zudem ab 15 bis 18 Uhr die Dauerausstellung im Keller mit Fokus auf der Zeit des Nationalsozialismus sowie die Dauerausstellung »RAUS VON HIER. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« geöffnet.

Pressemitteilung, 08.09.2017 – Jugendorganisation der Frankfurter FDP will Erstwählerparty im von »Faites votre jeu!« ­betriebenen, autonomen Zentrum ­Klapperfeld veranstalten

Am Sonntag, den 3. September hat die Initiative »Faites votre jeu!« eine Anfrage von Julia Aicher, der amtierenden ­Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen Frankfurts (JuLis Frankfurt), erhalten. In ihrer E-Mail heißt es, die JuLis ­Frankfurt seien eine »politische Jugendorganisation und würde sehr gerne eine Erstwählerparty veranstalten«. Als Veranstaltungsort wollen sie das ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld nutzen, in dem die Initiative »Faites votre jeu!« ein autonomes Zentrum betreibt. Maja Koster, eine Vertreterin der Initiative zeigte sich verwundert über die Anfrage: »Während die Frankfurter FDP um den Stadtverordneten Uwe Schulz seit Wochen gegen linke Zentren in Frankfurt hetzt, scheint die Jugendorganisation der Partei weniger Berührungsängste zu haben.«

Nach den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg hatte die FDP mit Anträgen in Ortsbeiräten und der Stadt­verordneten­versammlung versucht, Stimmung gegen die seit mehr als drei Jahrzehnten besetzte Au in Rödelheim, das Café ExZess in Bockenheim und das Klapperfeld in der Frankfurter Innenstadt zu machen. Unter anderem fordert die FDP die schnellstmögliche Räumung des Klapperfelds. »Offensichtlich versucht die Frankfurter FDP am rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen, macht sich mit ihrem Pauschalangriff auf Linke die Argumentation von Rechtspopulist*innen und Nazis zu eigen und spielt damit genau diesen in die Hände.«, konterte Maja Koster.

»Schön, dass Julia Aicher und die JuLis den Angriff ihrer Partei auf linke Strukturen nicht mitmachen ­wollen. Sonst würden sie wohl kaum auf die Idee kommen, die Räume ­unseres ­Zentrums für eine ihrer Veranstaltungen nutzen zu wollen.«, ergänzte Jens Radenbach, der sich wie Koster schon lange im ­Klapperfeld engagiert. »Allerdings würden wir erwarten, die ­JuLis nicht nur bei uns feiern wollen, sondern ihren Genoss*innen in der FDP eine klare Absage erteilen und sich auch öffentlich von deren rechter Stimmungsmache distanzieren.«

Maja Koster ging noch auf einen anderen Aspekt ein der JuLis-Anfrage ein: »Wie absurd der Räumungsforderungen der ­Frankfurter FDP sind, wird durch die Anfrage ihrer Jugendorganisation einmal mehr deutlich: Ganz offensichtlich gibt es in Frankfurt einen ­eklatanten Mangel am Räumen, die von Gruppen oder Einzelpersonen ohne bürokratischen und/oder finanziellen Aufwand genutzt werden können. Seit unserem Einzug vor acht Jahren ist das Klapperfeld zu einem der wenigen Orte in Frankfurt geworden, in denen genau das möglich ist: Unsere Räume werden für kritische, politische, künstlerische und kulturelle Arbeit genutzt. Selbstverwaltet und unkommerziell organisiert wurden mittlerweile zwei Dauer­ausstellungen zur Geschichte des Ortes eingerichtet – eine mit dem ­Schwerpunkt auf die NS-Vergangenheit und eine weitere zur Abschiebehaft. Außerdem finden hier verschiedenste Veranstaltungen statt: von Zeitzeug*innengesprächen, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen über Ausstellungen, Lesungen und Theater­aufführungen bis hin zu Bar­abenden und Konzerten. Augenscheinlich braucht es nicht weniger, sondern mehr autonome Zentren.«

Abschließend stellte Jens Radenbach klar: »Die plumpe Stimmungsmache gegen linke Zentren werden wir nicht weiter ­hinnehmen und die Anträge der FDP gehören endlich auf den Müllhaufen. Rechte Populist*innen wie Uwe Schulz ­treiben die gesellschaftliche ­Spaltung weiter voran und lenken von wirklich wichtigen Themen ab: Hetze und Gewalt gegen Geflüchtete, rasant voranschreitende ­Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, Armut, Verdrängung und Gentrifizierung… Um nur einige zu nennen die für die FDP kein ­Thema zu sein scheinen aber an Orten wie dem Klapperfeld, der Au und dem ExZess diskutiert werden können.«

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2. August bis 9. September 2017 // Ausstellungen und Veranstaltungen

»Zur Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten« & »Inside Abschiebelager«

Eröffnungsveranstaltung:
Mi., 2. August 2017, 19:00 Uhr

Filmvorführung »Trapped by Law«:
Sa., 5. August, 16:30 Uhr (beim Klapperfeld-Sommerfest)

Mobilization Event & Bar Night »Welcome United« (in English):
Wednesday, September 6th, 7pm

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// DIE AUSSTELLUNGEN //

Im Zuge diverser Asylrechtsverschärfungen in Deutschland in den letzten Jahren wurden die Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien zu »sicheren Herkunftsländern« erklärt. Damit werden die Diskriminierung und Ausgrenzung, die für Rom*nja in Südosteuropa immer noch alltäglich sind, ausgeblendet – Asylgesuche werden in der Regel in Schnellverfahren als »offensichtlich unbegründet« abgelehnt. Was eine Abschiebung für die Betroffenen bedeutet, bleibt für die hiesige Öffentlichkeit in der Regel unsichtbar. Die Initiative »alle bleiben!« und das Roma Antidiscrimination Network haben eine Ausstellung zusammengestellt, die anhand von Fotos, Interviewpassagen und Filmmaterial die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Rom*nja in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten dokumentiert.
Parallel dazu vermittelt die Ausstellung »Inside Abschiebelager« des Bayerischen Flüchtlingsrats einen Eindruck von der Situation in den »Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen«, die im Jahr 2015 in Bayern in Betrieb genommen wurden. In diesen de-facto-Abschiebelagern müssen vor allem Asylsuchende mit »schlechter Bleibeperspektive« (darunter viele Menschen aus den Westbalkanstaaten) bis zu ihrer Abschiebung oder »freiwilligen« Ausreise leben. Neben Fotos und Filmaufnahmen, die Geflüchtete innerhalb der Lager gemacht haben, dokumentieren Statements und Infotafeln die dortigen Zustände.
Die Ausstellungen werden von der Initiative »Faites votre Jeu!« in Kooperation mit dem Förderverein Roma e.V. im Rahmen der dezentralen Aktionstage für die antirassistische Demo »We‘ll Come United« gezeigt, die am 16.9. in Berlin stattfindet.

Während der Öffnungszeiten können auch die Dauer­ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »RAUS VON HIER. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« besucht werden. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren. Ruft einfach an (0177 3982718) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld[dot]de).

Öffnungszeiten der Ausstellungen

Samstag, 5. August 2017 (im Rahmen des Klapperfeld-Sommerfestes): 15:00 – 21:00 Uhr
sowie an den Samstagen 12. August, 19. August, 26. August, 2. September und 9. September: jeweils 15:00 – 18:00 Uhr

// DIE VERANSTALTUNGEN //

Mittwoch, 2. August 2017, 19:00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung

Kenan Emini und NN (Roma Antidiscrimination Network, Initiative »alle bleiben!«) erläutern Entstehung und Hintergründe der Ausstellung zur
Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten. Katrin Rackerseder und Mia Pulkkinen vom Bayerischen Flüchtlingsrat geben einen Einblick in die Zustände in den »Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen« in Bayern. Joachim Brenner vom Förderverein Roma in Frankfurt berichtet über die lokale Situation von Rom*nja, die akut von Abschiebung bedroht sind. Im Anschluss können die Ausstellungen besucht werden.
HINWEIS: Am 2.8. (Roma Genocide Remembrance Day) erinnern international Roma-Organisationen an die Ermordung von Rom*nja während des Nationalsozialismus. Der Förderverein Roma lädt anlässlich des Gedenktages am 2.8. um 18 Uhr zu einer Kundgebung am ehemaligen Stadtgesundheitsamt in der Braubachstraße 18-22 ein. Von dort aus ist das Klapperfeld in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, wo ab 19 Uhr die Ausstellungen eröffnet werden.

Samstag, 5. August, 16:30 Uhr (im Rahmen des Klapperfeld-Sommerfestes): Filmvorführung »Trapped by Law«
Kefaet Prizreni und NN (Roma Art Action) stellen den Film »Trapped by Law« (Kosovo/Deutschland 2015, 90min, Regie: Sami Mustafa) vor, über den anschließend diskutiert werden kann. Der Film zeigt, in welcher Situation sich Kefaet und sein Bruder Selamet Prizreni befanden, nachdem die beiden in Essen aufgewachsenen Rap-Musiker 2010 im Alter von Anfang/Mitte 20 ins Kosovo abgeschoben wurden. Erst Jahre später konnten sie nach Deutschland zurückkehren. Im Mai 2017 wurde Selamet Prizreni nun erneut ins Kosovo abgeschoben – die Kampagne für seine Rückkehr wird ebenfalls vorgestellt.
Trailer zum Film »Trapped by Law« hier
Kampagne #selamikommtwieder für die Rückkehr von Selamet Prizreni hier

Wednesday, September 6th, 7pm: Mobilization Event & Bar Night »Welcome United – We‘ll Come United« (in English)
On September 16th, one week before the general election in Germany, the antiracist parade „We‘ll Come United“ will take place in Berlin. Networks from all over Germany are mobilizing for the parade. Speakers of the groups Refugees for Change Rhine-Main, Afghan Refugees Movement and Jugendliche ohne Grenzen (Youth without Borders) who are active in the regional preparation network for the parade, will present the call for the demonstration and inform about the option of going to Berlin together by bus from Frankfurt (tickets will be available) as well as other possibilities to support the parade. The event will be held in English, it will be tried to organize translations to other languages if needed.
Before the event (from 6 pm on) and afterwards, the two guest exhibitions on the situation of Roma who have been deported from Germany to Western Balkan states and on the situation in so-called „Transit Centers“ in Bavaria may be visited. After the event, there will also be a solidarity bar night until midnight.
More information on the parade: www.welcome-united.org
//
Mittwoch, 6. September, 19:00 Uhr: Mobilisierungsveranstaltung & Barabend »Welcome United« (in englischer Sprache)
Eine Woche vor der Bundestagswahl wird am 16.9. in Berlin unter dem Motto »We‘ll Come United!« eine antirassistische Parade in Berlin
stattfinden, für die bundesweit mobilisiert wird. Referent*innen von Refugees for Change Rhein-Main, Afghan Refugees Movement und Jugendliche ohne Grenzen, die im Vorbereitungskreis Rhein-Main aktiv sind, stellen den Demonstrationsaufruf vor und informieren darüber, wie die Parade unterstützt werden kann. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, bei Bedarf wird vor Ort versucht, Übersetzungen in andere Sprachen zu organisieren. Vorab ab 18 Uhr und im Anschluss können die Ausstellungen besucht werden. Nach der Veranstaltung wird es noch einen Soli-Barabend geben (bis Mitternacht).
Infos zur Demo »We‘ll Come United!« hier

Material

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Samstag, 5. August 2017, ab 15 Uhr // Sommerfest – 9 Jahre »Faites votre jeu!«

Anfang August jährt sich die Besetzung des ehemaligen JuZ Bockenheim und damit die Geburtsstunde der Initiative »Faites votre jeu!« zum neunten Mal. Um das gebührend zu feiern, laden wir alle Freund_innen, Unterstützer_innen und Interessierten am Samstag den 5. August ab 15 Uhr zu unserem Sommerfest ein.

Im Hof wird es Kinderprogramm und verschiedene Essensstände mit Gegrilltem, Snacks, Salat, Waffeln, Kuchen und Getränken geben. Im Hof wird es Kinderprogramm und verschiedene Essensstände mit Gegrilltem, Snacks, Salat, Waffeln, Kuchen und Getränken geben. Gegen Nachmittag werden die Grrrls* Dope Skyllz, Dope Date, Febi und Nicki on Fleek (FutureFem/FfM) und der Autonomen Beautyfarm (Berlin) Hip-Hop, Rap und Pop mit klarem female* Fokus im Hof auflegen. Gegen Abend wird der Chor des Roten Stern Frankfurt einige ihrer schönsten Stücke zum Besten geben.

Um 16, 17, 18, 19 und 20 Uhr können Interessierte an Führungen durch die Dauerausstellungen und das Gebäude teilnehmen und sich über die Geschichte des Klapperfelds und die Arbeit von »Faites votre jeu!« informieren.

Später am Abend, gegen 21 Uhr, beginnt das Konzert im Keller. Yacht Communism (yachtcommunism.bandcamp.com) aus Berlin mit Mitgliedern von Drop Out Patrol, Svffer und Henry Fonda werfen Anker im Knast und Psychedelic Post Punk und servieren euch hörbare Kaviar Smoothies. Hysterese (hysterese.bandcamp.com), die HC-Punks aus Tübingen werden den Keller zwischenzeitlich wohl in eine Sauna verwandeln. Keep hydrated! Zu guterletzt kommen Hildegard von Binge Drinking (hildegardvonbingedrinking.org), die beiden Nonnen aus Würzburg und predigen von Kraftwerk, John Carpenter, Liquid Liquid und bringen euch mit Synth-Kraut-Post-Punk zum nun-stop dancing. Es wird heiß…

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28. Mai bis 18. Juni 2017 // Ausstellung: Kunst und Widerstand

Schaustücke von
Matthias Schmeier und Peter Schmidt

Die beiden Künstler Matthias Schmeier aus Köln und Peter Schmidt aus Stuttgart stellen ab dem 28. Mai, in Frankfurt am Main ihre Schaustücke aus. Auf jeweils »halber Strecke« werden erstmals gemeinsam eigene Werke gezeigt. Im kleinen Maßstab präsentieren die beiden Künstler feinsinnig verarbeitet und eindrucksvoll die großen Konflikte der Weltgeschichte als auch die Widersprüche des Kapitalismus.

Gezeigt werden, im Maßstab 1:35, z.B. die Proteste nach dem Tod von Günther Sare, 1985. Nicht wenige der Demonstrant_innen fanden sich im Anschluss im damaligen Polizeigefängnis Klapperfeld wieder. Zu sehen sind auch Werke, die sich mit aktuellen Fragen von Geflüchteten auseinandersetzen.

Die Initiative »Faites votre jeu!« freut sich sehr nach fünf Jahren ­Pause über eine erneute Ausstellung von Arbeiten des Künstlers ­Matthias Schmeier. Dessen Werk »Startbahn West« kann inzwischen als Dauerleihgabe im Frankfurter Stadtmuseum bewundert werden. Zusätzlich konnte der Stuttgarter Künstler Peter Schmidt für diese Doppelausstellung gewonnen werden. Dessen Arbeiten drehen sich weniger um konkrete historische Ereignisse. Ihm geht es vielmehr darum die häufig unsichtbaren strukturellen Widersprüche in den Verhältnissen selbst sichtbar zu machen. Die »kritischen Modelle«, von denen Adorno gesprochen hat, gibt es im Klappfeld somit in direkter Anschauung.

Während der Öffnungszeiten können auch die Dauer­ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« besucht werden. Gruppen oder Schulklassen, die die Ausstellungen außerhalb der Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin vereinbaren. Ruft einfach an (0177 3982718) oder schreibt uns eine E-Mail (info[ät]klapperfeld[dot]de).

28. Mai – 18. Juni 2017

Vernissage: So., 28. Mai 2017, 15:00 – 20:00 Uhr
Finnisage: So., 18. Juni 2017, 17:00 Uhr

Öffnungszeiten

Dienstags von 17:00 – 19:30 Uhr
Samstags und Sonntags von 15:00 – 18:00 Uhr
Pfingstmontag, 5. Juni 2017, 15:00 – 18:00 Uhr

Material

Faltblatt (4-Seiter) als PDF

Plakat (Motiv 1) als PDF

Plakat (Motiv 2) als PDF

Samstag, 25. Februar 2017: Ausstellungen im Klapperfeld geschlossen // Kommt zur Antifa-Demo

Am kommenden Samstag, den 25. Februar 2017 bleiben die beiden Dauerausstellungen im Klapperfeld geschlossen.

Wer jetzt nicht weiß, was mit diesem Tag anzufangen ist, empfehlen wir die Demo »Make racists afraid again!«, die um 16 Uhr am Südbahnhof im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen beginnt.

Letzte Infos zur Demo und eine spannende Infoveranstaltung gibt es am Vorabend (Freitag, den 24. Februar) um 19 Uhr im Cafe KoZ (Campus Bockenheim). Eingeladen von turn*left berichten Genoss*innen der Antifa Klein-Paris und ihre Freund*innen bei der Veranstaltung »Wider dem rassistischen Normalzustand! Antifaschismus in Sachsen« über sächsischen Verhältnisse und ihre Strategien, nach über zwei Jahren mit (L)egida und Heidenau.

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von Antifa United Frankfurt (AUF) zur Demo am kommenden Samstag:

Make racists afraid again! Kampagne gegen Naziterror und Rassismus

Die letzten Jahre waren geprägt von einem Erstarken rassistischer, antisemitischer und sexistischer Bewegungen und Gewalt in Deutschland. Zu Beginn beinahe nur von PEGIDA und AfD propagierte Ressentiments finden immer mehr Anklang in der gesamten Gesellschaft und werden, aufgegriffen durch Politiker*innen, zunehmend Teil des politischen Diskurses. Das führt dazu, dass sich strukturierte (neu)rechte Gruppierungen immer mehr in Sicherheit wähnen und ihr Gedankengut durch Angriffe, Hetze, etc. ungehemmt ausleben. Als bisheriger negativer »Höhepunkt« dieser Entwicklung in Frankfurt ist der Angriff auf das selbstverwaltete Project Shelter, welches bis jetzt auch in der Zivilgesellschaft als antirassistische Initiative viel Zuspruch erhielt, zu sehen, . Bei dem Angriff auf das Café in der Bergerstrasse 307 wurde nicht »nur« eine Scheibe eingeschlagen und Teerfarbe versprüht. Vielmehr hinterließen die Nazis auch ein Bekenner- und Drohschreiben welches sich gegen Genoss*innen im Allgemeinen richtet. Der Vorfall steht am Ende einer Kette von Versäumnissen von linksradikalen Strukturen entsprechend auf Naziaktivitäten in und um Frankfurt in den letzten Jahren zu reagieren. So wurde auch das Denkmal für die in der Progromnacht 1938 niedergebrannte Synagoge in Rödelheim mit antisemitischen Inhalten besprüht und bekannte Nazis wie Marco Vogelsberger und Aktivisten des »Dritten Wegs« beteiligten sich an der antifeministischen, trans* und homofeindlichen »Demo für alle« in Wiesbaden. Auch zwei nicht aufgeklärte Anschläge auf Roma im letzten Jahr, denen eine sowieso schon antiziganistische Stimmung zugrunde liegt, lassen sich in diese Liste mit einreihen.
(mehr…)

Programm Februar 2017

Hier unser Februar-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Programm

Samstag, 4. Februar 2017
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im ­Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr ­besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den ­Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Dienstag, 7. Februar 2017
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. Diesmal veranstaltet von RoR. (bis 1.00 Uhr)

Dienstag, 14. Februar 2017
19.30 Uhr // Veranstaltungsreihe: Klasse – Macht – Kampf zu dem Thema »Von der Demokratischen Autonomie zum Aufbau von Gegenmacht in den Metropolen. Was wir von der kurdischen Befreiungsbewegung lernen können.«:
Spätestens seit der Verteidigung der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane hat sich auch in der deutschen Linken ein relativ breites Interesse an den gesellschaftspolitischen Konzepten Abdullah Öcalans und der PKK durchgesetzt. Dieses Interesse ist durchaus begründet: die Vorschläge eines rätedemokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Aufbaus »von unten« sind auch für eine sich verstärkt auf soziale Fragen orientierende radikale Linke durchaus von Interesse. Gleichwohl sind die Ausgangsbedingungen hierzulande grundverschieden von denen in Kurdistan und auch in der Theorie – etwa, wenn es um die Frage des Privateigentums an Produktionsmitteln geht – wird eine kommunistische Linke die Grenzen der Konzeption Öcalans erkennen und überschreiten müssen. Mit Peter Schaber (lower class magazine) wollen wir diskutieren, was Demokratische Autonomie und Demokratischer Konföderalismus eigentlich sind, was wir von ihnen lernen können – und was eben nicht. Veranstaltende: Antifa Kritik & Klassenkampf (akkffm.blogsport.de)

Donnerstag, 23. Februar 2017
21.00 Uhr // »Durstig am Donnerstag«-Barabend

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).
ACHTUNG: Die Ausstellungen bleiben am 24. und am 31. Dezember geschlossen!

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

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