Samstag, 25. Februar 2017: Ausstellungen im Klapperfeld geschlossen // Kommt zur Antifa-Demo

Am kommenden Samstag, den 25. Februar 2017 bleiben die beiden Dauerausstellungen im Klapperfeld geschlossen.

Wer jetzt nicht weiß, was mit diesem Tag anzufangen ist, empfehlen wir die Demo »Make racists afraid again!«, die um 16 Uhr am Südbahnhof im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen beginnt.

Letzte Infos zur Demo und eine spannende Infoveranstaltung gibt es am Vorabend (Freitag, den 24. Februar) um 19 Uhr im Cafe KoZ (Campus Bockenheim). Eingeladen von turn*left berichten Genoss*innen der Antifa Klein-Paris und ihre Freund*innen bei der Veranstaltung »Wider dem rassistischen Normalzustand! Antifaschismus in Sachsen« über sächsischen Verhältnisse und ihre Strategien, nach über zwei Jahren mit (L)egida und Heidenau.

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf von Antifa United Frankfurt (AUF) zur Demo am kommenden Samstag:

Make racists afraid again! Kampagne gegen Naziterror und Rassismus

Die letzten Jahre waren geprägt von einem Erstarken rassistischer, antisemitischer und sexistischer Bewegungen und Gewalt in Deutschland. Zu Beginn beinahe nur von PEGIDA und AfD propagierte Ressentiments finden immer mehr Anklang in der gesamten Gesellschaft und werden, aufgegriffen durch Politiker*innen, zunehmend Teil des politischen Diskurses. Das führt dazu, dass sich strukturierte (neu)rechte Gruppierungen immer mehr in Sicherheit wähnen und ihr Gedankengut durch Angriffe, Hetze, etc. ungehemmt ausleben. Als bisheriger negativer »Höhepunkt« dieser Entwicklung in Frankfurt ist der Angriff auf das selbstverwaltete Project Shelter, welches bis jetzt auch in der Zivilgesellschaft als antirassistische Initiative viel Zuspruch erhielt, zu sehen, . Bei dem Angriff auf das Café in der Bergerstrasse 307 wurde nicht »nur« eine Scheibe eingeschlagen und Teerfarbe versprüht. Vielmehr hinterließen die Nazis auch ein Bekenner- und Drohschreiben welches sich gegen Genoss*innen im Allgemeinen richtet. Der Vorfall steht am Ende einer Kette von Versäumnissen von linksradikalen Strukturen entsprechend auf Naziaktivitäten in und um Frankfurt in den letzten Jahren zu reagieren. So wurde auch das Denkmal für die in der Progromnacht 1938 niedergebrannte Synagoge in Rödelheim mit antisemitischen Inhalten besprüht und bekannte Nazis wie Marco Vogelsberger und Aktivisten des »Dritten Wegs« beteiligten sich an der antifeministischen, trans* und homofeindlichen »Demo für alle« in Wiesbaden. Auch zwei nicht aufgeklärte Anschläge auf Roma im letzten Jahr, denen eine sowieso schon antiziganistische Stimmung zugrunde liegt, lassen sich in diese Liste mit einreihen.
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Programm Februar 2017

Hier unser Februar-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Programm

Samstag, 4. Februar 2017
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im ­Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr ­besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den ­Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Dienstag, 7. Februar 2017
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. Diesmal veranstaltet von RoR. (bis 1.00 Uhr)

Dienstag, 14. Februar 2017
19.30 Uhr // Veranstaltungsreihe: Klasse – Macht – Kampf zu dem Thema »Von der Demokratischen Autonomie zum Aufbau von Gegenmacht in den Metropolen. Was wir von der kurdischen Befreiungsbewegung lernen können.«:
Spätestens seit der Verteidigung der nordsyrischen Kurdenstadt Kobane hat sich auch in der deutschen Linken ein relativ breites Interesse an den gesellschaftspolitischen Konzepten Abdullah Öcalans und der PKK durchgesetzt. Dieses Interesse ist durchaus begründet: die Vorschläge eines rätedemokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Aufbaus »von unten« sind auch für eine sich verstärkt auf soziale Fragen orientierende radikale Linke durchaus von Interesse. Gleichwohl sind die Ausgangsbedingungen hierzulande grundverschieden von denen in Kurdistan und auch in der Theorie – etwa, wenn es um die Frage des Privateigentums an Produktionsmitteln geht – wird eine kommunistische Linke die Grenzen der Konzeption Öcalans erkennen und überschreiten müssen. Mit Peter Schaber (lower class magazine) wollen wir diskutieren, was Demokratische Autonomie und Demokratischer Konföderalismus eigentlich sind, was wir von ihnen lernen können – und was eben nicht. Veranstaltende: Antifa Kritik & Klassenkampf (akkffm.blogsport.de)

Donnerstag, 23. Februar 2017
21.00 Uhr // »Durstig am Donnerstag«-Barabend

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).
ACHTUNG: Die Ausstellungen bleiben am 24. und am 31. Dezember geschlossen!

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

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Programm Dezember 2016

Hier unser Dezember-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Bitte beachtet, dass die Ausstellungen am 24. und am 31. Dezember geschlossen bleiben!

Programm

Donnerstag, 1. Dezember 2016
19.00 Uhr // «Trumps Triumph«:
Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist für viele ein Schock. Während die Linke noch nach Antworten sucht, wird Trumps Triumph nicht nur von Despoten wie Putin oder Erdogan, sondern auch der gesellschaftlichen Rechten bejubelt. Sie hoffen auf den Durchbruch einer rechten Internationalen. Nicht umsonst hat das rechtskonservative Nachrichtennetzwerk Breitbart gerade die Eröffnung von zwei Kampagnenbüros in Paris und Berlin angekündigt, um die Schwesterparteien von Le Pen und Frauke Petry tatkräftig zu unterstützen. Welche Rückschlüsse lassen sich vor diesem Hintergrund aus Trumps Wahlsieg ziehen? Was erklärt die Erdrutschsiege und die Konstituierung eines neuen rechten Blocks aus Antifeminist_innen, Chauvinist_innen, Rechten, Reichen und Reaktionären diesseits und jenseits des großen Teichs? Abstiegsangst der Prekarisierten, Kulturkampf von rechts, Hass auf das Establishment oder die Vertiefung einer der schon länger währenden Repräsentationskrise? Was bedeuten diese Entwicklungen für die Ziele und die Errungenschaften gesellschaftlicher Emanzipation, für den Kampf gegen Rassismus, Sexismus und soziale Ungleichheit? Welche Antworten kann und muss die gesellschaftliche und radikale Linke finden, um selbst wieder in die Offensive zu kommen? Über die Situation in den USA und mögliche Rückschlüsse möchten wir mit Ingar Solty diskutieren. Er ist Sozialwissenschaftler und langjähriger Beobachter der politischen Situation in den USA. Aktuell arbeitet Ingar als Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Veranstaltende: IL-Frankfurt (frankfurt.radikallinks.org)

Freitag, 2. Dezember 2016
20.30 Uhr // Konzert: LAS KELLIES
(ARG, kellies.bandcamp.com), PIGEON (pigeon4.bandcamp.com) & GIRLIE (girlie.bandcamp.com). Veranstaltende: show.off-Konzerte

Samstag, 3. Dezember 2016
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Dienstag, 6. Dezember 2016
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Donnerstag, 9. Dezember 2016
20.00 Uhr // Konzert: ANORAK
(anorakband.org), OAKHANDS (fb.com/oakhands) & LA PETITE MORT / LITTLE DEATH (lapetitemortlittledeath.bandcamp.com)

Dienstag, 13. Dezember 2016
19.30 Uhr // »And who cares about us? Arbeitskämpfe von Beschäftigten in der Sozialen Arbeit« – »Klasse – Macht – Kampf« im Dezember über den Arbeitskampf der Beschäftigten in der Lebenshilfe Frankfurt e.V.:
Care-Arbeit, als bezahlte Lohnarbeit, findet in öffentlichen Institutionen und bei sozialen Trägern statt und umfasst in diesem Bereich unter anderem die Betreuung von Kindern oder die Begleitung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. So leisten auch die Beschäftigten der Lebenshilfe Frankfurt Care-Arbeit, in Form der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Behinderung, während die Lebenshilfe diese Care-Arbeit als Dienstleistung anbietet. Im Bereich sozialer Arbeit entsteht so oftmals ein Spannungsfeld zwischen einer bedarfsgerechten Unterstützung von Menschen, einer kosteneffizienten Lohnarbeit und den Interessen und Bedarfen der lohnabhängig Beschäftigten. Wie kann in so einem Spannungsfeld ein Arbeitskampf geführt werden? Eine Gruppe geringfügig Beschäftigter organisierte sich 2014 in der Freien Arbeiter- und Arbeiterinnen-Union (FAU) Frankfurt und führte einen fast zwei Jahre anhaltenden Arbeitskampf in der Lebenshilfe Frankfurt. Die FAU-Frankfurt berichtet anhand dieses Beispiels über ihr Vorgehen bei der Lebenshilfe Frankfurt, stellt Unterschiede zu den DGB-Gewerkschaften dar und erläutert anhand eigener Erfahrungen die Besonderheiten in Arbeitskämpfen im Care-Sektor und der Sozialen Arbeit. Veranstaltende: Antifa Kritik und Klassenkampf (akkffm.blogsport.de)

Samstag, 17. Dezember 2016
21.00 Uhr // Konzert: DRUNK MOTORCYCLE BOY
(drunkmotorcycleboy.bandcamp.com) + Support. Mit ihrer brandneuen LP mit dem kurzen,knappen Titel „Try“ im Gepäck sind die aus Bremen kommenden Drunk Motorcycle Boy im Klapperfeld Frankfurt zu Gast. Musikalisch ist diese Band im Punk verankert, der von seinem Sound und seiner Melodik her stark vom Punkrock der 90er Jahre beeinflusst ist und glatt auf einer Burning Heart Compilation hätte drauf sein können. Also: packt die Millencolin Shirts aus! (Beginn: 21.30 Uhr)

Donnerstag, 22. Dezember 2016
21.00 Uhr // Durstig am Donnerstag Christmas Special:
Endlich, Durstig am Donnerstag goes full Christmas! Mit Lametta, Weihnachtsfilm und Wintercocktails, aber ohne nervige Verwandte. Kommt zahlreich und bleibt lang! Die Einnahmen gehen wie immer an Soliprojekte. Weitere Infos: www.facebook.com/DurstigamDonnerstag/

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).
ACHTUNG: Die Ausstellungen bleiben am 24. und am 31. Dezember geschlossen!

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

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Ausstellung: Fotografie & Dokumentation – »Bis zum letzten Tag – Krieg und Selbstverwaltung in Nordkurdistan«

Ausstellungseröffnung:
27. Oktober 19 Uhr bei »Durstig am Donnerstag«

29. Oktober – 3. Dezember 2016
Jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr

Während der Friedensgespräche zwischen der PKK und der türkischen Regierung seit dem Jahr 2013 bis zu der Parlamentswahl 2015, die Staatspräsident Erdoğan aufgrund des Verlusts der absoluten Mehrheit seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP wiederholen ließ, gelang es der kurdischen Bewegung eine einflussreiche Partei innerhalb der legalen staatlichen Ordnung aufzubauen. Vieles deutete darauf hin, dass eine politische Lösung des Konflikts möglich wäre. Aber mit einem erneuten Ausbruch der Gewalt seit dem Sommer 2015 kam dieser Prozess zu einem vorläufigen Ende. In Ostanatolien wurden seit August 2015 bereits über 60 Ausgangssperren verhängt, einhergehend mit schweren und tödlichen Gefechten, die bereits Hunderte ziviler Todesopfer gefordert haben.

Schon lange vor den erneuten Gewaltausbrüchen wurde in vielen kurdischen Städten eine Rätestruktur für lokale Selbstverwaltungen aufgebaut – basierend auf dem Konzept des ›Demokratischen Konföderalismus‹, der auf Abdullah Öcalan zurückgeht. Aber auf öffentliche Verkündigungen lokaler Autonomien folgen immer wieder militärische Interventionen des Staates, wobei die Bevölkerung aus den Städten vertrieben wird und Jugendgruppen sich immer weiter radikalisieren.

Eine Ausstellung des »Kollektiv Hinterland Südost«

Download: Flyer als pdf

Programm Oktober 2016

Hier unser Oktober-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Programm

Samstag, 1. Oktober 2016
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)

Montag, 3. Oktober 2016
20.30 Uhr // Konzert: PRINCESS NOKIA
(soundcloud.com/destiny-frasqueri), GNUCCI (soundcloud.com/gnucci) & DJ NIRE (soundcloud.com/nire) (Beginn: 21.30 Uhr) Veranstaltende: knertz shows (fb.com/knertzshows)

Dienstag, 4. Oktober 2016
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Mittwoch, 5. Oktober 2016
19.00 Uhr // Konzert:
Es spielen RRRMS die neue Riot-Grrrl-Punk-Band aus Frankfurt und Offenbach ihren ersten Gig!Und zu Gast aus Chile spielen für uns VAMPIRISMO ILUSTRADO und DIAVOL STRÂIN (diavolstrain.bandcamp.com, Darkwave/Postpunk). Vor dem Konzert wird zudem eine Doku über die Entstehung des FEMFEST, einem DIY-Frauen*-Festival in Chile, gezeigt. Die Doku ist auf Spanisch mit englischen Untertiteln (femfest.tumblr.com). Die Doku beginnt um 20 Uhr, das Konzert um 21 Uhr. Einlass ab 19 Uhr.

Freitag, 7. Oktober 2016
21.00 Uhr // Konzert: MERAINE
(Lüdenscheid, Brachialcore) und HECTOR SAVAGE (Köln, Rabiatcore), Veranstaltende: K-Gruppe (facebook.com/kgruppeffm)

Mittwoch, 12. Oktober 2016
21.30 // Konzert: BEEKEEPERS
(Noisepunk Oakland/CA, beekeepersband.bandcamp.com) + P.U.F.F. (Weirdo Wave/SynthPunk Berlin, slovenly.bandcamp.com/album/puff-living-in-the-partyzone-lp)

Samstag 15. Oktober 2016
21.30 Uhr // Konzert:
LIGHTNING IS ABOUT TO STRIKE FRANKFURT! Es gibt Garage Garage und Surf mit ZHOD (zhod.bandcamp.com), HÄXXAN (heroicleisure.bandcamp.com/album/h-xxan) und THE ORIONS (theorions.bandcamp.com). Get a taste of The Genie in the Tahini with the Busy Ghost till You never gonna see us again. Veranstaltende: show.off konzerte

Dienstag, 18. Oktober 2016
19.30 Uhr // Diskussionsveranstaltung: »Klasse-Macht-Kampf«
, Unsere Veranstaltungsreihe geht weiter, dieses Mal mit einer Diskussion über die aktuellen Klassenkämpfe in Frankreich – hierzu wird es einen (englischsprachigen) Intput der Gruppe Mouvement ­Communiste (mouvement-communiste.com) geben. Veranstaltende: Antifa Kritik & Klassenkampf (akkffm.blogsport.de)

Donnerstag, 20. Oktober 2016
19.00 Uhr // Autorenlesung aus dem historischen Kriminalroman »Judasengel« von H.T. Riethausen
, Die Frankfurter Prozesse 1950–1951, Anklagegrund: Homosexuell nach §175. Weitere Infos: www.judasengel.de

Donnerstag, 20. Oktober 2016
21.00 Uhr // Konzert: RYSKINDER
(lo-fi indie surf, ryskinder.bandcamp.com) + OHTAKEKOHAN (eclectic-electric-psychedelic, www.youtube.com/watch?v=Dc0soGiVvpQ)

Freitag, 21. Oktober
20.00 Uhr // Lesung: »Kischinew – Das Pogrom 1903«, herausgegeben von Andeas W. Hohmann und Jürgen Mümken
, Lesung mit den Autoren und Herausgebern des ­Buches.
Verlag: Verlag Edition AV (www.edition-av.de); Organisiert von: AK 2. Stock @ »­Faites ­votre jeu!« (Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse)

Sonntag, 23. Oktober 2016
19.00 Uhr // Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse: »Goodbye Gender« von Rae Spoon & Ivan Coyote; Gelesen von Steff Urgast & Florian Mania. Verlag: w_orten & meer – Verlag für antidiskriminierendes Handeln
(wortenundmeer.net); Organisiert von: »Faites votre jeu!« (Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse)

Dienstag, 25. Oktober 2016
20.00 Uhr // »Still not loving borders!«-Soli-Barabend für die Unterstützung von ­Geflüchteten und Migrant*innen:
Solange die Grenzen weiter bestehen, solange werden wir was dagegen tun. Doch damit das möglich ist, brauchen wir eure trinkfeste ­Solidarität  – denn ohne Moos ist bekannterweise auch nix los. Deshalb laden wir sowohl Refugees als auch Non-Refugees herzlich zu unseren Barabenden mit (nicht-)alkoholischen Getränken und ­Musik ein, um zumindest an diesen Abenden grenzenlos zu feiern. Veranstaltende: ­noborder ffm (noborder-frankfurt.antira.info)

Donnerstag, 27. Oktober 2016
20.30 Uhr // Barabend: Durstig am Donnerstag

GegenBuchMasse 2016

Freitag, 21. Oktober
20.00 Uhr // Lesung: »Kischinew – Das Pogrom 1903«, herausgegeben von Andeas W. Hohmann und Jürgen Mümken, Lesung mit den Autoren und Herausgebern des ­Buches.

Anfang des 20. Jahrhunderts waren die russischen Jüdinnen und Juden immer wieder Pogromen ihrer christlichen MitbürgerInnen ausgesetzt. Einer der Orte, die immer wieder betroffen waren, ist Kischinjew, das heutige Chişinău, Hauptstadt Moldawiens (Republica Molodva). Kischinjew war um 1900 ein Zentrum jüdischen Lebens im Russischen Reich. So bildeten die Jüdinnen und Juden mit einem Anteil von 45,9 % (laut einer Zählung aus dem Jahre 1897) die größte Bevölkerungsgruppe. In Kischinjew fanden 1881, 1903 und 1905 Pogrome statt. Das Osterpogrom 1903 war das erste Pogrom in der Geschichte, das einen Namen bekam. Es steht im Mittelpunkt dieses Bandes, in dem zeitgenössische Darstellungen und Reaktionen auf die Pogrome wieder veröffentlicht. Die Pogrome haben ihre Spur in der Geschichte, in der Literatur und im jüdischen Selbstverständnis hinterlassen und tauchen auch in der Gegenwartsliteratur auf. Oft war das Pogrom Motiv für eine Auswanderung in die USA, nach Südamerika oder nach Palästina. Insgesamt haben die Pogrome in Rußland zu einer starken Auswanderung der Jüdinnen und Juden geführt. Sie wurden zu den ersten Pionier­Innen, Jahrzehnte vor der Gründung des jüdischen Staates.
Verlag: Verlag Edition AV (www.edition-av.de); Organisiert von: AK 2. Stock @ »­Faites ­votre jeu!«

Sonntag, 23. Oktober 2016
19.00 Uhr // Lesung im Rahmen der GegenBuchMasse: »Goodbye Gender« von Rae Spoon & Ivan Coyote; Gelesen von Steff Urgast & Florian Mania.

Geht das – ein Leben ohne Gender? Geschichten vom Versuchen und Scheitern, heiter und sehr traurig, von Verbindungen mit Menschen, ihren Irritationen und einem für viele vielleicht neuen Lösungsansatz: sich von Gender als Kategorie zu verabschieden. »Goodbye Gender« macht den Anfang. »Ich bin nicht im falschen Körper geboren. Ich bin in der falschen Welt geboren.« (Rae Spoon) Was bedeutet es, nie im richtigen Geschlecht zu sein – nicht in dem, was bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht in den Vorstellungen von sexueller Identität, die später im Leben ausprobiert wurden, nicht nach einem Geschlechtswechsel von ›Frau‹ zu ›Mann‹? Und kann es das geben, Geschlecht einfach ganz aufzugeben? Rae Spoon und Ivan E. Coyote berichten in kurzen, sich abwechselnden Texten von ihrer Reise durch unterschiedliche Phasen eines geschlechtlichen und sexuellen Lebens – bis hin zu dem Punkt, an dem sie Geschlecht als Identifikation für sich ganz aufgeben und sich stattdessen von Gender »berenten« lassen. Doch wie reagieren Freund_innen, Kolleg_innen, Verwandte? Wie verhalte ich mich in der Kneipe, beim Vorstellungsgespräch, nachts an einer Tankstelle? Welche Wortformen gibt es überhaupt noch, um mich anzusprechen und von mir zu erzählen? Und sehe ich anderen ihr Geschlecht eigentlich an? Ivan und Rae erzählen aus ihrer Kindheit und Jugend, von ersten Lieben und dem Erwachsenwerden, ihrem Leben auf und hinter Bühnen. Sie nehmen Reaktionen auf und bringen die Leser_innen zum Lachen und Weinen, zum Nachdenken und Wiedererkennen – vielleicht zum ersten Mal zum Hören von Fragen zu schwuler Identität und Pronomenlosigkeit. Unkompliziert und nah schildert das Buch, wie die Idee von Geschlecht als eindeutiger Norm an einer Wirklichkeit scheitert, in der Aussehen, Auftreten und Begehren nicht immer eindeutig sind.
Verlag: w_orten & meer – Verlag für antidiskriminierendes Handeln (wortenundmeer.net); Organisiert von: »Faites votre jeu!«

Infos zur GegenBuchMasse und dem Programm an anderen Orten: gegenbuchmasse.de

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

Banner – klapperfeld.de

Programm September 2016

Hier unser September-Programm. Das Programm-Heft könnt ihr euch hier als pdf herunterladen.

Programm

Samstag, 3. September 2016
15.00 Uhr // Translation work in progress:
Seit Anfang 2015 kann die Dauerausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« in zweiten Stock des Klapperfelds jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Der Prozess der Übersetzung und ­Recherche zu den Inschriften geht aber weiter. An jedem ersten Samstag im Monat arbeitet die Übersetzungsgruppe an den Übersetzungen und Besucher*innen sind herzlich ­eingeladen, sich daran zu beteiligen. Weitere Infos und Kontakt zur Übersetzungsgruppe: zweiterstock.klapperfeld.de (bis 18.00 Uhr)
15.00 Uhr // »…still lovin‘ privacy«-CryptoParty: Dieser Workshop soll dazu eine verständliche Anleitung zum Mitmachen bieten und auch die Möglichkeit zu diskutieren, in welchem Ausmaß Verschlüsselung sinnvoll und richtig ist. Zu Beginn um 15.00 Uhr findet ein Vortrag statt, bei dem die Funktionsweisen von Internet und Verschlüsselung erklärt werden. Danach, ab ca. 16.00 Uhr, findet dann der WorkShop statt, bei dem mitgebrachte Laptops, Smartphones und Festplatten verschlüsselt werden können bzw. erklärt wird, wie das gemacht werden kann. Es empfiehlt sich, VOR der CryptoParty ein vollständiges Backup der Daten von zu verschlüsselnden Laptops und Festplatten zu machen (diese Daten gehen bei der Verschlüsselung verloren und es dauert oft ein bisschen, bis alles auf externe Geräte übertragen wurde). Für Fragen schreibt gerne an cryptopartyffm@riseup.net« (bis 20.00 Uhr)

Dienstag, 6. September 2016
21.00 Uhr // »Faites votre jeu!«-Barabend:
wie immer mit gediegener Musik und leckeren Getränken in nettem Ambiente. (bis 1.00 Uhr)

Freitag, 16. September 2016
18.00 Uhr // Film & Gespräch »The Awakening«
(Serbien/Kosovo/Mazedonien/Deutschland/EU 2010-2015, 55min, Original ggf. mit dt. UT): The Awakening (Das Erwachen) ist ein Zustand der Lebensrealität von Rom*nja, die abgeschoben wurden. Welchen psychologischen Effekt hat die Abschiebung auf die Menschen? Wie ergeht es den Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland aufgewachsen sind und nun in einem fremden Land aufwachen, fern von ihrem Freundes­kreis und ihrem gewohnten Umfeld? Der Film gewährt einen Einblick in diesen Zustand des Erwachens bzw. des Entsetzens der Betroffenen und vermittelt, was die Schockerfahrung ­Abschiebung für sie bedeutet. Zugleich zeigt er Rassismus und Diskriminierungen auf, mit denen Rom*nja in verschiedenen Ländern Europas konfrontiert werden. Im Anschluss kann mit dem Regisseur Kenan Emini (aktiv beim Roma Center Göttingen sowie der Initiative Alle Bleiben, Mitglied im Bundesromaverband und Dokumentarfilmer) diskutiert werden. Der Film wird im Klapperfeld begleitend zur Gastausstellung »Frankfurt–Auschwitz« gezeigt. Trailer unter: awakeningmovie.de

Samstag, 17. September 2016
22.00 Uhr // MULTIVERSUM feiert 1. Geburtstag:
MULTIVERSUM wird im September ein Jahr alt, und feiert das Groß mit seinen Freund*innen von FLUCHTPUNKT – und das im Knast. Auf zwei Floors, mit üblichen und unüblichen Kaltgetränken und einen Haufen Überraschungen. (Open End)

Freitag, 23. September 2016
21.30 Uhr // Konzert: MooM + TBA
kommen uns besuchen. Die neue Powerviolence-Kombo aus Tel Aviv kommen ins Klapperfeld. Wer mitspielt wissen wir noch nicht, wird aber super. Kommt vorbei. Lichtloch meets show-off!

Mittwoch, 28. September 2016
21.30 Uhr // Konzert: ATTILA KRANG
Royal dog dancing alcalin (fr, attilakrang.bandcamp.com); Trio divided between Paris and Lyon, ATTILA KRANG sounds like you opening the gate to the X dimension: Some stolen hardware from construction site as a drum, lots of scrap, one chainsaw snoring guitar and a violin insulting you as fuck! Veranstaltende: show.off Konzerte

Feste Termine im Klapperfeld

Wöchentliches Plenum
Jeden Dienstag von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Neue Plenumsstruktur:
1. und 3. Dienstag im Monat: Besprechung von Anfragen und Organisatorischem
2. , 4. und 5. Dienstag im Monat: Keine Besprechung von Anfragen.

Auf dem Plenum diskutieren wir, was gerade im Klapperfeld geht, welche Veranstaltungen wir organisieren wollen, wie die Räume gemeinsam genutzt werden sollen und alles weitere, was das Klapperfeld als selbstverwaltetes Zentrum betrifft. Alle die Lust haben, das Klapperfeld aktiv mitzugestalten, sind dazu herzlich eingeladen. Wenn ihr eine Veranstaltung oder ein Projekt im Klapperfeld machen wollt, bitten wir euch mit eurer Anfrage zum 1. oder 3. Plenumstermin im Monat zu kommen. An den übrigen Plenumsterminen werden keine Anfragen besprochen.

Dauerausstellungen zur Geschichte des Klapperfelds
Geöffnet: jeden Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr
Die Ausstellung zur Geschichte des Klapperfelds während des Nationalsozialismus und die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizei­gewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« können auch während allen öffentlichen ­Veranstaltungen im Klapperfeld besucht werden. Gruppen, die die Ausstellung außerhalb der regulären ­Öffnungszeiten besuchen möchten, können gerne einen Termin für eine Führung vereinbaren. Ruft einfach an (0163 9401683) oder schreibt uns (info@klapperfeld.de).

Öffentliche Probe »Rhythms of Resistance«
Jeden Montag 18.30 Uhr
RoR Frankfurt ist Teil eines internationalen Netzwerks und nutzt Samba als kreative, laute und politische Aktionsform. Du hast Spaß am Musikmachen und willst lieber fetzige Grooves statt Novemberblues? Dann komm zur nächsten Probe – Einsteiger_innen willkommen!

»Wem gehört die Stadt?«-Logo

Die Initiative »Faites votre jeu!« ist Teil des Netzwerks »Wem gehört die Stadt?«. Aus linker emanzipa­torischer Perspektive wollen wir die immer weiter voranschreitenden Verdrängungs- und Gentrifizierungs­prozesse in Frankfurt thematisieren und gemeinsame Handlungsoptionen entwickeln. Weitere Infos sowie die Termine der Netzwerk-Treffen findet ihr auf: wemgehoertdiestadtffm.net

Banner – klapperfeld.de

Samstag, 3. September 2016, 15 Uhr // »…still lovin‘ privacy«-CryptoParty

Flyer

Die digitale Welt ist längst bestens überwacht. Nicht erst seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist klar, dass global organisierte Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon unendlich viele Daten sammeln. Daraus werden dann Nutzungsprofile erstellt, um so Videos und Musik passend zum vermeintlichen Geschmack vorzuschlagen, aber auch um Werbung zu personalisieren und Produkte noch gezielter zu verkaufen. Die Möglichkeiten der Überwachung funktionieren jedoch nicht nur bei Konzernen. Auch der Staat hat die Möglichkeit, auf persönliche Daten zuzugreifen. Verhindert werden kann dies durch die Verschlüsselung und Nutzung von Anonymisierungsdiensten.

Diese können ganz einfach installiert und ständig genutzt werden. Dieser Workshop soll dazu eine verständliche Anleitung zum Mitmachen bieten und auch die Möglichkeit zu diskutieren, in welchem Ausmaß Verschlüsselung sinnvoll und richtig ist.

Zu Beginn um 15.00 Uhr findet ein Vortrag statt, bei dem die Funktionsweisen von Internet und Verschlüsselung erklärt werden. Danach, ab ca. 16.00 Uhr, findet dann der WorkShop statt, bei dem mitgebrachte Laptops, Smartphones und Festplatten verschlüsselt werden können bzw. erklärt wird, wie das gemacht werden kann.

Es empfiehlt sich, VOR der CryptoParty ein vollständiges Backup der Daten von zu verschlüsselnden Laptops und Festplatten zu machen (diese Daten gehen bei der Verschlüsselung verloren und es dauert oft ein bisschen, bis alles auf externe Geräte übertragen wurde).

Für Fragen schreibt gerne an cryptopartyffm[ät]riseup[punkt]net

(bis 20.00 Uhr)

Pressemitteilung, 04.08.2016 – Initiative »Faites votre jeu!« feiert achten Geburtstag – Sommerfest am 6. August ab 15 Uhr

Mittlerweile sind acht Jahre vergangen, seit die Initiative »Faites votre jeu!« das ehemalige Jugendzentrum in Bockenheim ­besetzte und dort ein selbstverwaltetes Zentrum einrichtete. Allerdings hatte die Stadt Frankfurt andere Pläne für das Gebäude. Nach Räumungsdrohungen und Strafanzeigen kam es nach zähen Verhandlungen zum Angebot eines Ersatzobjekts: dem ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld. Maja Koster, aktiv bei »Faites votre jeu!«, erinnert sich: »Während die Stadt ihr Angebot feierte und die regionale Presse bereits vermeldete ›Hausbesetzer müssen in den Knast‹, begannen innerhalb unserer Initiative nächtelange Diskussionen. Für uns stellte sich die Frage, ob man ein selbstverwaltetes Zentrum und unseren damit verbundenen Anspruch an eine emanzipatorische Politik und Kultur an einem Ort fortführen kann, der über 100 Jahre ein Ort der Repression war.«

Im Klapperfeld wurden von 1886 bis 2002 Menschen inhaftiert. Auch die Gestapo nutzte diesen Ort zwischen 1933 und 1945. Das Klapperfeld bedeutete für viele Menschen lange Zeit Unterdrückung, Folter und Mord. Koster ergänzt: »Ernst genommen ­wurden wir mit unseren Bedenken damals nur von Wenigen. Während unsere Zweifel in der Presse auf ein ›Hausbesetzern ist Gefängnis zu klein‹ herunter gespielt wurden, zeigten die Vertreter_innen der Stadt, kein Verständnis für derartige Bedenken. Letztendlich einigten wir uns auf den Umzug. Für uns jedoch war klar, dass wir unser Projekt nur fortsetzen können, wenn wir uns mit der Geschichte des Hauses auseinandersetzen.«

In den letzten sieben Jahren ist das Klapperfeld zu einem wichtigen Zentrum geworden. Die Räume werden für kritische, ­politische, künstlerische und kulturelle Arbeit genutzt. Selbstverwaltet und unkommerziell organisiert wurden mittlerweile zwei Dauerausstellungen zur Geschichte des Ortes eingerichtet – eine mit dem Schwerpunkt auf die NS-Vergangenheit und eine ­weitere zur Abschiebehaft. Außerdem finden verschiedenste Veranstaltungen statt: von Zeitzeug_innengesprächen, ­Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen über Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen bis hin zu Barabenden und Konzerten. Anlässlich des achten Geburtstags und der mittlerweile sieben Jahre im Klapperfeld resümiert Koster: »Trotz aller Bedenken sind wir ­mittlerweile gerne im Klapperfeld. Neben der Gestaltung eines selbstverwalteten, sozialen Raums wird auch die ­Auseinandersetzung mit der Geschichte kontinuierlich fortgeführt.«

Großes Sommerfest am Samstag, den 6. August 2016 ab 15 Uhr im Klapperfeld

Um das nunmehr achtjährige Bestehen von »Faites votre jeu!« gebührend zu feiern, lädt die Initiative ­Freund_­innen, ­Unterstützer_­innen und Interessierte am Samstag, den 6. August ab 15 Uhr zu ihrem Sommerfest ein. Im Hof wird es ­verschiedene ­Essensstände mit Gegrilltem, Snacks, Kuchen und Getränken geben. Gegen ­Nachmittag wird ­Lenki Balboa (Berlin) Hip-Hop, Rap, Dancehall & Future Bass im Hof auflegen. Um 17 Uhr lässt das Rattern einer ­Bingo-Trommel die Herzen höher schlagen. Zu gewinnen gibt es nur großartiges und weil queer mehr als pink & glitzer ist, spielen wir nicht mit Zahlen sondern mit 90 (un)möglichen Begriffen aus den Bereichen queerer Geschichte, Theorie und ­Subkultur. Das Jazzpunk-Trio Hendrique-­Dieter Johannson begibt sich anschließend in neue Gefilde der Unterhaltungsmusik – dabei reduzieren sie die auf dem ­Speedway von Pop und Punk liegen gebliebenen Stücke auf ihren Warenkern.

Um 16, 17, 18, 19 und 20 Uhr können Interessierte an Füh­rungen durch die ­Dauerausstellungen und das Gebäude ­teilnehmen und sich über die Geschichte des Klapperfelds und die Arbeit von »Faites votre jeu!« informieren. Darüber hinaus werden verschiedene Workshops angeboten: Bei einem Übersetzungsworkshop um 16 Uhr gibt der AK 2. Stock eine kurze ­Einführung, wie bisher bei den Übersetzungen für die Ausstellung »Raus von hier. Inschriften von Gefangenen in ­Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« vorgegangen wurde – anschließend sind alle ­Interessierten ­aufgerufen, selbst mit Dokumentationslisten, Kugelschreiber und Klebepunkten auf die Suche nach noch unübersetzten ­Inschriften zu ­gehen. Die Frankfurter Gruppe des transnationalen Netzwerks »Rhythms of Resistance« nutzen trommeln als ­politische ­Aktionsform – beim Trommelworkshop um 17 Uhr geben sie Einblicke in das Netzwerk und laden euch ein, mit ihnen zu trommeln. ­Informationen rund um die Verschlüsselung von Computer, Handy und Co. gibt es beim Crypto-Stand.

Später am Abend, gegen 21 Uhr, beginnt das Konzert im Keller. Dulac (dulacdulacdulac.bandcamp.com), das Berliner Post-Punk-Trio kommt mal wieder zurück in hiesige Gefilde und bringt den Keller mit ihren Pop-Sommer-Hymnen und ­hipshaking Gitarrenriffs zum Tanzen. Gloom Sleeper (gloomsleeper.bandcamp.com) aus Bielefeld spielen auch Post-Punk, aber mit ­deutlichem New-Wave/Goth-Einschlag. Holt den Rotwein raus, es wird melodisch-melancholisch. Und direkt aus einem der hauseigenen Proberäume des Klapperfelds verdrehen euch schließlich Ufosekte (ufosekte.wordpress.com) Kopf und Beine. Something with Punk and a synthesizer.

Website der Initiative »Faites votre jeu!«: faitesvotrejeu.blogsport.de
Website zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld: www.klapperfeld.de
Pressekontakt: 0157 83644064 | faitesvotrejeu[ät]yahoo[punkt]com

Download:
Flyer zum Sommerfest

Pressemitteilung als pdf



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